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TESTBERICHT: Eizo CG246 Teil 4


Bildqualität und Signalverarbeitung

Allgemein

Der Eizo CG246 basiert auf einem 24-Zoll großen IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Weitere Informationen gibt das Datenblatt nicht Preis. Eizo erklärt auf Nachfrage, dass das Panel nicht von LG produziert wird. Darüber hinausgehende Details können wir den Verantwortlichen nicht entlocken. Das ist durchaus verständlich und für den Benutzer am Ende unerheblich. Wir werden dennoch kurz auf unsere Vermutung, die sich vor dieser Auskunft durch die Auswertung von Produkteigenschaften und Messergebnissen ergeben hatte, eingehen.

LG versieht das topaktuelle LM240WU9 optional mit einer GB-r LED Hintergrundbeleuchtung. Die Nomenklatur macht es bereits deutlich: Zum Einsatz kommen grüne und blaue LEDs mit spezieller (roter) Beschichtung. Im Gegensatz zu einer klassischen RGB-LED Hintergrundbeleuchtung, deren Integration teuer und aufwändig ist, muss die neue Konfiguration nicht flächig hinter dem Panel verbaut werden. Die Lichtausbeute ist also deutlich höher. Der Farbumfang erreicht dennoch das Niveau von Bildschirmen mit WCG-CCFL-Röhren, ohne dass eine Verfeinerung der Panelfilter notwendig wird. Damit sollte das endgültige Ende von Hintergrundbeleuchtungen auf CCFL-Basis eingeläutet sein.

Diese Kombination aus Panel und Hintergrundbeleuchtung hätte (!) gut zum CG246 gepasst, läge uns nicht die anderslautende Auskunft von Eizo vor. Wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln. Es zeigt sich wieder einmal, dass der erste Gedanke nicht immer der Richtige ist. Beispielsweise wäre auch ein in dieser Form dann sehr exklusives PLS-Panel von Samsung denkbar. Aber das ist wiederum reine Spekulation, da wir unsere Testgeräte natürlich nicht öffnen.

Die weiteren Kenndaten weisen den Eizo CG246 als High-End-Modell aus: Die programmierbare 16bit 3D-LUT verhindert Tonwertverluste gegenüber dem zugespielten Signal und bildet die Voraussetzung für eine präzise Darstellung. Für die abschließende Reduktion auf 8bit pro Farbkanal kommt ein FRC-Dithering-Algorithmus zum Einsatz, der seinen Dienst unauffällig versieht. Unsere Praxistests lassen, unabhängig von den Einstellungen im OSD, keine Tonwertabrisse in Farbverläufen sichtbar werden. Das gilt auch für den Zustand nach der Hardwarekalibration.

Über den DisplayPort-Eingang können Signale mit 10bit pro Farbkanal zugespielt werden. Dies erfordert eine Unterstützung durch Grafikkarte, Betriebssystem, Treiber und Anwendung und ist derzeit noch auf wenige Konstellationen beschränkt. Adobe Photoshop hat in aktueller Version mit einer entsprechenden Anzeige keine Probleme.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen

Die subjektive Bildqualität gibt keinerlei Anlass zur Kritik. Alle vordefinierten Bildmodi sind sorgfältig umgesetzt und überzeugen in ihrer Darstellung. Der naturgemäß etwas begrenzte Kontrastumfang eines IPS-Panels wirkt sich auf das Einsatzgebiet des EBV-Spezialisten nicht negativ aus. Die blickwinkelstabile Schwarzdarstellung (siehe Abschnitt Blickwinkel) trägt ihren Teil dazu bei. Besonders erfreulich: Das Panel ist mit einer nur wenig aggressiven aber dennoch wirksamen Antireflexbeschichtung versehen. Der oft bemängelte "Glitzereffekt" fällt fast vollständig weg, ohne dass starke Reflexionen die Bildqualität beeinträchtigen würden.

