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TESTBERICHT: Packard Bell Maestro 230 LED HD Teil 8


Da der Monitor keinen sRGB-Modus besitzt, haben wir stattdessen den Modus „Graphics“ für einen zweiten Vergleich ausgewählt. Die Ergebnisse fallen aber leider sehr ähnlich aus, verschlechtern sich sogar noch leicht. Der Weißpunkt weicht genau wie der Gammawert deutlicher von den Vorgaben ab und auch die Grau- und Farbwerte konnten sich nicht verbessern. Der gemessene Kontrast von 1200:1 ist allerdings ein sehr guter Wert. Ohne eine Kalibrierung sind daher beide Modi nicht für eine Bearbeitung von Bildern zu empfehlen.

Profilgenauigkeit

Im kalibrierten Zustand überprüfen wir zunächst die Profilgenauigkeit. Wir beschränken uns dabei nachfolgend auf das Monitorprofil, das im Rahmen der Kalibrierung auf die sRGB-Empfehlungen bezgl. Weißpunkt und Gradation erstellt wurde. Nach Kalibrierung und Profilierung wurde aus der verwendeten Software heraus ein Profiltest durchgeführt, der den Ist-Zustand des Monitors mit den Transformationen vergleicht, die sich aus dem Monitorprofil ergeben. Die Referenzwerte leiten sich entsprechend aus dem Monitorprofil ab.

Parameter Ziel Erreicht
6497 6487
95.26 100.00 109.19 95.29 100.00 109.08
0,4254 0,0802
0,52 0,57
140,2 140,2
- -
- -
sRGB ~2,2 (avg.)

* CCT-Bezug

Die Softwarekalibrierung und anschließende Profilierung basierte auf den weiter unten aufgeführten Parametern (Helligkeit: Sofern mit Bordmitteln erreichbar). Die Anführungszeichen sollen deutlich machen, dass es im Rahmen der Kalibrierung keinesfalls zu einer zielgerichteten Farbraumemulation kommt, sondern lediglich die in Klammern aufgeführten Vorgaben und eine möglichst hohe Neutralität bzw. Linearität sichergestellt werden. Die "Farbechtheit" wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software und der im Profil erfassten Monitorcharakteristik erreicht. Weißpunkt und Gradation sind dabei im Rahmen der Kalibrierung keine fixen Größen.

"sRGB" (Helligkeit: 140 cd/m², Gamma: sRGB, Weißpunkt: D65):
Helligkeit: 63, Rot: 100, Grün: 91, Blau: 78.

Darstellung der RGB-Korrekturkurven der Grafikkarte nach der "sRGB"-Softwarekalibrierung mit iColor. Je näher die drei Farblinien an der 45°-Achse liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden und umso lückenloser bleiben Farbverläufe.

Um einen ersten Eindruck von den tatsächlichen Abweichungen in farbmanagementfähiger Software zu geben, haben wir in Adobe Photoshop entsprechende Testpattern erzeugt, mit dem sRGB-Profil des Arbeitsfarbraumes versehen und ausgemessen. Als CMM kam Adobe (ACE) zum Einsatz. Aufgrund des relativ farbmetrischen Rendering-Intents bleiben durch das CMM verursachte Farbraumkompressionen aus.

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