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TESTBERICHT: LG Flatron 27EB22PY-W Teil 5


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Farbeinstellung Benutzer mit R-G-B jeweils 50, Helligkeit 100 und Kontrast 70. Verschiedene Bildmodi oder ein Gammaregler sind nicht vorhanden.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung (Benutzer RGB 50).

In der Werkseinstellung liegt die Farbtemperatur des Weißpunktes bei 6900K, bei den allermeisten Graustufen dagegen bei 6700K. Eine kleine Unregelmäßigkeit, die gleich zu größeren deltaC- und Range-Werten - bezogen auf den nativen Weißpunkt - führt.

Bei der Gammakurve ist die Unregelmäßigkeit schon größer, auch wenn sie sich im Großen und Ganzen zwischen 2,0 und 2,2 im durchaus richtigen Bereich bewegt. Die Grauwiedergabe ist insgesamt zufriedenstellend, muss aber wegen des Weißpunktes eine Abwertung erfahren.

Einen sRGB-Modus im OSD gibt es nicht, daher bewerten wir auch die Buntfarben in der Werkseinstellung. Hier sind die Abweichungen bei den Primär- wie auch bei den Mischfarben vielfach erheblich, teils auch sehr groß. Zusammen mit der Weißpunkt-Abwertung kann nur eine sehr schlechte Note vergeben werden.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe tadellos, von farbverbindlichen Anwendungen muss man in der Werkseinstellung, wie bei den meisten Consumer-Monitoren, dagegen abraten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Der Grün-Regler musste dafür um volle 8 Punkte abgesenkt werden, Blau immerhin noch um 4 Punkte. Der anschließend gemessene Gammawert war mit 2,01 noch zufriedenstellend, konnte aber mangels Regler auch nicht verbessert werden. Für die Farbkorrektur des Colorimeters wählten wir das beigepackte White-LED Profil.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration ganz erheblich verbessert wird. Die Abweichungen bei den Graustufen sind allesamt fast auf null geschrumpft, und die zuvor stark verbogene Gammakurve folgt jetzt sehr gut dem leicht ansteigenden Normverlauf. Auch bei den Buntfarben sieht es besser aus, hier stimmen jetzt vor allem die Mischfarben sehr gut. Kleine Fehler bleiben aber: neben dem typischen langen Blau-Balken passen auch Rot und Grün noch nicht perfekt. Der Kontrastwert ist durch die Kalibration um 10 Prozent zurückgegangen, die verbleibenden 1.220:1 sind aber immer noch sehr gut.

Nach der Kalibrierung lässt sich der 27EB22PY mit guter Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen einsetzen. In der Werkseinstellung ist das nicht möglich, der Kauf eines Colorimeters ist somit obligatorisch.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Die Einstellung des passenden Bildformats ist beim 27EB22PY einfach gelöst: bei den 16:9-Auflösungen wird stets ein Vollbild gezeigt. Bei allen anderen Seitenverhältnissen kann außer dem Vollformat nur die seitengerechte Darstellung gewählt werden (Option Auto), dadurch wird das Bild auf die volle Panelhöhe von 1080 Pixel skaliert.

Auflösungen wie 1280 x 1024 oder 1.680 x 1.050, die davon nur wenig abweichen, leiden sehr unter der zwangsläufigen Mini-Skalierung, denn einen pixelgenauen 1:1 Modus gibt es nicht.

Die Bildschärfe kann nicht manuell nachkorrigiert werden, eine entsprechende Einstellung fehlt im OSD.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß gut. Bei 1.280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

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