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TESTBERICHT: Iiyama ProLite B2481HS-B1 Teil 5


Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Modus i-Style Color Standard, Farbtemperatur Anwender mit RGB 100, Gamma Mode 1, Helligkeit 100 und Kontrast 50.

Im Anwender-Modus können auch die Farbtemperaturen Normal und Kühl gewählt werden, die beide sehr blaulastig sind. Warm ist der ebenso verfügbaren sRGB-Einstellung visuell sehr ähnlich.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Anwender (RGB 100).

In der Werkseinstellung liegt die Farbtemperatur des Weißpunkts noch bei guten 6660K, doch dann steigt sie quer durch die Graustufen auf sehr "blaue" 8350K an. Folglich weist unser Grauchart nur sehr große deltaC-Werte aus. Auch bei den Buntfarben sind die Abweichungen groß, die Mischung der Sekundärfarben gelingt nur schlecht. Die Gammakurve ist einigermaßen konstant, verläuft bei 1,7 aber viel zu niedrig.

Bei gewöhnlichen Officeaufgaben bemerkt man von dieser merkwürdig nachlässigen Farbabstimmung nicht viel. Bei Fotos und Grafiken wird ein kritisches Auge aber bald auf Unzulänglichkeiten stoßen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Im sRGB-Modus sieht es leider überhaupt nicht besser aus. Die Unterschiede zur RGB100-Einstellung sind so gering, dass man sie auch für Messtoleranzen halten könnte. Die sRGB-Vorgaben werden klar verfehlt, für farbverbindliches Arbeiten ist diese Einstellung nicht geeignet. Zudem bleibt der Helligkeitsregler gesperrt, die vorgegebene Helligkeit von 240 cd/m² ist zum dauerhaften Arbeiten zu hoch.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Für die Kalibrierung wählten wir iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro mit dem beigepackten White-LED Profil. Zunächst haben wir den Weißpunkt im Anwendermodus justiert, den Grün- und den Blau-Regler nahmen wir dazu um je 5 Punkte zurück. Die anschließende Gammawertmessung ergab erneut viel zu niedrige 1,76. Abhilfe war nicht möglich: Gamma Mode 2 brachte keinerlei Unterschied zu Mode 1, Mode 3 lieferte gar ein Ergebnis von 1,33 ab. Hier darf man tatsächlich einen Firmwarefehler vermuten.

Die Charts zeigen, dass die Kalibration eine deutliche Verbesserung bringt. Die Grau- und Farbabweichungen gehen massiv zurück, die Gammakurve passt. Interne Daten zeigen, dass die Farbmischung massiv verbogen werden muss, und schließlich mangelt es auch einfach an der nötigen Farbraumabdeckung. Positiv ist, dass der Kontrastwert erhalten bleibt. So reicht es dann für ein zufriedenstellendes Ergebnis, doch für farbkritische Anwendungen sollte der B2481HS auch nach der Kalibrierung nicht genutzt werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Der Iiyama B2481HS unterstützt bei Verwendung der digitalen Eingänge nur Bildformate im 16:9 Verhältnis. Wenn nicht der volle Bildschirm genutzt wird kann man im OSD zwischen Skalierung und beibehalten des Seitenverhältnisses wählen. Wenn man das Seitenverhältnis nicht beibehält, so wird das Bild so skaliert dass die volle Breite des Bildschirms genutzt wird, aber die Höhe wird nicht ausgenutzt, was zu entsprechenden Verzerrungen führt.

Die Einstellung des passenden Bildformats ist beim Iiyama B2481HS einfach gelöst: bei den 16:9-Auflösungen wird stets ein Vollbild gezeigt. Bei allen anderen Seitenverhältnissen kann außer dem Vollformat nur die seitengerechte Darstellung gewählt werden (Option Aspect: Aspect), dadurch wird das Bild auf die volle Panelhöhe von 1080 Pixel skaliert. Auflösungen wie 1.680 x 1.050, die davon nur wenig abweichen, leiden sehr unter der zwangsläufigen Mini-Skalierung, denn einen pixelgenauen 1:1 Modus gibt es nicht.

Die Interpolation lässt sich nicht beeinflussen, es gibt keine Schärferegelung oder sonstige Anpassungsmöglichkeiten, das Resultat ist dann auch nicht besonders angenehm, die Darstellung wirkt sehr schwammig.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 skaliert.

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2 Kommentare vorhanden


Leider ist bei den Links der Bezugsquellen ein Fehler aufgetreten.
Notebooksbilliger.de bietet ein anderes als das getestete Gerät an.
http://www.notebooksbilliger.de/iiyama+prolite+e2481hs+60cm+236+led+monitor+full+hd+hdmi?nbb=24a82b

Es wird der Iiyama Prolite E2481HS zum scheinbaren Schnäpchenpreis angeboten.
Zum Vergleich die Herstellerlinks.
E-Gerät: http://www.iiyama.com/de_de/produkte/prolite-e2481hs-1/
B-Gerät: http://www.iiyama.com/de_de/produkte/prolite-b2481hs-1/
Beinahe hätte ich, wegen der günstiges Preises, den falschen Monitor bestellt.
Laut Käuferbewertung sieht das nicht so gut aus.
http://www.amazon.de/product-reviews/B00913GHTA/ref=dp_db_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1

Hoffentlich bewahrt mein ellenlanger Kommentar den einen oder anderen vor dem Erwerb des falschen Monitor.
Pricerunner hat tatsächlich dem B Modell die Preise des E Modells zugeordnet. Insofern habe ich die Preise entfernt. Der Amazon Preis für das Modell ist aber korrekt! Danke für den Hinweis.

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