Interpolation

Die Skalierung unserer Testsignale gelingt dem Eizo CG246 gut. Mit dem siebenstufigen Outline Enhancer kann die Darstellung individuell angepasst werden. In den beiden höchsten Einstellungen werden leichte Doppelkonturen sichtbar.

Während einer Zuspielung über den DVI- oder DisplayPort-Eingang wird jedes unterstützte Signal mit quadratischem Pixelseitenverhältnis auf Wunsch verzerrungsfrei dargestellt. Die Einstellungen ändern sich nach Auswahl des HDMI-Eingangs. Mit der expliziten Vorgabe von 4:3 und 16:9 wird die korrekte Wiedergabe von SD-Signalen sichergestellt. Für Letterbox-Material ist eine separate Einstellung vorhanden, die das Bild beschneidet und dann vollflächig skaliert.

Überprüfung der Skalierung.

Signal Verzerrungsfreie Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe Bemerkungen
SD (16:9 - anamorph) Ja Nein HDMI
SD (4:3) Ja Nein HDMI
HD (1080p) Ja Ja DVI, DP, HDMI
HD (720p) Ja Ja DVI, DP, HDMI
PC (5:4) Ja Ja DVI, DP
PC (4:3) Ja Ja DVI, DP, HDMI
PC (16:10) Ja Ja DVI, DP
PC (16:9) Ja Ja DVI, DP, HDMI

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7 Kommentare vorhanden


Ich habe den fast baugleichen CX240 auf Grund der Geräuschentwicklung sofort wieder zurückgeschickt. Ich bin fast vom Stuhl gefallen nach dem Anschalten. Ein Lüfter hat in einem Monitor von der Größe nicht verloren. Ein Gerät dieser Preisklasse soll einfach ein vernünftiges Bild machen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Jeder aktuelle Aldi-PC ist leiser. Für den Betrieb im Schlafzimmer absolut untauglich. Mein Tinnitus hat sich gleich bedankt, als ich den Monitor wieder ausgeschaltet habe. Das sollte mein dritter Eizo werden und mir den Traum von einem hardwarekalibrierbaren Monitor erfüllen. Leider wurde er zum Alptraum. Wie man bei weniger Wärmeentwicklung (LED Technik) einen Lüfter verbauen kann, der noch dazu unentwegt gleichmäßig pustet (keine Temperaturregelung), ist mir ein Rätsel. Das Geräusch hört man noch in 4 Meter entfernung - meinen Core i2600k mit GeForce 56ooTi nicht. Dazu kommt, dass so ein Monitor im Gegensatz zum Rechner direkt vor der Nase steht. Das es auch anders geht, beweisen CG245 wie auch die entsprechenden NEC-Geräte. Eine diesbezügliche Anfrage an Eizo hat bis heute zu keiner Antwort geführt. Schade, wirklich schade. Ich bin fassungslos (immernoch).
Die Wahrnehmung ist in diesem Fall doch unterschiedlich. Auch wenn der Lüfter durchaus hörbar ist, von unangenehme kann keine Rede sein. Zumal es sich hier um einen Grafikmonitor für den Produktiveinsatz und weniger für das Schlafzimmer handelt.

Auch wenn die LED-Technologie weniger Wärme entwickelt, so kommt hier sehr komplexe Technik zum Einsatz. Eine Erwärmung wäre absolut kontraproduktiv für die Bildstabilität und bei der Entwicklung stand die Bildqualität sicherlich vor der Geräuschentwicklung.
CG246 - Lüftergeräusch! Trotz dieses sehr informativen Test bestand weiter die Unsicherheit wegen der Geräuschwahrnehmung. Denn die Einsatzumgebung ist normal/nicht störend. Bei üblichen Grafikkarten-Test werden Lüftergeräusche in dB gemessen, in diesem Test leider nicht.
Zum Geräusch dieses Eizo CG246 mit Lüfter. PC unter dem Tisch, Dell XPS 630i (Grafikkarte Quadro 2000) > leises Summen.

