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TESTBERICHT: Asus PA249Q Teil 7


Vergleich der AdobeRGB-Einstellung mit dem AdobeRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der AdobeRGB-Einstellung.

Der AdobeRGB-Modus ist mit 187 cd/m² (H 50) noch dunkler. Wieder liegt der Weißpunkt bei 7200K, der Abstand zur Blackbody-Kurve ist mit deltaE 6,49 nochmals größer. Die übrigen Messwerte entsprechen der sRGB-Bewertung.

Wieder wird der Farbraum im Monitor beschnitten, diesmal bleiben gar nur 90 % AdobeRGB übrig. Prompt gehen die deltaE-Werte bei den Buntfarben in die Höhe – man fragt sich, warum dieser Preset so eingestellt wird, wo doch der volle Farbumfang offenbar möglich ist. Auch im AdobeRGB-Modus erhält der PA249Q schließlich nur eine befriedigende Note.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung im Anwendermodus 1.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8.5 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Alle drei Gain-Regler waren massiv anzupassen, schließlich ergaben sich folgende Werte: Rot 49, Grün 42 und Blau 45. Der gemessene Gammawert von 2,34 war eigentlich zu hoch, wäre aber durch Änderung auf 1.8 im OSD wiederum viel zu niedrig geworden. Also starteten wir die Kalibrierung.

Das Ergebnis war, wie die Charts zeigen, eine herbe Enttäuschung. Die Graubalance samt Gammakurve gelingt noch wirklich gut, doch der relativ hohe Rangewert deutet schon auf unbefriedigende Farbneutralität hin. Die Abweichungen bei den Buntfarben sind schließlich ein Desaster: hier stimmt nichts mehr, weder die Primär- noch die Mischfarben. Ganz offensichtlich arbeitet die Farbsteuerung des Asus PA249Q so nichtlinear, dass ihr mit matrixbasierter Kalibrierung nicht beizukommen ist.

Etliche Versuche später hat sich erwiesen, dass sich die besten Kalibrationserfolge einstellen, wenn der Monitor zuvor auf den jeweils passenden Werksmodus eingestellt wird. Glücklicherweise ist in diesen Fällen immer der Helligkeitsregler im OSD einstellbar, wir können also ohne Dynamikverluste gegen maximale Helligkeit kalibrieren. Bei den Farbwerten kann sich die Softwarekalibration dagegen nur noch innerhalb der beschränkten Vorgaben des jeweiligen Presets bewegen.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung im sRGB-Modus.

Im OSD auf den sRGB-Modus eingestellt und kalibriert zeigt die Farbwiedergabe klare Verbesserungen. Neben den durchweg verkleinerten Abweichungen fällt auch die Qualität des Weißpunkts deutlich besser aus. Die charakteristischen Krümmungen der Gammakurve kann auch die Kalibration nicht ganz ausbügeln. Die Helligkeit geht nochmals auf jetzt 170 cd/m² (H 50) zurück, auch der Kontrast muss mit nur noch 725:1 leiden – hier hätte der Standard-Modus mit 254 cd/m² und 890:1 einiges mehr zu bieten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem AdobeRGB-Arbeitsfarbraum

Unsere Erfahrungen mit dem Adobe-Farbraum entsprechen denen, die wir schon bei sRGB beschrieben haben. Nach der Kalibrierung im Anwendermodus sieht die Graubalance sowohl bei AdobeRGB wie auch eciRGBv2 noch ganz gut aus, doch die Farbwiedergabe liegt wieder krass daneben.

Farbwiedergabe AdobeRGB nach der Kalibrierung im Anwendermodus 1.

Farbwiedergabe eciRGBv2 nach der Kalibrierung im Anwendermodus 1.

Im AdobeRGB-Modus kalibriert verbessert sich die Farbwiedergabe genauso wie schon im Fall sRGB. So ganz im grünen Bereich liegen die Messwerte noch nicht, aber für ein gutes Zufriedenstellend reicht es allemal. Wäre nicht die merkwürdige Farbraumbeschränkung im Adobe-Modus vorgegeben, könnte das Ergebnis wahrscheinlich sogar gut ausfallen.

Auch hier verbessert sich die Qualität des Weißpunkts deutlich. Helligkeits- und Kontrastverlust sind wie schon im Fall sRGB nicht unerheblich.

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