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TESTBERICHT: HP Envy 27 Teil 6


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Standard (6500K).

Der Weißpunkt in der Werkseinstellung Standard liegt mit 6700K etwas oberhalb der vorgegebenen Farbtemperatur von 6500K. Die meisten Graustufen sind etwa 200K wärmer, daher sind die deltaC-Abweichungen und leider auch der Rangewert ziemlich hoch. Die Gammakurve verläuft in einem abenteuerlichen Schwung entgegen der Norm.

Einen sRGB-Modus bietet der Envy 27 nicht, daher untersuchen wir auch die Buntfarben in der Werkseinstellung. Hier fallen gleich die erhöhten Abweichungen der Grundfarben Grün und Blau auf, auch die Mischfarben mit diesen Komponenten gelingen nicht gut.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe natürlich vollkommen in Ordnung. Für farbverbindliches Arbeiten bekommt sie allerdings eine schlechte Bewertung, was bei Consumer-Monitoren aber sehr oft der Fall ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Rot und Blau mussten gleichlaufend recht deutlich abgesenkt werden, bis wir schließlich 6550K erreichten. Der gemessene Gammawert von 2,08 passte gut. Die anschließende Kalibrierung verlief völlig problemlos.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration ganz erheblich verbessert wird. Die Abweichungen bei den Graustufen sind auf ein Minimum geschrumpft, und die zuvor krass verbogene Gammakurve folgt jetzt exakt dem Normverlauf – sehr gut.

Auch die Farben werden jetzt sehr gut getroffen, übrig bleibt nur der häufig auftretende lange Blau-Balken. Erfreulich ist auch, dass sich der hohe Kontrastwert von der Kalibration nicht beeindrucken lässt.

Nach der Kalibrierung kann der Envy 27 mit guten Eigenschaften bei farbkritischen Anwendungen überzeugen. Auch für nicht ganz so kritische Kunden wie z.B. engagierte Fotoamateure kann sich der Kauf eines Colorimeters schon lohnen.

Schade nur, dass die Entwickler bei HP dieses so problemlos zu weckende Potential nicht gleich in eine Werkseinstellung umgesetzt haben.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Bei allen 16:9 Auflösungen wird generell ein Vollbild angezeigt. Andere Auflösungen werden teilweise mit störenden Balken ringsherum angezeigt. Die Option zum Ändern des Seitenverhältnisses ist aber bei Anschluss mit HDMI und DisplayPort ausgegraut. Über das OSD gibt es also keine Möglichkeit, auf Vollbild zu skalieren.

Die Bildschärfe des Gitters ist bei nativer Auflösung auf Anhieb akzeptabel, bei 1280 x 720 erst nach Veränderung der Bildschärfe auf die Stufe 5.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Bei der nativen Auflösung sind die Darstellung des Textes und die Schärfe sehr gut, was sich auch bei 1280 x 720 nicht ändert.

Bei Verwendung eher unüblicher interpolierter Auflösungen, treten nur geringe Interpolationsartefakte auf, welche die Lesbarkeit von Texten nicht beeinträchtigen.

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