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TESTBERICHT: Dell U3014 Teil 4


Farbabrisse können wir in keinem Bildmodus ausmachen. Der volle Tonwertumfang des zugespielten Signals bleibt also, unabhängig von den im OSD getroffenen Einstellungen, erhalten. Daran ändert sich auch nach der Hardwarekalibration nichts. Eine Softwarekalibration führt dagegen prinzipbedingt zu mehr oder weniger starken Tonwertverlusten. Unsere Zielvorgaben werden mit geringen bis mäßigen Eingriffen in die LUT der Grafikkarte erreicht– die Einbußen bewegen sich auf akzeptablem Niveau.

Über den DisplayPort-Eingang können Signale mit 10bit pro Farbkanal zugespielt werden. Dies erfordert eine Unterstützung durch Grafikkarte, Betriebssystem, Treiber und Anwendung und ist derzeit noch auf wenige Konstellationen beschränkt. Adobe Photoshop hat in aktueller Version mit einer entsprechenden Anzeige keine Probleme.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen

Die subjektive Bildqualität ist gut. Eine sehr gute Bewertung wird vor allem durch störende Overdrive-Artefakte verfehlt. Sie entstehen beispielsweise beim Verschieben von Fenstern und schmälern die Intention der Beschleunigung, nämlich eine verbesserte Bewegtbilddarstellung, erheblich. Sofern die Overdrive-Implementierung in zukünftigen Revisionen nicht besser abgestimmt werden kann, sollte der Benutzer eine Möglichkeit zur Abschaltung dieser Funktion erhalten.

Helligkeitseinstellungen unter 40 Prozent verschieben den Weißpunkt sichtbar. Dieser Umstand hat insbesondere für die Hardwarekalibration unschöne Konsequenzen. Im Rahmen der Softwarekalibration kann der Anwender dagegen geeignet gegensteuern.

Die hohe Blickwinkelstabilität und eine nur leichte Antireflexbeschichtung zählen dagegen zu den ausgesprochenen Stärken des U3014. Irritierende Körnungs- und Glitzereffekte bleiben aus. Reflexionen werden dennoch wirksam vermindert. Der erfreulich hohe Kontrastumfang trägt zum positiven Gesamteindruck bei.

Interpolation

Unsere Testsignale werden sehr ordentlich verarbeitet. Eine Skalierung durch die Grafikkarte verbessert die Darstellung nicht – mit einer einzigen Ausnahme: Während einer Zuspielung in 1920x1080 Pixeln ist die Darstellung, wie beim DELL U2713H, deutlich überschärft. Das gilt in abgemilderter Form auch für YCbCr-Signale, die via HDMI ihren Weg zum Bildschirm finden.

Die umfangreichen Skalierungseinstellungen ermöglichen eine durchgängig verzerrungsfreie Wiedergabe. Auto Resize unterstellt ein quadratisches Pixelseitenverhältnis und eignet sich damit ideal für den Anschluss eines Computers. SD-Videosignale werden mit dedizierter 4:3 und 16:9 Einstellung korrekt wiedergegeben. Es fehlt lediglich eine Zoomfunktion für Letterbox-Material.

Der Overscan beträgt bei Verwendung des HDMI-Eingangs etwa zwei Prozent für YCbCr-Signale mit weniger als 1080 Zeilen. Progressive RGB-Signale werden stets unbeschnitten dargestellt.

Die Neutralstellung des elfstufigen Schärfereglers ist, mit Ausnahme der im ersten Absatz beschriebenen Situationen, bei 50/100 erreicht. Grafische Inhalte werden auch mit höheren Einstellwerten noch ansprechend dargestellt.

Die Skalierungsoptionen.

Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (16:9 - anamorph) Ja Nicht sinnvoll
SD (4:3) Ja Nicht sinnvoll
HD (1080p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Ja Ja
PC (16:9) Ja Ja

Letterbox-Material kann unverzerrt aber nicht vollflächig (Inhalt: 16:9) angezeigt werden.

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3 Kommentare vorhanden


Hallo Denis!
Herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Test. Anlässlich der Kritikpunkte will ich gerne wissen, welche Revision des Monitors Du getestet hast. Mittlerweile gibt es ja auch Revision A01, kann man irgendwo erfahren was sich da geändert hat? Danke!

Gruß Florian
Die Unterschiede zwischen Revision A00 und A01 kann man in einem Support-Forum von Dell finden (Post von User Chris M):
http://en.community.dell.com/support-forums/peripherals/f/3529/t/19507654.aspx

Einige Käufer haben aber offenbar seltsame Probleme mit Scanlines:
http://en.community.dell.com/support-forums/peripherals/f/3529/t/19502072.aspx

Die Ursache dafür ist offenbar noch unbekannt und es gibt noch keine Korrektur (-> A02?)
Unsere Tests sind ja schon einige Zeit als Preview erhältlich. Das Gerät wurde mit Revision 00 getestet.

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