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TESTBERICHT: Fujitsu P23T-6 FPR 3D Teil 2


Seitliche Darstellung und Pivot-Funktion.

Das Netzteil ist in die Rückwand integriert. Kleine Lüftungsschlitze befinden sich unauffällig auf allen vier Seitenstegen der gewölbt gestuften Rückwand. Lediglich auf der Oberseite fallen sie etwas größer aus. Das ist vollkommen ausreichend, denn viel Abwärme sollte für ein Display mit LED-Backlight nicht anfallen.

Technik

3D Darstellung

Der Fujitsu P23T-6 FPR 3D bietet die Möglichkeit professionelle 3D-Anwendungen räumlich zu betrachten. Hierzu ist die beigelegte Polarisationsbrille und ein 3D-fähiger Grafikcontroller erforderlich, der die 3D-Ausgabe im Zeilen-Interleave-Verfahren unterstützt. Es werden nur noch passende 3D-Anwendungen mit den entsprechenden Treibern benötigt oder aber Software, die 2D-Inhalte in das 3D-Bildformat umrechnet. Fujitsu hat dabei professionelle Anwender von CAD/CAE-Systemen, Simulationssoftware, Geo- bzw. Satelliten-EDV-Systemen, aber auch Mediziner und Architekten im Blick.

Die von LG eingeführte 3D FPR-Technik, die bereits in Kinofilmen zum Einsatz gekommen ist, soll sich vor allem durch ein flimmerfreies und damit ermüdungsarmes Betrachten der Bildinhalte auszeichnen. Beim Fujitsu P23T-6 FPR 3D wird dies mit dem Zeilen-Interleave-Verfahren und einer Bildwiederholrate von 60 Hz erzielt. Dabei sendet der Monitor zeilenweise Licht in unterschiedlich polarisierter Orientierung aus. Dies wird durch eine Folienbeschichtung des Panels erzielt. Die beigefügte Polarisationsbrille filtert jeweils ein polarisiertes Bild mit halber Zeilenauflösung für ein Auge heraus. Wird das Bild durch eine entsprechende 3D-Software erzeugt, errechnet unser Gehirn aus diesen beiden Bildern, die in den geraden und ungeraden Zeilen des Panels abgebildet sind, einen dreidimensionalen Eindruck, sobald die Brille aufgesetzt ist.

Dabei ist die Bildschirmhelligkeit reduziert, da von jedem Brillenglas eine Hälfte des Bildinhalts weggefiltert wird und somit jedes Auge nur noch die Hälfte des Lichts erhält. Die Brille ist leicht und kann preiswert auch für mehrere Nutzer hinzugekauft werden. Sie benötigt keine Batterien und schluckt deutlich weniger Licht als aktive Shutter-Brillen, bei denen nicht die Zeilenauflösung, sondern die Bildwiederholrate halbiert wird und bei zu geringer Frequenz ein flackerndes Bild entstehen kann. Der Bildeindruck ist mit der passiven 3D-Technik hingegen sehr angenehm und weniger anstrengend. Die Halbierung der vertikalen Auflösung fällt dabei kaum ins Gewicht. Für den optimalen 3D-Eindruck sollte man nur nicht zu sehr von einer frontalen Sitzposition vor dem Monitor abweichen.

Verzichtet man auf die Polarisationsbrille und auf die Aktivierung von 3D-fähiger Software, so ist der Fujitsu ein vollwertiges Business-Display für den normalen, zwei-dimensionalen Betrieb und bietet nunmehr die volle HD-Auflösung. Dem P23T-P IPS ist er somit ebenbürtig. Er bietet jedoch mit seiner Polarisationsbeschichtung die zusätzliche Möglichkeit, auch dreidimensionale Inhalte einfach und professionell darzustellen. Damit ist der Monitor auch für die neue Zukunftstechnik 3D gewappnet.

Betriebsgeräusch

Der Fujitsu P23T-6 FPR 3D arbeitete im Test in allen Einstellungen völlig geräuschlos. Auch bei abgeregelter Helligkeit war keinerlei Brummen oder Pfeifen zu hören. Genauso wenig ist auf der Rückseite ein Betriebsgeräusch zu vernehmen, so dass der Monitor als lautlos bezeichnet werden kann.

Stromverbrauch

  Helligkeit Hersteller Gemessen EU 2010 Effizienz
Betrieb maximal 100 % 35,0 W 32,3 W - -
Werkseinstellung 55 % 27,0W 24,6 W - -
Arbeitsplatz 140 cd/m² 39 % - 21,6 W - 3,5 cd/W
Betrieb minimal 0 % - 15,0 W - -
Standby-Modus - 0,0 W 0,0 W 2,0 W -
Ausgeschaltet - 0,0 W 0,0 W 1,0 W -

Die vom Hersteller genannten Verbrauchswerte sind recht genau, unsere Messwerte fielen rund 10 Prozent günstiger aus. Wie die nur mittelmäßige Effizienz von 3,5 cd/W bei Arbeitsplatzhelligkeit zeigt, ist der P23T-6 FPR 3D trotz LED-Technik kein Stromsparer. Bauartbedingt haben IPS-Panels aber generell einen etwas höheren Stromverbrauch als TN-Geräte.

Interessant sind die Werte im Standby und im ausgeschalteten Zustand: der Monitor macht dazwischen keinen Unterschied, denn ein Relais schaltet die Stromzufuhr mit einem hörbaren Klick komplett ab. Ein wenig erinnert es an die Zeit der Röhrengeräte, dennoch ist diese Technik sehr wirkungsvoll. Der vorbildliche Standby-Verbrauch von 0,0 Watt erfüllt nicht nur die geltende EU-Richtlinie, sondern sicherlich auch alle zukünftigen Auflagen.

Anschlüsse

Der Fujitsu P23T-6 FPR 3D besitzt keinen HDMI-Eingang, dafür aber einen DisplayPort Anschluss, der mit einem entsprechenden Adapter abwärtskompatibel zu HDMI ist. Außerdem befinden sich auf der Rückseite unterhalb der Tragarmbefestigung Anschlüsse für DVI, VGA, Audio, USB 2.0 upstream und zweimal USB downstream. Beide digitalen Signaleingänge (DVI und DisplayPort) unterstützen den HDCP-Standard.

Auf der linken Seite befinden sich der Stromanschluss und ein Schalter, der einem Netzschalter zum Verwechseln ähnlich sieht, jedoch eine etwas andere Funktion hat. Er wird von Fujitsu auch als 0-Watt-Schalter bezeichnet. In der Stellung "0" wird die 0-Watt-Engergiesparfunktion für den Standby-Modus aktiviert. In der Stellung "1" wird dagegen der Basic-Energiesparmodus < 1 Watt aktiviert. Für den DisplayPort-Anschluss und auch bei einigen PCs muss der normale Standby-Modus (Stellung "1") verwendet werden, da sonst der Bildschirm dunkel bleibt und somit der Eindruck entstehen kann, dass er wirklich ausgeschaltet sei.

Anschlüsse des P23T-6 FPR 3D bei abgenommener Sichtblende.

Eine Buchse für eine Kensington-Lock-Diebstahlsicherung ist ebenfalls vorhanden. Zwei weitere USB-Anschlüsse auf der linken Displayrückseite runden die Anschlussmöglichkeiten ab. Sie können bei häufiger Nutzung auch ohne Blick hinter das Display schnell durch die Ausbuchtung ertastet und genutzt werden.

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