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TESTBERICHT: BenQ XL2720T Teil 5


Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Mit 6753K ist die Farbtemperatur bei Weiß (100%) unverändert, die Graustufen werden allerdings kühler und liefern deshalb etwas höhere deltaC-Werte ab. Die Gammakurve verläuft jetzt glatter, hat sich aber enorm nach oben verschoben und erinnert an manchmal anzutreffende DICOM-Abstimmungen. Bei den Primärfarben sind die Abweichungen viel kleiner geworden, doch die Mischfarben gelingen gar nicht mehr gut.

Die sRGB-Vorgaben werden im Kern einigermaßen zufriedenstellend eingehalten, doch die Details zeigen, dass es selbst für nur gelegentliches farbverbindliches Arbeiten keinesfalls reicht. Der sonst gern genommenen Verwendung als farblich korrekter Kinomodus steht hier leider die steile Gammakurve entgegen, für Filme und Fotos eignet sich der FPS1-Modus besser.

Anders als bei vielen Consumer-Monitoren wird der Helligkeitsregler nicht gesperrt. Die Helligkeit ist im sRGB-Modus zwar mit 90 Prozent vorgegeben, kann aber anschließend frei eingestellt werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Hier stand der Gammaregler zunächst auf Stufe 3, Grün und Blau mussten wir ein wenig absenken. Der anschließend gemessene Gammawert war uns mit 2,54 aber viel zu hoch, daher haben wir die Justierung mit Gamma 1 noch einmal wiederholt. Auch hier war das Ergebnis mit 2,30 noch nicht zufriedenstellend, aber nicht weiter zu verbessern.

Die Charts zeigen, dass die Nichtlinearitäten der Monitorelektronik durch die Kalibration gut ausgeglichen werden können. Die Abweichungen sind bei den Graustufen und vor allem bei den Buntfarben sehr viel kleiner geworden. Auch die zuvor so stark überhöhte Gammakurve folgt jetzt dem Normverlauf, bis auf einen Einbruch bei den ganz hellen Graustufen. Der Kontrastwert nimmt durch die Kalibration nicht ab.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Die Interpolation beim XL2720T ist ein Fall für sich, denn im Test bereitete das Gerät einige Probleme, was die Auflösungen anbelangt. Mit der im Test verwendeten AMD HD7850 ließ sich beispielsweise keine echte Auflösung von 1280 x 720 Pixel erzwingen.

Obwohl die Monitoreinstellung "Voll" für Vollbild anzeigte, wollte das Gerät die Auflösung nicht akzeptieren. Die Auflösung 720p wurde gekonnt ignorierte und der XL2720T nahm stattdessen eine Auflösung von 1280 x 1024 und zeigte darauf die Auflösung mit 720 Zeilen, wodurch das Bild verzerrt und mit schwarzen Balken wiedergegeben wurde. Selbiges Problem fiel auch bei weiteren AMD Karten auf. Mit einem integrierten Grafikchip von Intel konnte schlussendlich dennoch der Test mit 1280 x 720 fortgesetzt werden.

Die intelligente Anpassung lässt sich bei den digitalen Eingängen nicht verwenden, dennoch gibt es im Menü eine Schärfeeinstellung, die übergreifend wirkt. Die Standardeinstellung kann beibehalten werden, da eine höhere Schärfe mit Artefaktbildung einhergeht und weniger Schärfe aus subjektiver Sicht keinen Sinn macht.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1.280 x 720 wird das Lesen durch die dickeren Konturen ab Punkt 10 Abwärts schon fast unmöglich. Das gleiche Bild ergibt sich auch im Vergleich der Gittergrafiken.

Die native Auflösung sollte nach Möglichkeit verwendet werden, denn in anderen Bereichen fühlt sich der Monitor wie ein Fisch auf dem Trockenen. Die Schärfe weicht und hinterlässt einen matschigen Eindruck. Auch bei der Interpolation kann der Monitor nur mit befriedigenden Ergebnissen aufwarten.

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5 Kommentare vorhanden


Hallo,

wird der 3D Modus noch nachgereicht / getestet?
Ich hatte extra bezahlt um mich darüber zu informieren. Lg Micha
Der Test umfasst alle die Punkte, die wir generell testen. Verändert wird nichts mehr. Nvidias Geforce 3D Vision ist ja nicht im Lieferumfang enthalten, obwohl es unterstützt wird. Nur diese Anschaffung muss ja separat erfolgen.
Hallo,
ich habe ebenfalls extra für den Test bezahlt, um mehr über den 3D Modus zu erfahren.
Beim Asus VG278HE wurde ja auch der 3D Modus getestet, obwohl das Nvidia 3D Vision Kit 2 nicht Teil des Lieferumfangs ist.
Ich bitte um Ergänzung und mehr Information zum 3D-Modus.
Herzlichen Dank!

Im Punkt Reaktionsverhalten:
"Der Durchschnittswert über alle 15 Messpunkte geht dadurch letztlich „nur“ von 4,2 Millisekunden bei 60 Hz auf 3,2 Millisekunden bei 120 Hz zurück.[...]"

Nach der abgebildeten Grafik ergeben sich aber nicht 3,2 Millisekunden, sondern 3,1 Millisekunden.

BG
Latenzzeit:

"Bei 60 Hz ist die Signalverzögerung des XL2720T mit 5,8 Millisekunden nicht besonders kurz, aber völlig akzeptabel. Zusammen mit der halben mittleren Bildwechselzeit von 5,8 Millisekunden (Premium) ergibt sich mit 7,9 Millisekunden eine kurze mittlere Gesamtlatenz."

Die zweite "5,8" ist eine 2,1.

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