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TESTBERICHT: HP Z22i Teil 5


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Die Farbraumuntersuchung ergibt, dass der Z22i den sRGB-Farbraum mit 92 Prozent (noch) gut abdeckt. Dennoch ist das deutlich weniger als die von HP im Datenblatt genannten 97 Prozent.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Modus Standard, Farbeinstellung 6500K, Helligkeit 100 und Kontrast 80. Ein Gammaregler ist nicht vorhanden.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Standard 6500K.

Mit 6614K hält die Werkseinstellung die 6500K-Referenz gut ein. Die Farbtemperatur bleibt bei den Graustufen einigermaßen stabil, die deltaC-Abweichungen sind überwiegend niedrig, der Rangewert leider etwas schlechter. Die Gammakurve verläuft flach bei 2,2 und somit nicht ganz normgerecht, aber akzeptabel. Die Wertung fällt insgesamt zufriedenstellend aus.

Einen sRGB-Modus bietet der Z22i nicht, daher untersuchen wir auch die Buntfarben in der Werkseinstellung. Hier fallen gleich die sehr hohen Abweichungen bei den Grundfarben Rot und Grün ins Auge, die Mischfarben gelingen aber besser. Das mittlere deltaE von 2,2 reicht für eine zufriedenstellende Note bei den bunten Farben.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe gut, für farbverbindliches Arbeiten immerhin zufriedenstellend, was bei Consumer-Monitoren keineswegs selbstverständlich ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erzielt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) erreicht man erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Hierfür mussten die Grün- und Blau-Regler von 255 auf 238 bzw. 245 abgesenkt werden. Der anschließend gemessene Gammawert von 2,23 passte schon recht gut.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration in vieler Hinsicht verbessert wird. Die Gammakurve folgt dem Normverlauf, die Abweichungen bei den Graustufen sind sehr klein geworden, und der Rangewert hat sich halbiert. Die Note für die Grauwerte lautet jetzt also sehr gut. Ebenfalls positiv: der Kontrastwert zeigt sich von der Kalibration völlig unbeeindruckt.

Bei den Farben ist das Ergebnis dagegen durchwachsen – die fehlende Farbraumabdeckung kann zumindest bei den Primärfarben durch nichts ersetzt werden. Dennoch hat sich der Z22i durch die Kalibrierung auf eine gute Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen verbessern können. Die Verbesserungen gegenüber der Werkseinstellung werden den Kauf eines Colorimeters aber nur in Ausnahmefällen rechtfertigen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Die Einstellung des passenden Bildformats ist beim Z22i einfach gelöst: bei den 16:9-Auflösungen wird stets ein Vollbild gezeigt. Bei allen anderen Seitenverhältnissen kann außer dem Vollformat nur die seitengerechte Darstellung gewählt werden (Option Entspr. Seitenverhältnis), dadurch wird das Bild auf die volle Panelhöhe von 1080 Pixel skaliert. Auflösungen wie 1.280 x 1.024, die davon nur wenig abweichen, leiden sehr unter der zwangsläufigen Mini-Skalierung, denn einen pixelgenauen 1:1 Modus gibt es nicht.

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen. Die Voreinstellung von 4 erzeugt ein knackscharfes Bild bei der Standardauflösung. Bei skalierten Inhalten ist empfehlenswert die Schärfe bis hin zum Maximalwert 6 zu erhöhen. Schriften werden dadurch deutlich besser dargestellt.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

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