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TESTBERICHT: Packard Bell Maestro 240 TV Teil 6


Lange Schaltzeiten, keine Beschleunigung.

Eine Overdrive-Option im OSD gibt es nicht. Die gemessenen Helligkeitsverläufe zeigen keine erkennbare Beschleunigung. An den meisten Messpunkten ist der Wechsel von dunkel nach hell erst nach zwei Frames abgeschlossen, die Zeit von hell nach dunkel ist dagegen (außer bei den hellsten Grauwechseln) durchgängig sehr kurz. Überschwinger sind nicht zu erkennen.

Latenzzeit

Die Latenz ermitteln wir als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim M240DML messen wir eine längere Signalverzögerung von 12,8 Millisekunden. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen im Durchschnitt weitere 11,4 Millisekunden, die mittlere Gesamtlatenz fällt daher mit insgesamt 24,2 Millisekunden lang aus.

Sowohl die Schaltzeiten wie auch die Latenzzeit sind für ein TN-Panel ungewöhnlich lang.

Subjektive Beurteilung

Die recht hohe gemessene Gesamtlatenz konnten wir im Vergleich zu schnelleren TN-Panels in Form einer leichten Eingabeverzögerung nachvollziehen, dies fiel aber auch nur auf, wenn man sich besonders darauf konzentrierte. Etwas auffälliger war aber die allgemeine leichte Schlierenbildung, welche sich nicht auf Kontrastwechsel bestimmter Farben festnageln ließ, sondern bei bewegten Inhalten stets auftrat. Insgesamt halten sich die negativen Auswirkungen zwar in Grenzen, aber dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Leistung hinter der anderer TN-Modelle zurückbleibt.

Sound

Je nach Quelle kann der Packard Bell M240DML über HDMI, Chinch oder Mini-Klinke mit einem Audiosignal gespeist und über die in der unteren Kante eingelassenen Boxen abgespielt werden. Auch nach Optimierung des vorhandenen Equalizers fehlt es ihm in der Wiedergabe aber deutlich an Bässen und Höhen womit der Sound sehr verwaschen klingt. Dennoch sind die beiden 5-Watt-Speaker in der Lage, eine erstaunlich hohe Lautstärke ohne jegliche Verzerrungen zu erreichen. Auf der Fernbedienung sind sowohl ein Mute-Schalter als auch die Lautstärkeregelung über einzelne Knöpfe zu erreichen. Das Soundsignal kann alternativ über einen Miniklinkenausgang oder das S/PDIF an externe Soundsysteme oder Kopfhörer weitergeschleift werden.

DVD und Video

Für die Verbindung mit moderner Peripherie wie Bluray-Player oder Spielekonsolen verfügt der M240DML über zwei HDMI-Anschlüsse mit HDCP-Unterstützung.

Der Bildmodus "Film" ist dem Standardbildmodus sehr ähnlich und unterscheidet sich davon fast nur durch eine etwas wärmere Farbtemperatur. Eine natürliche Darstellung ist in beiden Fällen gewährleistet.

Bild aus dem Bluray-Film "2012".

Bei der Betrachtung von Blurays liefert der M240DML ein insgesamt sehr ausgeglichenes, stimmiges und knackig scharfes Bild. Verändert man die Helligkeitseinstellung nicht, sind auch Kontrast und Schwarzwert auf ansehnlichem Niveau, Die Graustufendifferenzierung könnte dagegen besonders unter kleinen Blickwinkeländerungen etwas besser sein, womit wir auch schon bei der Hauptschwäche des M240DML sind: Bei der Betrachtung mit mehreren Personen müssen zwangsläufig einige Zuschauer mit flauen Kontrasten rechnen.

Overscan

Im Gegensatz zu der Zuspielung via PC ist die Overscan-Funktion beim M240DML bei der Bluray-Zuspielung aktiviert und schneidet horizontal etwa 60 und vertikal 40 Pixel vom Bild ab, welches anschließend auf die gesamte Bildfläche skaliert wird und dementsprechend einen Schärfeverluste mit sich zieht. Im Menü kann die Funktion aber simpel auf "Underscan" umgeschaltet werden, wodurch das PC-Bild in tatsächlicher Größe erscheint. Weitere Overscan-Modi sind nur im TV-Betrieb vorzufinden und werden in diesem Abschnitt beschrieben.

Farbmodelle und Signallevel

Im Menü bietet der Packard Bell M240DML keine Option zur Einstellung des Signalpegels. Dies ist nicht weiter tragisch, wenn der Monitor das Signal stets korrekt erkennt und dementsprechend richtig interpretiert. Leider war das in unserer Testphase beim M240DML aber nicht immer der Fall: Unser Test-PC mit einer Grafikkarte des Typs GeForce 8800GT und aktuellen Treibern hatte bezüglich des Signallevels Kommunikationsschwierigkeiten mit dem M240DML, sodass die 16 obersten und untersten Graustufen abgeschnitten wurden. Dieser Umstand tritt auf, wenn der PC den vollen Signalumfang zuspielt (RGB 0-255), der Monitor aber ein reduziertes Signal (16-235) erwartet und dementsprechend streckt. Dieser Fehler trat allerdings am VGA-Eingang und bei der Zuspielung aller Signalarten (erweitertes und reduziertes RGB sowie YCbCr) via Bluray-Player nicht auf – hier erkannte der M240DML das Signal stets korrekt.

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