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TESTBERICHT: Iiyama ProLite XB2780HSU-B1 Teil 7


Interpolation

Der ProLite XB2780HSU ist für eine optimale Darstellungsleistung bei einer Auflösung von 1920 x 1080 konzipiert, kleinere Auflösungen im 16:9-Format skaliert er auf die volle Bildschirmgröße hoch, allerdings unter Inkaufnahme von sichtbaren Schärfeverlusten.

Der Bildschärferegler wirkt nur am VGA-Eingang. Am DVI-Eingang ist der Regler im OSD ausgegraut.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist sehr gut, auch sehr feine Strukturen in der Testgrafik bildet der Monitor sauber ab. Bei 1.280 x 720 machen sich deutliche Interpolationsartefakte bemerkbar: eng nebeneinanderliegende Haarlinien, die bei 1920 x 1080 differenziert erkennbar sind, laufen bei Interpolation zu, die Konturschärfe an Kontrastkanten ist reduziert, eine Art Antialiasing-Effekt tritt auf.

Die Textdarstellung in interpolierten Auflösungen meistert der ProLite XB2780HSU gut – das Schriftbild wirkt gegenüber der sehr scharfen Darstellung in der nativen Auflösung nur geringfügig verschwommen. Brotschriftgrößen bis hinunter zu 8 Punkt sind problemlos lesbar, nur bei Konsultationsschriftgrößen (7 Punkt und kleiner) stößt der Monitor sowohl bei der nativen als auch bei der interpolierten Darstellung an seine Grenzen.

Reaktionsverhalten

Den XB2780HSU haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden, im Handbuch finden wir detailliertere Angaben von 12 Millisekunden (Schwarz-Weiß) und 5 Millisekunden (GtG). Für die Beschleunigung steht die Option OverDrive mit den Stufen Aus sowie -2 / -1 / 0 / +1 / +2 zur Verfügung. Voreingestellt ist die Stufe "aus".

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 9,2 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit langsamen 19,6 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt sogar noch langsamere 26,0 Millisekunden.

Overdrive aus: Langsame Schaltzeiten benötigen zwei Bildframes für den Wechsel.

Der Helligkeitsverlauf im rechten Chart zeigt den Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent. Man erkennt, dass der Helligkeitswechsel erst nach zwei Bildframes abgeschlossen ist, hier wirkt also wirklich kein Overdrive. Überschwinger fehlen naturgemäß ganz. Besonders langsam sind die dunklen Bildwechsel, für Videos oder Games ist diese Einstellung ganz sicher nicht optimal.

Overdrive +2: Flinke Schaltzeiten mit akzeptablen Überschwingern.

Wie zu erwarten verkürzt der Overdrive in der höchsten Einstellung +2 alle Schaltzeiten sehr stark. Erfreulich ist, dass sie dabei auch viel gleichmäßiger werden. Überschwinger sind jetzt unvermeidbar, aber sie halten sich durchweg in akzeptablen Grenzen. Diese Einstellung ist für engagiertere Gamer die attraktivste, auch wenn sie nicht mit den noch viel schnelleren TN-Panels mithalten kann.

Als Allroundeinstellung für Videos, aber auch für Office- und Internetanwendungen empfehlen wir die neutrale Einstellung "0". Sehr positiv ist, dass das bei manchen AMVA-Panels recht lästige Farbschillern in schnell bewegten kontrastreichen Bildteilen beim XB2780HSU nicht zu sehen ist.

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