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TESTBERICHT: BenQ GW2760HS Teil 5


Vergleich der sRGB-Einstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Visuell wie messtechnisch unterscheidet sich der sRGB-Modus nicht sehr vom zuvor beschriebenen Standardmodus, auffällig ist vor allem der Rückgang der Helligkeit von 100 auf 90 Prozent. Leider wurde die Gammakurve hier sehr niedrig eingestellt, sie entspricht eher dem in der Druckvorstufe üblichen Wert von 1,8.

Bei den Buntfarben gelingt die Mischung schlecht, die Abweichungen bei den Primärfarben Rot und Grün können wegen der knappen Farbraumabdeckung auch nicht besser ausfallen.

Im sRGB-Modus kann der GW2760HS nicht überzeugen. Für farbverbindliches Arbeiten ist diese Einstellung nicht geeignet.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert, dafür wurde aber nur der Blau-Regler um einen Punkt abgesenkt. Der gemessene Gammawert von 2,29 war uns zu hoch, mit der Einstellung Gamma 2 ergaben sich dann bessere 2,13. Für die Farbkorrektur des Colorimeters wählten wir das von Xrite mitgelieferte White-LED Profil.

Die Charts zeigen, dass sich die Farbwiedergabe durch die Kalibration entscheidend verbessert. Die Abweichungen bei den Graustufen sind jetzt durchweg sehr klein, nur der 10%-Wert sticht noch heraus. Die Gammakurve folgt nun gut dem Normverlauf. Auch bei den Mischfarben sind die Abweichungen nur noch sehr gering, was man von Rot und Grün leider nicht sagen kann: hier fehlen schlicht die entsprechenden Enden des sRGB-Farbraums. Der hohe Kontrastwert zeigt sich von der Kalibration völlig unbeeindruckt.

Nach der Kalibrierung kann der GW2760HS mit guter Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen überzeugen, solange man um seine Rot-Grün-Schwäche weiß. Bei entsprechenden Ansprüchen z.B. in der engagierten Fotobearbeitung ist der Kauf eines Colorimeters völlig gerechtfertigt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Gewählt werden können als Darstellungsmodus eine Streckung auf das Vollbild oder eine seitengerechnet vergrößerte Anzeige. Eine 1:1 Darstellung ist nicht möglich und muss bei Bedarf über den Grafikkartentreiber erzwungen werden.

Wir haben verschiedene Auflösungen getestet, die alle problemlos seitengerecht dargestellt werden konnten, bei einigen gab es allerdings im oberen und unteren Bereich zusätzliche kleine schwarze Balken, die im Betrieb aber kaum stören dürften.

Direkt gegenübergestellt haben wir der nativen Auflösung die 16:9 Auflösung 1.280 x 720 die aufgrund des gleichen Seitenverhältnisses bildschirmfüllend dargestellt werden kann. Gewählt werden sollte diese Auflösung, wenn die Leistung der Grafikkarte nicht ausreicht, um bestimmte Anwendungen in der nativen Auflösung betreiben zu können.

Unsere Empfehlung bei dieser Auflösung geht genau in die andere Richtung als bei der Beurteilung der subjektiven Bildqualität. Dort haben wir eine Reduzierung der Schärfe empfohlen, hier sollte sie dagegen angehoben werden, um das Ausgangsbild zu verbessern. Eine leichte Unschärfe bleibt aber weiterhin vorhanden, so dass insgesamt eine gute Note erreicht werden kann. Die native Auflösung haben wir mit der voreingestellten Schärfe abgebildet, so dass die Überschärfung im Detail beobachtet werden kann.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.


Textwiedergabe, oben: nativ; unten: 1.280 x 720 Vollbild.

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