Meßwerte :

PC AUS - Meßwert 35 dB - CG246 AUS

PC AN - Meßwert 42 dB - CG246 Aus

PC AN - Meßwert 43 dB - CG246 AN

Mein subj. Empfinden, CG246-Lüftergeräusch erhöht nicht das übrige Grundgeräusch, Differenz kaum meßbar, sehr gut!

Das Lüftergeräusch im CG246 macht konzentriertes Arbeiten in ruhiger Umgebung praktisch unmöglich. Ein absolutes No Go für einen Monitor dieser Preisklasse. Das Lüfterrauschen übertönt die 6 Lüfter in meinem PC selbst wenn dieser im Vollastbetrieb läuft. Der Lüfter selbst ist zudem nicht temperaturgeregelt, läuft also unabhängig von der Umgebungstemperatur stets mit voller Lautstärke.
6 Lüfter in meinem PC selbst wenn dieser im Vollastbetrieb läuft...

solche Behauptungen können geschäftsschädigend sein. Das mit dem Lüfter kann kaum sein und man muss hier aufpassen, dass man nicht wegen unlauterem Wettbewerb drankommt. Ich kann bei meinem EIZO nichts hören und bin sicher nicht schwerhörig. Von wegen 6 Lüfter. Ich bitte Sie, diesen Text zu überprüfen und gegebenenfalls zu entfernen, danke
Na ja wir haben noch Meinungsfreiheit und ich denke jeder wird erkennen, dass es sich hier um eine maßlose Übertreibung handelt. Jeder hat ein anderes Empfinden und solche Monitore werden in der Regel im Kreativ-Büro eingesetzt. Da wird es kaum so still sein, dass man den Lüfter hört. Wer aber einen absolut auf leise getrimmten Rechner hat, vermag den Lüfter bei absoluter Stille wohl wahrnehmen.
Noch ein allgemeiner Kommentar zum Thema Geräuschentwicklung bei (IT-)Geräten. Es ist leider so, dass die Leute, die nicht so empfindliche Ohren haben wie andere, das manchmal als ziemliche "Anstellerei" wahrnehmen, wenn man sich über ein "flüsterleises" Geräusch beschwert. Andere Leute haben aber leider empfindlichere Ohren. Und wenn es auch nicht darum geht, dass man vom Lüftungsgeräusch eines Notebooks oder Monitors direkt "weggeblasen" wird, so nervt es doch einfach tierisch, dieses monotone Surren/Rauschen/Fiepen den lieben langen (in meinem Fall) 8 bis 14 Stunden dauernden Arbeitstag, Tag für Tag für Tag für Tag..., um die Ohren zu bekommen.

Und für empfindlichere Ohren ist es leider auch keine Alternative, einfach die ganze Zeit mit lauter Musik gegenzusteuern -- das nervt ja noch mehr. Nicht in den ersten 15 Minuten, klar. Die ersten 2 bis 3 Stunden werden auch noch OK sein -- aber irgendwann geht's einem einfach auf die Nerven.

Eine Lösung könnte darin bestehen, mehrere Tage hintereinander die Disco zu besuchen, und die Ohren abwechselnd direkt an die Basslautsprecher zu halten, so lange bis man seine Ohren auf eine einigermaßen "allgemeinverträgliche" Unempfindlichkeit runtergewirtschaftet hat. ;-) Aber das dürfte für die meisten meiner "Leidensgenossen" auch keine Alternative sein. Wir *hören* einfach das Surren der Netzteile, das Rauschen der Notebooks und das Fiepen der Lichtdimmer. Das können sich einige Leute nicht vorstellen, weil sie selbst es eben nicht hören, und gehen davon aus, dass sich hier völlig überzogen angestellt wird. Aber wenn man zu den betroffenen "Katzenohren" gehört, dann ist man für jedes Gerät dankbar, dass keine zusätzlichen Geräusche verursacht.

Da die neuen EIZOs offenbar alle Lüfter verbaut haben, werde ich nach rund 20 Jahren EIZO-Fanschaft mich wohl leider anderweitig umsehen müssen. :-( Sehr schade... wird nicht einfach werden, was adäquates zu finden.

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