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TESTBERICHT: BenQ RL2240H Teil 3


Viele Einstellungen sind im sRGB-Modus gesperrt, doch glücklicherweise betrifft dies nicht den Helligkeitsregler. Dieser ist standardmäßig bereits auf 90 abgesenkt (ca. 200 cd/m²), für eine ergonomische Leuchtdichte sind oft aber noch deutlich kleinere Werte sinnvoll.

Auch im RTS- und Standard-Modus ist das Bild recht kühl, wobei hier der Gammaverlauf etwas besser ausfällt. In einigen Modi lassen sich auch Parameter wie Gamma und Farbtemperatur nach Geschmack anpassen, ohne Colorimeter ist das allerdings wenig zielführend.

Engagierte Fotoamateure kann der RL2240H kaum überzeugen, für gewöhnliche Office- und Consumerzwecke sowie für Spieler ist die Farbwiedergabe dagegen durchaus in Ordnung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den RL2240H haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Im Datenblatt wird die Reaktionszeit mit 2 Millisekunden für Grau-zu-Grau und 6 Millisekunden ohne nähere Bezeichnung angegeben, das sind selbst für ein schnelles TN-Panel schon sehr ambitionierte Werte.

Nach dem Reset ist der RTS-Modus mit aktiviertem Overdrive (AMA-Option ein) voreingestellt, damit messen wir nur 3,4 Millisekunden für Schwarz-Weiß und blitzschnelle 2,6 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel. Auch die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte ist mit 3,6 Millisekunden extrem kurz.

Der Messschrieb zeigt, dass der Overdrive kräftig zupackt. Die Überschwinger sind bei der Anstiegsflanke allgemein sehr stark, in der unteren Hälfte des Helligkeitsbereichs werden sie sogar extrem groß. Bildartefakte an schnell bewegten Hell-Dunkel-Übergängen sind daher nicht zu vermeiden, dafür waren trägheitsbedingte Nachzieheffekte beim RL2240H nie zu beobachten.

RTS mit AMA: Extrem kurze Schaltzeiten, sehr starke Überschwinger beim Anstieg.

Beim Vergleich der Messwerte stellt sich heraus, dass die Wirkung des Overdrive im Standard- und im sRGB-Modus nicht ganz so stark ist. Die Überschwinger fallen durchweg ein wenig kleiner aus, dafür verlängern sich die Anstiegszeiten um rund 30 Prozent - TN-typisch sind die Abfallzeiten (fall) eh immer sehr kurz. Die Neigung zu Bildartefakten ist hier ein wenig geringer.

Der Overdrive, der im RTS-Modus standardmäßig aktiviert ist, lässt sich auch ausschalten (AMA aus). Die Wirkung ist allerdings drastisch, denn nun ergeben sich gleich sehr lange Anstiegszeiten von rund 16 Millisekunden.

Dennoch haben wir bei Filmen selbst in schnell bewegten halbdunklen Szenen keine Nachteile beobachtet, daher können wir den Bildmodus Standard ohne AMA für andere Zwecke als schnelle Spiele durchaus empfehlen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit nur 1,5 Millisekunden Signalverzögerung ist der RL2240H auch hier sehr schnell. Selbst mit den dann noch fälligen 1,8 Millisekunden bis zur Soll-Helligkeit (AMA ein) ergibt sich die mittlere Gesamtlatenz insgesamt nur zu extrem kurzen 3,3 Millisekunden.

Backlight

Das Chart zeigt, dass das Backlight bei voller Helligkeit (Reglerstellung 100, rote Kurve im Chart) kontinuierlich leuchtet. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (Reglerstellung 41, gelbe Kurve) gibt sich die PWM-Steuerung als Rechteckschwingung zu erkennen: mit einer Taktfrequenz von 365 Hz schaltet das Backlight zwischen Hell und Dunkel um, das Tastverhältnis beträgt 59 Prozent.

Beide Werte liegen recht hoch, daher stehen die Chancen selbst für extrem empfindliche Menschen gut, dass sie bei diesem Monitor kein Backlight-Flimmern wahrnehmen werden.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Sound

Tonsignale verarbeitet der BenQ RL2240H nur am HDMI-Eingang, andere Eingangsbuchsen sind nicht vorhanden. Auch Lautsprecher gibt es nicht, die Wiedergabe ist nur am Kopfhörerausgang möglich. Der Lautstärkeregler ist umständlich in den Tiefen des OSD untergebracht, dort findet man dann auch die Stummschaltung (Mute).

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