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TESTBERICHT: AOC e2460Phu Teil 5


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Farbeinstellung Warm, Gamma 1, Helligkeit 90 und Kontrast 50.

Außer der Farbeinstellung Warm gibt es noch Kühl, Normal und sRGB. Die Einstellung Normal wirkt bereits recht kühl, Warm und sRGB bieten das natürlichste Bild. Diese beiden Einstellungen weisen sehr ähnliche Farbstimmungen auf, wobei die sRGB-Einstellung sich ein kleines bisschen mehr an die Normvorgabe hält.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Mit 6474K ist die Farbtemperatur bei 100% Weiß normgerecht, doch leider fällt sie dann schlagartig ab und legt bei den dunkleren Grauwerten eher bei etwa 6250K. Dementsprechend sind die deltaC-Abweichungen recht groß, auch der Rangewert fällt sehr groß aus. Die Abweichungen bei den bunten Farben sind ebenfalls sehr hoch. Die Gammakurve ist bis etwa 85% Weiß noch hinnehmbar, stürzt dann aber regelrecht ab.

Die sRGB-Vorgaben werden hier nur schlecht eingehalten, für farbverbindliches Arbeiten kann diese Einstellung nicht empfohlen werden. Ein großer Nachteil liegt auch darin, dass die Helligkeit im sRGB-Modus nicht verändert werden kann, zum dauerhaften Arbeiten ist die Voreinstellung von über 190 cd/m² viel zu hoch.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Anwendermodus justiert, dafür mussten die Rot- und Blau-Regler deutlich abgesenkt werden. Der anschließend gemessene Gammawert von 2,43 war viel zu hoch, erst die Änderung des Gammareglers auf Stufe 2 lieferte ein vernünftiges Ergebnis von 2,14. Jetzt konnten auch die Farbregler wieder nach oben korrigiert werden. Für die Farbkorrektur des Colorimeters wählten wir das beigepackte White-LED Profil.

Die Charts zeigen, dass die Nichtlinearitäten der Monitorelektronik durch die Kalibration weitgehend ausgeglichen werden können. Die Gammakurve ist jetzt einigermaßen glatt, die Graustufenabweichungen und auch der Range-Wert liegen durchweg im grünen Bereich. Bei den Primärfarben sind die Abweichungen nach wie vor hoch, den beschränkten Farbraum kann auch die Kalibration nicht vergrößern. Positiv ist, dass der Kontrastwert unter der Kalibration nicht leidet. Für farbkritische Anwendungen kann der E2460Phu dennoch nicht genutzt werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Die Einstellung des passenden Bildformats ist beim E2460Phu einfach gelöst: Bei den 16:9-Auflösungen wird stets ein Vollbild gezeigt. Bei allen anderen Seitenverhältnissen kann außer dem Vollformat nur die seitengerechte Darstellung gewählt werden (Option Auto), dadurch wird das Bild auf die volle Panelhöhe von 1080 Pixel skaliert.

Auflösungen wie 1680 x 1050, die davon nur wenig abweichen, leiden sehr unter der zwangsläufigen Skalierung, denn einen pixelgenauen 1:1-Modus gibt es nicht. Im OSD unter Menü-Punkt "Extra" wird auch bei jeder Eingangsauflösung nur die tatsächliche angezeigte Auflösung angegeben und diese ist 1920 x 1080 bei 67KHz und 60Hz.

Die nachfolgenden Bilder zeigen grob die Interpolationsqualität des AOC E2460Phu. Da kein Schärferegler angeboten wird, können interpolierte Auflösungen nicht nachjustiert werden.

Links: Testgrafik 1920 x 1080 (nativ) und rechts: 1280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe: nativ

Textwiedergabe: 1280 x 720.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist tadellos. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik - dem Skalierungsgrad entsprechend - gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

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