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TESTBERICHT: Iiyama ProLite T2735MSC Teil 6


Reaktionsverhalten

Den Iiyama T2735MSC haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt ist die Reaktionszeit mit 5 Millisekunden angegeben, ohne Hinweis zum Messverfahren. Die Beschleunigungsoption Overdrive bietet die Stufen aus sowie -2 bis +2 in Einzelschritten an. Voreingestellt ist die Stufe aus.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 10,5 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 8,1 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 21,0 Millisekunden.

Overdrive aus: Lange Schaltzeiten bei den dunkleren Bildwechseln, keine Überschwinger.

Dieses Verhalten ist typisch für wenig beschleunigte AMVA-Panels: an den dunkleren Messpunkten werden die Schaltzeiten lang und länger, hier zu sehen am weit herausragenden Avg-Balken im linken Chart. Der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent (rechtes Chart) sieht sehr neutral aus, von Überschwingern ist nichts zu sehen. Für statische Anwendungen wie Office oder Internet ist das alles ohne Bedeutung, für Videos ist diese Einstellung allerdings etwas langsam. Schnell bewegte dunkle Szenen neigen zum Verwaschen und Zulaufen.

Overdrive +2: Kurze Schaltzeiten mit kräftigen Überschwingern.

Am anderen Ende des Overdrive-Reglers messen wir richtig kurze Schaltzeiten, die auch mit kräftig beschleunigten IPS-Panels locker mithalten können. Dafür erreichen die Überschwinger mit abnehmender Helligkeit schwindelerregende Höhen, bis sie am unteren Ende des Messbereichs zum Glück wie abgeschnitten gestoppt werden. Eine neutrale Charakteristik für Videos ist das sicher nicht, die Neigung zu Bildartefakten in schnell bewegten Bereichen ist hoch. Zielgruppe sind hier die Gamer.

Als Allroundeinstellung ist die Werksvorgabe Overdrive aus gut geeignet. Für Videos raten wir zum Overdrive -1 oder Null, Gamer werden die höheren Einstellungen ausprobieren.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim T2735MSC messen wir mit 2,7 Millisekunden eine kurze Signalverzögerung. Zusammen mit der gleichfalls kurzen halben Bildwechselzeit von 5,7 Millisekunden (Overdrive) kommen wir auf 8,4 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz. Ein attraktiver Wert für Gamer, der nur von einigen Spielemonitoren in TN-Technik signifikant unterboten wird.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des T2735MSC arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Bei voll aufgedrehtem Regler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) sehen wir die PWM-typische Rechteckschwingung im Chart, die Schaltfrequenz beträgt 240 Hz mit einer Tastrate von 43 Prozent. Das Backlight-Flimmern sollte daher nur für besonders empfindliche Menschen wahrnehmbar sein.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Die gemessenen Werte in den Overdriveeinstellungen sind auch bei der subjektiven Beobachtung in Spielen erkennbar. Zocker sollten daher unbedingt den Wert +2 einstellen. In diesem Modus werden nur minimale Schlieren gezeigt, wie sie bei jedem Monitor auftreten, der nicht mit 120 Hz oder mehr arbeitet. Da der Monitor zudem eine geringe Latenz besitzt, wäre er damit eigentlich für Gelegenheitsspieler uneingeschränkt empfehlbar. Eine Note ziehen wir aber aufgrund der spiegelnden Fläche ab, da gerade in Spielen viele dunkle Bereiche vorkommen, die besonders starke Spieglungen hervorrufen und so das Spielvergnügen reduzieren.

Sound

Der Monitor besitzt zwei eingebaute zwei Watt Lautsprecher. Zugespielt werden kann der Sound per HDMI oder Klinkenstecker, er kann außerdem per Kopfhörerausgang an externe Ausgabegeräte weitergereicht werden. Der Klang der Lautsprecher ist ausreichend für Windowssound und kurze Videoclips. Für den Filmgenuss sind diese weniger geeignet, da der Klang insgesamt zu dumpf klingt. Die Lautsprecher sind zudem nicht sehr laut einstellbar. Bei ansonsten ruhiger Umgebung haben wir schon den Wert 90 von 100 einstellen müssen, um bei normalen Sitzabstand eine angemessene Lautstärke zu erreichen, viele Reserven für lautere Umgebungen besitzt das Gerät daher nicht.

DVD und Video

Den Blu-Ray Player haben wir für die nachfolgenden Tests per HDMI mit dem Monitor verbunden.

Der Videomodus änderte die Darstellung des Bildes nur gering, wir würden daher keinen Wechsel in diesen Modus empfehlen. Wird der Monitor auch zum Spielen genutzt, sollte die Overdriveeinstellung aber angepasst werden, um Bildartefakte zu vermeiden. Das 16:9 Format und der hohe Kontrast zeigen viele Videos bildschirmfüllend und mit kräftigen Farben an. Dank dem guten Blickwinkel ist auch die leicht schräge Position des Monitors bei der Betrachtung von einer niedrigeren Position kein Problem. Die Spiegelungen des Bildschirms stören aber auch in diesem Bereich, der Raum sollte vor dem Filmgenuss daher abgedunkelt werden.

Test der Videoeigenschaften.

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