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TESTBERICHT (KURZTEST): Philips 273P3LPHES Teil 2


Technik

Betriebsgeräusch

Trotz eines internen Netzteils ist der Philips 273P3LPHES angenehm leise und unhörbar, auch wenn man die Helligkeit herunterregelt. Wie die Praxis zeigt, unterliegt dieser Punkt aber einer gewissen Serienstreuung und muss nicht für alle Geräte gleichermaßen zutreffen.

Stromverbrauch Helligkeit Hersteller Gemessen EU 2010
Betrieb maximal 100 % 27,3 W 28,2 W -
Standby-Modus - < 0,5 W 0,2 W 2,0 W
Ausgeschaltet - < 0,3 W 0,0 W 1,0 W

Der Stromverbrauch des 273P3LPHES ist angesichts des großen und auch recht hellen Panels erfreulich gering. Mit 28 Watt bei voller Helligkeit und 18 Watt am Arbeitsplatz ist dies ein Stromsparer unter den 27 Zoll Modellen. Die EU-Vorschriften zum Standby-Verbrauch werden locker eingehalten, im ausgeschalteten Zustand liegt der Verbrauch unter der Messgrenze.

Anschlüsse

Mit einem D-Sub-Eingang (analog), einem DVI-Eingang (digital) und einem HDMI-Eingang (digital) ist der Philips für einen Büromonitor gut ausgestattet. Hinzu kommen 3 USB 2.0 Anschlüsse, wobei einer seitlich links und zwei hinten positioniert wurden. Komplettiert wird die Ausstattung mit einem Audioeingang für die zwei 2 Watt Lautsprecher und einem Kopfhörer-Ausgang.

Anschlüsse Philips 273P3LPHES: Stromanschluss (Bild links) sowie HDMI, DVI, D-Sub, Audio-Eingang, Kopfhörer-Ausgang, USB-Upstream und zweimal USB-Downstream (Bild rechts).

Lautsprecher

Niemand erwartet von internen unsichtbar verbauten 2 Watt Lautsprechern tatsächlich einen satten Stereosound, denn in der Regel schließt man diese besser nicht an die Soundkarte an. Nach einigen Einstellungen im Menü der Soundkarte konnte uns die gebotene Leistung allerdings positiv überraschen. Natürlich können die kleinen Lautsprecher keine richtigen Bässe liefern, aber im Vergleich zu viel anderen internen Lösungen ist die gebotenen Leistung annehmbar.

Auch bei maximaler Lautstärke kommt es zu keinen negativen Effekten. Wer allerdings Musikvideos und Filme in guter Qualität am Philips 273P3LPHES genießen möchte, kommt um externe Boxen nicht herum.

Bildqualität

Die Oberfläche des TN-Panels ist matt und wirksam entspiegelt. Reflexionen von seitlich einfallendem Licht oder ein Betrachter mit weißem T-Shirt erzeugen nur sehr schwache Reflexionen. Das Bild macht subjektiv auf den ersten Blick einen guten Eindruck, wenn die Farben auch nicht ganz so kräftig wirken.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 50, Gamma 2.2 und Farbeinstellung 6500K. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Blickwinkel

Philips 273P3LPHES: horizontale und vertikale Blickwinkel.

Das Foto zeigt den Bildschirm des Philips 273P3LPHES bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen Blickwinkeln von +45 und -30 Grad. Die seitlichen Blickwinkel sind für ein TN-Panel ausgezeichnet, nur bei extremen Winkeln verblasst das Bild etwas und der Kontrast nimmt ab. In der Vertikalen findet man dagegen die typischen Eigenschaften eines TN-Panels. Von oben betrachtet hellt das Bild stark auf und von unten betrachtet dunkelt dieses stark ab. Für ein TN-Panel ist die gebotene Leistung aber sehr ansprechend.

Die Option SmartContrast und die vordefinierten Modi (SmartImage) konnten uns nicht überzeugen. SmartResponse liefert dagegen eine satte Beschleunigung der Bildaufbauzeit und sollte in jedem Fall aktiviert werden.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die maximale Helligkeit liegt bei 280 cd/m² (Herstellerangabe 300 cd/m²), dadurch sind sogar für taghelle Räume noch einige Reserven vorhanden. Der Schwarzwert fällt mit 0,23 cd/m² sehr gering aus, das Kontrastverhältnis berechnet sich daraus zu sehr guten 1.240:1 (Herstellerangabe 1.200:1 bzw. dynamisch 20.000.000:1).

Helligkeitsverteilung

Philips 273P3LPHES: Die Helligkeit ist ungleichmäßig verteilt.

Die Helligkeitsverteilung ist leider enttäuschend. Die Bildschirmmitte wirkt aufgehellt, rundherum fällt die Helligkeit in den Randbereichen um zweistellige Prozentwerte ab. Das obere Drittel liegt durchweg an der Sichtbarkeitsgrenze von 20 Prozent. Der Durchschnittswert über die gesamte Schirmfläche liegt nur bei 87 Prozent.

Farbverläufe stellt der Philips 273P3LPHES mit sichtbarem Banding dar, wenn auch nicht übermäßig ausgeprägt. Dithering ist so gut wie nicht zu bemerken. Die Ausleuchtung ist nicht ganz optimal gelungen: unten scheint die Hintergrundbeleuchtung leicht bläulich durch. Mit entsprechender Umgebungsbeleuchtung fällt dies aber nur bedingt auf.

Philips 273P3LPHES: im unteren Bereich scheint die Hintergrundbeleuchtung erkennbar durch.

Farbwiedergabe

In der Werkseinstellung 6500K hält sich die Farbwiedergabe bereits einigermaßen gut an die Vorgaben des sRGB-Standards. Die Graustufenwiedergabe ist gut, und mit 6900K ist das Bild nur ein wenig zu kühl. Die Abweichungen bei den Sekundärfarben sind allerdings schon recht hoch, und der Gammaverlauf ist alles andere als normgerecht. Dennoch ist die Farbwiedergabe für den Office- und Heimbereich zufriedenstellend.

Philips 273P3LPHES: Farbwiedergabe bei Werkseinstellung.

Einen sRGB-Modus bietet das OSD ebenfalls an. Allerdings sehen wir darin keinen rechten Nutzen, denn zum einen gleicht die Farbwiedergabe der Werkseinstellung 6500K aufs Haar, zum anderen ist auch noch der Helligkeitsregler gesperrt. Mit 275 cd/m² ist dieser Modus daher viel zu hell. Diesen Punkt sollte Philips schnellstmöglich optimieren.

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