Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Iiyama ProLite XB2776QS Teil 5


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD finden wir folgende Einstellungen vor: Farbtemperatur Anwender, Gamma 2.2, Helligkeit 100 und Kontrast 50. Ein visueller Unterschied zwischen den Einstellungen Anwender mit RGB 100 und 6500K ist nicht zu erkennen, wir haben im Folgenden wegen des eindeutigen Namens die 6500K-Einstellung gewählt.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung 6500K.

Der Weißpunkt in der Werkseinstellung entspricht mit 6476K der sRGB-Norm, doch leider sind die Graustufen durchgehend um gut 400K wärmer. Dementsprechend hoch sind die deltaC-Abweichungen und das gilt auch für den Rangewert bezogen auf das native Weiß. Die Abweichungen bei den Buntfarben sind eigentlich akzeptabel, hier fallen aber ausgerechnet die hohen deltaE-Werte der drei Grundfarben RGB auf. Die Gammakurve verläuft annähernd bei konstanten 2,2.

Für farbverbindliches Arbeiten sind diese Abweichungen zu hoch. Auch wenn in die Bewertung für die Werkseinstellung nur die Graubeurteilung einfließt, reicht es hier insgesamt nur für eine sehr schlechte Note. Bei gewöhnlichen Anwendungen wie Office, Internet und Filmen wird dies allerdings nicht auffallen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Mit dem bloßen Auge ist beim Umschalten im OSD kein Unterschied zwischen 6500K und sRGB zu erkennen, und die praktisch identischen Messergebnisse bestätigen dies. Daher kann auch diese Einstellung trotz ihres Namens nicht für farbverbindliches Arbeiten empfohlen werden. Für die Bewertung werden jetzt alle Kriterien der Norm herangezogen, deren Vorgabewerte logischerweise wieder nur sehr schlecht eingehalten werden.

Leider steht der Helligkeitsregler im sRGB-Modus sehr hoch und kann nicht geändert werden. Die gemessene Helligkeit beträgt 322 cd/m², für dauerhaftes Arbeiten ist dies viel zu hell.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Anwendermodus kontrolliert und nur den Rot-Regler um einen Punkt abgesenkt. Der anschließend gemessene Gammawert von 2,19 war in Ordnung. Für die Farbkorrektur des Colorimeters wählten wir das von X-rite mitgelieferte White-LED Profil.

Die Charts zeigen, dass die Kalibration kein überzeugendes Ergebnis erzielt. Die Abweichungen bei den Graustufen sind – bis auf den erhöhten Rangewert – jetzt schön klein. Bei den Buntfarben bleiben die Abweichungen dagegen erhöht, nach wie vor stimmen gerade die drei Grundfarben RGB nicht richtig. Der Blaubalken ist mit einem deltaE von 7,1 entschieden zu groß, auch wenn dieser Wert bei fast allen White-LED-Monitoren etwas größer ausfällt. Die Gammakurve müht sich - nicht ganz erfolgreich - die Normkurve einzuhalten. Offenkundig kann die matrixbasierte Kalibrierung die nichtlineare Monitorelektronik nur teilweise ausgleichen.

Trotz der großen Farbraumabdeckung erhält die Farbwiedergabe des XB2776QS auch nach der Kalibrierung für farbkritische Anwendungen nur eine zufriedenstellende Bewertung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Der Iiyama XB2776QS bietet drei Modi zur Darstellung von Bildern: Aspekt, Vollbild und 1:1. Bei Aspekt und 1:1 kommt es dann je nach gewähltem Bildformat zu schwarzen Rändern. Die zum Vollbild skalierten Auflösungen leiden je nachdem wie sehr sie vom 16:9 Format abweichen mehr oder weniger unter der Skalierung.

Da der Schärferegler auch bei digitalen Signalen aktiv ist kann zumindest am Schärfeeindruck eine Anpassung vorgenommen werden. Das bewirkt zwar keine Wunder, kann aber je nach dargestelltem Motiv den Unschärfeeffekt der Skalierung etwas mindern. Allzu viel lässt sich aber nicht korrigieren, man kommt schnell zu Farbsäumen die den Schärfeeindruck dann wieder mindern. Die Schärfe ist normalerweise mit 30 vorbelegt (auf einer Skala von 0-100). Ein Wert größer 45 bringt bei der Skalierung keinen Gewinn mehr.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

 << < 1 2 3 4 5 6 7 8 > >>

1 Kommentar vorhanden


Was mich bei 27'' Monitoren immer wundert ist, dass über die Ergonomie bei 2560 x 1440 eher geschwiegen wird.

Ich habe mal einen Monitor von diesem Formformat ausprobiert und könnte ihn ehrlich gesagt niemandem in einem Büro mit gutem Gewissen hinstellen.

Die Schriften sind einfach zu klein. Wenn man das jemand gibt, dreht er in Word die Schriftgröße hoch - dann wars das mit einer standardisierten Schriftgröße in der Firma.

Meiner Meinung nach verdient ein 2560x1440 bei 27'' in Ergonomie (wegen der dpi, die weit außerhalb des üblichen liegen) ein dickes Minus.
Und wenn man den Monitor mit weniger Auflösung betreibt kann man besser gleich zu einem günstigeren 24'' greifen.

Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!