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TESTBERICHT: AOC q2963Pm Teil 4


Bildqualität

Die Oberfläche des Panels ist matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflektionen auf dem Bildschirm.
Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 90, Kontrast 50, Gamma1, Farbeinstellung Warm. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung einwandfrei, es ist kein Banding zu beobachten. Ein leichter Gelbschimmer taucht in den oberen Graubereichen auf.

Graustufen und -verlauf.

Bei der Graustufendarstellung schneidet der AOC q2963Pm sehr gut ab: selbst die hellste und die dunkelsten Stufen werden noch erkennbar dargestellt. Auch wenn man aus extremeren Betrachtungswinkeln auf die Graustufen schaut, so bleiben die hellen Bereich noch differenzierbar. Bei den dunkelsten Werten nimmt dagegen die Erkennbarkeit ab und erst ab etwa dem 5. Feld wird der Unterschied sichtbar.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Das Backlight besitzt einen deutlichen Abfall von links nach rechts. Das zweite Bild mit längerer Belichtung ist eigentlich nicht mehr notwendig um zu erkennen, dass der AOC q2963Pm hier eine deutliche Schwäche hat. Die wolkige Aufhellung von links fällt auch in nicht absolut abgedunkelten Räumen auf.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Helligkeits- und Kontrastverlauf.

Die Leuchtdichte (Weißwert) kann linear zwischen 72 und 216 cd/m² eingestellt werden. Die dunkelste Einstellung ist nicht zu niedrig und in sehr dunklen Räumen noch gut verwendbar. Für sehr helle Umgebungen ist die maximale Einstellung allerdings zu knapp bemessen, unser Messwert bleibt sogar noch deutlich unter der ohnehin nicht sehr hohen Herstellerangabe von 250 cd/m². Für die empfohlene Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² ist der Regler auf 47 einzustellen.

Die Schwarzwerte liegen zwischen 0,07 und 0,20 cd/m², daraus errechnet sich ein durchschnittliches Kontrastverhältnis von sehr guten 1.090:1 – ein typischer Wert für aktuelle IPS-Panels. Auch visuell sind Schwarzwert und Kontrast sehr gut.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild.

Die Helligkeitsverteilung bei einer weißen Fläche, hat eine sehr gute Bewertung redlich verdient. Schon der Mittelwert von 97,4 Prozent kann sich absolut sehen lassen, doch auch die Verteilung in der Fläche ist sehr gut: lediglich an vier unserer 15 Messpunkte geht die Abweichung ein bisschen über 5 Prozent hinaus.

Bei der Farbreinheit sieht es ganz anders aus. Das mittlere deltaE von 1,6 ist noch ganz zufriedenstellend, doch die beiden Höchstwerte von 3,4 und 4,9 rechts unten führen zur Abwertung auf eine sehr schlechte Note.

Mit dem bloßen Auge wirkt die Bildfläche weitestgehend gleichmäßig, nur ein etwa handbreiter Bereich am rechten Rand wirkt dunkler. Bei normalem Sitzabstand fällt dies allerdings schon mit einem aufziehenden Grauschimmer zusammen, der bei horizontalen Blickwinkeln ab etwa 45 Grad deutlich auffällt. Noch stärker sieht man dies bei vertikalen oder diagonalen Blickwinkeln.

Blickwinkel

Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Das Foto zeigt den Bildschirm des AOC q2963Pm bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Seitlich beginnt ab etwa 45 Grad eine Kontrastreduktion, das Bild beginnt blasser zu werden. In der Vertikalen ist die Blickwinkelabhängigkeit etwas stärker, vor allem von unten betrachtet verdunkelt sich das Bild schon bei 20 Grad und der Kontrast nimmt ab.

Insgesamt jedoch ist die Beeinträchtigung durch den Betrachtungswinkel nicht extrem und bleibt im Rahmen dessen was von aktuellen IPS Panels zu erwarten ist. Bei einem normalen Arbeitsabstand sind Farben und Kontrast auch in den Randbereichen des breiten Bildschirms visuell identisch zu denen in der Mitte.

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