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TESTBERICHT: Iiyama ProLite XB2780HSU-B1 Teil 2


Von der Idee her komfortabel erweist sich die Ausstattung des ProLite XB2780HSU mit einer Drehplatte – sie lässt sich sehr einfach mittels zweier Drehflügel-Schrauben mit dem Tragarm verbinden.

Die Drehflügelschrauben für die Montage von Tragarm und Drehplatte stellen eine anwenderfreundliche Lösung dar.

Allerdings wirkt die Drehplatte – sie besteht aus schwarzem Kunststoff und ist mit einer Metallplatte zur Schraubenaufnahme verstärkt – im Verhältnis zum 27-Zoll-Monitor mit ihren 25 cm Durchmesser etwas zierlich und massearm. Die Drehplatte ist am unteren Rand mit Gummistreifen versehen, die für die Rutschfestigkeit auf der Standfläche sorgen sollen.

Die Höhenverstellung des Tragarmes ist zur Transportsicherung mittels eines Sicherungssplintes auf die kleinste Höhe arretiert, um die kräftige Vorspannfeder im Zaume zu halten. In der Bedienungsanleitung empfiehlt Iiyama denn auch, den Sicherungssplint erst nach der Montage des Drehtellers zu entfernen und dabei etwas Druck von oben auszuüben.

Ist die Höhenverstellung entriegelt, lässt sich der Monitor mühelos und flüssig um 11 cm in die Höhe fahren – umgekehrt gestaltet sich die Angelegenheit etwas hakeliger. Ein deutliches Schabegeräusch war ebenfalls zu hören. Dennoch hielt der Monitor seine Position auf jeder gewünschten Höhe. In der tiefsten Position befindet sich die Unterkante des Monitorgehäuses 4,5 cm über der Stellfläche, in der höchsten Stellung sind es 15,5 cm.

Das hakelige Verhalten des Tragarmes beim Herunterfahren in die tiefste Position besserte sich im Verlaufe der Testwoche etwas – es scheint, als ob die Mechanik sich erst etwas einspielen müsste.

Der Monitor in der niedrigsten Höheneinstellung.

Deutliche Probleme traten beim Drehtest auf – die Bodenplatte des Drehtellers neigte sehr stark zum Mitdrehen. Trotz der Gummieinlagen an der Unterseite mangelte es der Bodenplatte oft an der notwendigen Leichtgängigkeit und/oder Haftung auf dem Untergrund.

Anwender, die ihren Monitor häufiger drehen, sollten deshalb darauf achten, dass die Stellfläche ausreichend rutschfest ist und sie den Monitor beherzt mit beiden Händen an den Seiten anfassen – ein filigraner Drehversuch nur aus einem Handgelenk könnte sonst zu unerwarteten Ergebnissen führen.

Wenn die Drehplatte jedoch ihre Arbeit anstandslos verrichtete, dann überzeugte sie mit einem Drehwinkel von 340 Grad, das dürfte mehr als ausreichend für die meisten Anwendungsfälle sein.

Problemlos verlief die Einstellung des Neigungswinkels um 22 Grad nach hinten und vier Grad nach vorne: Hier spielte die Mechanik gut mit.

Der Neigungswinkel erwies sich im Praxistest als vollkommen ausreichend – im Zusammenspiel mit der Höhenverstellbarkeit ließ sich immer ein optimaler Blickwinkel zur Bildachse erreichen.

Der Neigungswinkel beträgt 22 Grad nach hinten und 4 Grad nach vorne.

Erweist sich die Optik des ProLite XB2780HSU als schlicht, aber funktional, so fallen bei Material und Verarbeitung doch einige Unzulänglichkeiten auf: Die Drehplatte knarzt beim Bewegen recht schnell, und einmal leicht angestubst, schwingt der Monitor nach, zumal, wenn der Nutzer die Höhenverstellung voll ausfährt.

Erfreulich leichtgängig hingegen arbeitet der Pivot-Mechanismus: Der Monitor lässt sich problemlos um 90 Grad drehen. Allerdings muss der Nutzer die Höhenverstellung vorher voll ausfahren und das Display nach oben neigen, sonst stößt die Monitorkante (logischerweise) beim Drehen auf die Tischplatte. Dieses Vorgehen ist aber nicht sonderlich dramatisch, nach zwei, drei Versuchen hat man das Procedere intus.

Der Monitor lässt sich 90 Grad um die Horizontalachse drehen (Bild links). In der Pivotstellung präsentieren sich die Anschlusseingänge sehr zugänglich für die notwendige Verkabelung (Bild rechts).

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