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TESTBERICHT: BenQ XL2720T Teil 7


Subjektive Beurteilung

Doch nun soll der Gaming Monitor zeigen, wofür er gemacht wurde. Im Reaktionstest will sich BenQ profilieren und wirbt mit einer Millisekunde. Hält die Technik was sie den Spielern verspricht und können echte Gamer wirklich von dem schnellen Wechsel profitieren?

Die Antwort ist ja. Zwar fällt der Unterschied im Millisekunden Bereich klein aus, doch mit einem geschulten Blick kann dieser kurze Moment erfasst werden. Für den Gelegenheitsspieler ist dies unwichtig, aber für kompetitives Gaming kann dieser Faktor wichtig sein. Ob ein Spieler den Vorteil von wenigen Millisekunden nutzen kann oder nicht, sei dahingestellt. Die Technik hält hier was sie verspricht.

Doch es ist nicht nur die schnelle Reaktionszeit, die den BenQ zum Gaming-Monitor macht, sondern auch die Umsetzung. In den Einstellungen AMA Premium und Sofortbildmodus Ein zeigt der Test mit Pixperan, dass Bewegungsunschärfen stark minimiert werden. An den Objekten tritt dafür klar erkennbar der Korona-Effekt auf.

In der Praxis wird dieser aber nur dezent wahrgenommen. In schnellen Spielen tritt Flimmern an den Texturen auf, allerdings wirkt dies nicht übermäßig aufdringlich. Für normale Spieler ist der AMA Modus Hoch zu empfehlen, da hier ein guter Kompromiss gefunden wurde. Trotz schärferen Bewegungen tritt hier nur ein relativ unscheinbarer Korona-Effekt auf, der in Spielen kaum wahrnehmbar ist.

Um allerdings die ganzen Vorzüge nutzen zu können, sollte dem zukünftigen Besitzer klar sein, auch der restlichen Hardware Tribut zu zollen. Aktuelle Spiele mit einer Bildrate von 120Hz zu betreiben, verlangt Komponenten aus dem High-End Sektor und sind wie dieser Monitor kostspielig.

Sound

Über eingebaute Lautsprecher verfügt der XL2720T nicht. Die einzige Möglichkeit Sound über den Monitor zu nutzen ist der Kopfhörerausgang. Das Tonsignal wird über die HDMI Schnittstelle weitergegeben.

DVD und Video

An die beiden HDMI-Buchsen des XL2720T können HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen direkt angeschlossen werden. Wir haben den Anschluss HDMI #2 benutzt.

Test der Videoeigenschaften.

Aufgrund der Farbmessungen haben wir folgende Einstellungen gewählt: Bildmodus Standard, Farbton Normal und Gamma 1. Den Overdrive haben wir in der Voreinstellung Hoch belassen.

Full-HD-Videos liefern kräftige und betonte Farben, die schon ein wenig bonbonartig wirken. Bei den Hauttönen sind vor allem die dunkleren recht betont, innerhalb des Bildes aber noch stimmig. Schwarzwert und Bildkontrast sind gut, Details werden in dunklen wie in hellen Szenen gut durchgezeichnet. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen haben wir nicht beobachtet.

Die im Vergleich zu VA- oder IPS-Panels deutlich stärkere Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe macht mit mehreren Zuschauern nicht viel Spaß. Weiter außen Sitzende müssen sich mit verblassenden Farben und schlechtem Kontrast zufrieden geben, das taugt eigentlich nur als Notlösung.

Skalierung,Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720 und 1080 skaliert der XL2720T erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild (Voreinstellung Breit). Weitere videorelevante Optionen sind 4:3 und 16:9, die ebenfalls möglichen 5:4 und 16:10 gehören eher zum PC-Bereich.

Für Blu-ray-Videos fehlt die 21:9-Option, auch die manchmal gewünschte pixelgenaue Darstellung (1:1) ist nicht möglich. Leider agiert die Skalierung etwas willkürlich und stellt weder volle Höhe noch volle Breite ein, sondern lässt ringsum stets schwarze Balken.

Dem Datenblatt können wir keine Hinweise zu Halbbildmaterial entnehmen. In unserem Versuch können wir 480i, 576i und 1080i zuspielen, aber das ungenießbare Bild zittert stark, ein Deinterlacer fehlt also. Progressives Material wird mit 60p, 50p und 1080p24 (nur an HDMI) akzeptiert und einwandfrei wiedergegeben. Der Judder bei 50 Hz ist sehr gering, bei 24p allerdings viel deutlicher.

Overscan

Die Overscan-Option arbeitet mit einer festen Vorgabe. Das Bild wird rechts und links um etwa 40 Pixel sowie oben und unten um etwa 25 Pixel beschnitten und dann auf die volle Bildschirmgröße hochskaliert.

Farbmodelle und Signallevel

Auch der korrekte RGB-Signalumfang am HDMI-Eingang kann eingestellt werden. Am Blu-ray-Player passte der beschränkte Level (16-235) von alleine, am PC mussten wir manuell auf den vollen Umfang (0-255) umstellen.

Die Option "Farbformat" im OSD schien uns zunächst für die Wahl des Farbmodells gedacht zu sein, doch leider blieb sie an allen von uns ausprobierten HD-Zuspielern ausgegraut und nicht zugänglich. Probleme mit dem verwendeten Farbmodell hatten wir allerdings weder am PC noch am Blu-ray-Player.

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5 Kommentare vorhanden


Hallo,

wird der 3D Modus noch nachgereicht / getestet?
Ich hatte extra bezahlt um mich darüber zu informieren. Lg Micha
Der Test umfasst alle die Punkte, die wir generell testen. Verändert wird nichts mehr. Nvidias Geforce 3D Vision ist ja nicht im Lieferumfang enthalten, obwohl es unterstützt wird. Nur diese Anschaffung muss ja separat erfolgen.
Hallo,
ich habe ebenfalls extra für den Test bezahlt, um mehr über den 3D Modus zu erfahren.
Beim Asus VG278HE wurde ja auch der 3D Modus getestet, obwohl das Nvidia 3D Vision Kit 2 nicht Teil des Lieferumfangs ist.
Ich bitte um Ergänzung und mehr Information zum 3D-Modus.
Herzlichen Dank!

Im Punkt Reaktionsverhalten:
"Der Durchschnittswert über alle 15 Messpunkte geht dadurch letztlich „nur“ von 4,2 Millisekunden bei 60 Hz auf 3,2 Millisekunden bei 120 Hz zurück.[...]"

Nach der abgebildeten Grafik ergeben sich aber nicht 3,2 Millisekunden, sondern 3,1 Millisekunden.

BG
Latenzzeit:

"Bei 60 Hz ist die Signalverzögerung des XL2720T mit 5,8 Millisekunden nicht besonders kurz, aber völlig akzeptabel. Zusammen mit der halben mittleren Bildwechselzeit von 5,8 Millisekunden (Premium) ergibt sich mit 7,9 Millisekunden eine kurze mittlere Gesamtlatenz."

Die zweite "5,8" ist eine 2,1.

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