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TESTBERICHT: Samsung S27A850D Teil 6


In dieser Einstellung stimmt die Farbtemperatur schon recht gut. Die Abweichungen bei den Primärfarben und Graustufen sind trotz des großen Farbraums nicht gerade niedrig, aber für ein Consumergerät zufriedenstellend. Die Gammakurve verläuft allerdings abenteuerlich hoch und entgegen der Richtung der Normkurve.

Für Officezwecke ist die Farbwiedergabe in dieser Einstellung natürlich völlig in Ordnung, Film- und Fotoliebhaber könnten allerdings mehr erwartet haben und daher ein wenig enttäuscht sein.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung mit iColor hält der S27A850D die Vorgabewerte wie erwartet sehr gut ein. Die Farbtemperatur stimmt, die Abweichungen bei allen Farb- und Graustufen sind auf sehr geringe Werte zusammengeschmolzen. Der leicht erhöhte Range-Wert bei den Graustufen deutet darauf hin, dass die nominell geringen Abweichungen farblich nicht immer in dieselbe Richtung zeigen.

Bei unseren Vorbereitungen zeigte sich, dass der Gammaeinsteller in allen drei Stufen recht hohe Werte liefert, den kleinstmöglichen Durchschnittswert von 2,4 vor der Kalibrierung erhielten wir im Modus 1. Auch der kalibrierte Monitor tut sich im oberen Helligkeitsbereich etwas schwer mit der Einhaltung der vorgegebenen Gammakurve. Das Ergebnis ist insgesamt dennoch gut, der Maximalkontrast sinkt durch die Kalibrierung ebenfalls nicht nennenswert.

Zusammen mit der Blickwinkelstabilität des PLS-Panels erhalten Fotoamateure mit Interesse an einem großen Bildschirm ein wirklich interessantes Consumergerät mit sehr guter Farbwiedergabe. Ein LED-taugliches Colorimeter sollte allerdings vorhanden sein.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Der Samsung S27A850D löst nativ 2560 x 1440 Pixel auf. Eine Interpolation geringerer Auflösungen kann bei älteren Programmen oder Spielen mit begrenzter Auflösung sinnvoll sein und zur Entlastung schwächerer Grafikkarten beitragen. Auch beim Anschluss von Notebooks ist zunächst die Interpolationsfähigkeit des Monitors gefragt.

Die Interpolation der beiden 16:9 HD-Formate gelingt erwartungsgemäß problemlos. Die bei Notebooks häufiger anzutreffenden Auflösungen von 1600 x900 und 1366 x 768 gibt der Monitor hingegen nur pixelgenau oder deutlich gestreckt wieder. Dies lässt sich im OSD-Menü unter dem Menüpunkt Bildgröße bestimmen.

Gängige 4:3 und 16:10 Formate werden einheitlich, je nach gewählter Einstellung, seitlich beschnitten oder auf Vollbild gestreckt. Im Handbuch werden alle automatisch unterstützten Standardsignalmodi aufgeführt.

Die Bildschärfe ist mit dem voreingestellten Wert von 60 gut gewählt. Eine weitere Schärfung bringt keine sichtbaren Vorteile. Geringere Werte können bei gröberen Auflösungen für eine deutlich weichere Textwiedergabe sorgen.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 auf ca. 94 Prozent Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei anderen Auflösungen im 16:10 oder im 4:3-Format treten in feinen Strukturen leichte Interferenzen und Unschärfen auf. Die Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln gibt der Monitor recht sauber wieder, da er selbst die vierfache Auflösung des einfachen HD-Formats besitzt.

Der Monitor besitzt genügend Pixel, um auch andere Auflösungen sehr gut und nahezu ohne störende Artefakte zu interpolieren. Die zusätzlich eingefügten grauen Bildpunkte führen zwangsläufig zu etwas fetteren Konturen und zu einem etwas unscharfen Bildeindruck. Farbsäume treten nicht auf. Auch bei allen anderen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsfaktor entsprechend – gut bis sehr gut.

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