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TESTBERICHT: BenQ VW2430H Teil 5


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset befindet sich der Monitor im Modus Standard mit der Farbeinstellung Normal. Der Gammaregler steht auf Stufe 3. Da wir im OSD auch eine sRGB-Einstellung finden, haben wir diese für die Farbuntersuchung verwendet.

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

In der sRGB-Einstellung ist die Farbstimmung mit 7000K ein wenig kühl. Die Abweichungen bei den Primärfarben sind groß, bei den Graustufen dagegen sehr gering. Die Gammakurve verläuft sehr flach bei nur 2,0.

Für alle üblichen Consumerzwecke wie Internet, Textverarbeitung und Filme ist die Farbwiedergabe in dieser Einstellung dennoch gut geeignet. Fotoliebhaber werden sich am arg beschränkten Farbraum und der niedrigen Gammakurve stören.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung mit iColor und dem i1 Display Pro hält der VW2430H die Vorgabewerte wesentlich besser ein. Farbtemperatur und Gammaverlauf passen jetzt sehr gut, die Graustufenwiedergabe ist ebenfalls gut geblieben. Die Abweichungen bei den Primärfarben sind zwar kleiner geworden, aber wegen des beschränkten Farbraums nach wie vor erheblich.

Mit dem Gammaregler in der Voreinstellung 3 erhielten wir mit 2,4 einen recht hohen Messwert, daher haben wir vor der Kalibrierung die Stufe 2 gewählt. Mit 2,21 war das Messergebnis dann deutlich günstiger. Die Farbmischung änderte sich durch den veränderten Gammaregler nicht.

Nach unserer Kalibrierung hat sich die Farbwiedergabe messtechnisch verbessert, für das bloße Auge ist der Unterschied dagegen eher gering. Der sehr guten Blickwinkelstabilität des VA-Panels steht die eingeschränkte Farbraumabdeckung gegenüber: ein vorhandenes Colorimeter zu benutzen ist sicherlich sinnvoll, eine Neuanschaffung wird sich dagegen nur in Einzelfällen lohnen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Die Darstellung von Auflösungen mit abweichendem Seitenverhältnis lässt sich beim BenQ VW2430H im OSD bedingt einstellen. Abgesehen von der Standard-Einstellung "Voll" lässt sich das Bild auch mit korrektem Seitenverhältnis, dafür aber auf maximal mögliche Größe erweitert darstellen. Eine Darstellung mit festem Seitenverhältnis wie 4:3 oder 5:4 ist hingegen nicht als separate Funktion integriert. Auch eine 1:1-Darstellung fehlt.

Über das OSD lässt sich die Schärfe des Bildes nachstellen. Hier sind Werte von 1 bis 10 möglich. Die Funktion steht ab Werk auf 5. Eine Absenkung des Wertes führt sofort zu einem zunehmend unscharfen Bild. Eine Nachschärfung des Bildes um eine Stufe ist ohne besondere Negativeffekte möglich. Darüber hinaus zeigen sich aber verfärbte Konturen.

Im Folgenden betrachten wir die Darstellung der nativen Auflösung im direkten Vergleich zur kleinen HD Auflösung 720p.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Abgesehen von der zu erwartenden minimalen Unschärfe bedingt durch die niedrigere Auflösung, zeigt der VW2430H 720p-Material mit gutem Ergebnis an. Sowohl Texte wie auch feine Grafiken weisen nur minimale Unterschiede zur nativen 1080p-Auflösung auf, die sich durch etwas fettere Konturen darstellen.

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2 Kommentare vorhanden


Danke für den Test. Hört sich doch soweit mit dem hohen Kontrast und der einstellbaren Spielefähigkeit gut an, um meinen defekten OLED zu ersetzen. Das Ausleuchtungsproblem mag bei anderen Geräten besser (oder schlecher) sein.
Ergonomie egal bei 200 €. Mein OLED stand direkt hinter der Tastatur und ließ sich gar nicht verstellen. ;-)

Kann man dem kalibrierten Bild auch durch den Grafiktreiber näher kommen?
Wie weit ist die Vorgabe aus dem PDF (Brightness 21, Contrast 50, RGB Gain 100 100 98, Gradation 2) vom kalibrierten Bild entfernt?
Die Wert aus dem PDF-Dokument können nur als Rahmen dienen. Das was die Grafikkarte nachher verändert, können wir leider nicht abbilden.

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