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TESTBERICHT: AOC d2769Vh Teil 5


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Standard Warm.

Die Werkseinstellung ist ein wenig warm, der native Weißpunkt liegt 300K unterhalb der Referenztemperatur von 6500K. Bei den Graustufen hält sich die Farbtemperatur innerhalb eines Bereiches von -240K, die deltaC-Abweichungen und auch der Rangewert sind dementsprechend schlecht. Das Gamma liegt im Mittel nur bei 1,99, die Kurve ist aber stark abfallend und absolut nicht normgerecht.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe dennoch völlig ausreichend. Mit Blick auf die Eignung für farbverbindliches Arbeiten bewerten wir in der Werkseinstellung nur die Grauwiedergabe. Wegen des erhöhten Rangewertes und des nicht konsistenten Weißpunkts ergibt sich schließlich nur eine sehr schlechte Bewertung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der sRGB-Einstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Visuell liefert der sRGB-Modus den gleichen Bildeindruck wie der zuvor beschriebene Standardmodus. Die Messsonde kommt zum selben Ergebnis, die Graubewertung ändert sich also nicht. Bei den Buntfarben finden wir viele große und mittlere Abweichungen, dadurch wird der Mittelwert sehr hoch. Zusammen mit dem wiederum nicht konsistenten Weißpunkt ergibt sich auch hier nur eine sehr schlechte Note.

Leider ist der Helligkeitsregler im sRGB-Modus wieder einmal gesperrt. Mit 236 cd/m² ist die Helligkeit für gewöhnliche Arbeitsumgebungen viel hoch eingestellt. Für eine solche Sperre gibt es keinen vernünftigen Grund.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erzielt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) erreicht man erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Anwendermodus justiert. Hierfür mussten die Rot- und Grün- ein wenig abgesenkt werden. Der anschließend gemessene Gammawert von 1,97 war ein wenig niedrig. Die beiden anderen Stufen des Gammareglers brachten uns aber nicht weiter: Gamma2 lieferte einen viel zu niedrigen Messwert von nur 1,67 ab, während Gamma3 die Farbmischung sichtbar veränderte. Wir sind dann doch lieber bei Gamma1 geblieben.

Die Charts belegen den Erfolg der Kalibration. Beim Grauverlauf sehen wir nur noch kleine und kleinste Abweichungen, auch der Rangewert bleibt noch im grünen Bereich. Die Gammakurve hält sich jetzt gut an den Normverlauf. Bei den Primärfarben kann das fehlende Farbraumvolumen natürlich nicht herbeigezaubert werden, doch die Mischfarben gelingen schon sehr gut. Der Kontrastwert geht um 11 Prozent zurück, bleibt aber nach wie vor auf einem sehr guten Niveau.

Nach der Kalibrierung zeigt der d2769Vh mit guter Farbwiedergabe was ab Werk möglich gewesen wäre, wobei natürlich mit der eingeschränkten Farbraumabdeckung ein farbverbindliches Arbeiten kaum möglich ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

3D-Modus

Da auf der CD keine 3D-Software und keine 3D-Demos dabei lagen, wurden zum Test 3D-Polarisationsbilder und –filme aus dem Internet verwendet. Die 3D-Darstellung hinterlässt einen etwas gemischten Eindruck. Erst ab einem Abstand von etwa 1,50 m vom Monitor stellt sich ein halbwegs sauberer 3D-Eindruck ein. Besonders bei Fotos verschwinden inhaltsabhängige Geisterbilder erst mit größer werdendem Abstand. Bei 2 m Abstand waren die meisten Fotos nahezu frei von Geisterbildern.

Bei geeigneten Fotos und Filmen ist der 3D-Effekt zwar sehr gut zu sehen, aber die Bildqualität bleibt doch erheblich hinter dem eines guten 2D-Fotos und der von guten 2D–Full-HD-Filmen auf demselben Monitor zurück. Zudem ist der 3D-Effekt stark blickwinkelabhängig in der Vertikalen. Wenn man auf einem Stuhl sitzend senkrecht auf den Bildschirm schaut und in 1,50 m einen sehr guten 3D-Effekt sieht, verschwindet der 3D-Effekt komplett wenn man lediglich aufsteht. In der Horizontalen ist die Blickwinkelabhängigkeit deutlich weniger stark und man hat bei einem seitlichen Betrachtungswinkel von 45° immer noch einen guten bis sehr guten 3D-Effekt. Es spricht also nichts dagegen, wenn man mit mehreren Personen, die nebeneinander sitzen, 3D-Inhalte betrachten möchte.

Für den AOC d2769Vh können im OSD die 3D-Modi "Auto", "3D-Darstellung von 2D-Medien erzwingen", "Darstellung im Side by Side-3D-Modus erzwingen" und "Darstellung im "Top/Bottom"-3D-Modus erzwingen" eingestellt werden. Schaut man sich 3D-Fotos in normaler Polarisationstechnik an, bedarf es keinerlei Umschaltung und man muss lediglich die mitgelieferte Polarisationsbrille aufsetzen, um die Fotos direkt in 3D sehen zu können. Hier funktioniert der "Auto"-Modus gut. Wer Spaß an 3D-Filmen und 3D-Fotos hat, kann mit diesem Monitor durchaus zu einem guten 3D-Erlebnis kommen.

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