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TESTBERICHT: NEC EA294WMi-BK Teil 8


Sound

Wie bereits erwähnt verfügt der EA294WMi über zwei interne Lautsprecher, welche analog über 3,5-mm-Klinke oder digital über HDMI angesteuert werden können. Die Lautstärke-Reglung kann am PC und im OSD stattfinden. Ein Schnellzugriff in das OSD kann über die vertikal angeordneten "Rauf-/Runter-Tasten erfolgen.

Die Qualität der Lautsprecher bei Podcasts, YouTube-Videos und Filmen ohne Action geladenen Sound ist hervorragend. Für Musik fehlt es ganz einfach an Substanz in der Tiefton-Wiedergabe. Dialoge hingegen sind sehr verständlich und klar.

Viele andere Hersteller verbauen hingegen Lautsprecher, welche nicht einmal qualitative Podcasts wie Nachrichten-Sendungen verständlich rüberbringen können, geschweige denn Film-Ton, welcher selbst in langsamen Szenen viel Dynamik haben kann. Ganz klares Plus für den Monitor von NEC an dieser Stelle!

Die Störquelle für die unter Kapitel "Betriebsgeräusch" erwähnten Störgeräusche bei analoger Zuspielung liegt nicht bei den Lautsprechern oder der Monitor-Elektronik und hat somit keine Relevanz beim Betrieb über den digitalen HDMI-Eingang (dies muss im OSD unter "Audio" umgestellt werden).

DVD und Video

Für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen bietet der EA294WMi einen HDMI-Eingang an. Dieser Anschluss akzeptiert auch die erhöhte Auflösung von 2.560 x 1.080 Punkten problemlos.

Im OSD wird eine Voreinstellung "Film" angeboten, die visuell der Nativ-Einstellung sehr ähnlich ist. Beim Durchklicken aller angebotenen Voreinstellungen fällt uns auf, dass sich neben der Helligkeit und Farbstimmung auch der Schärfeeindruck von Einstellung zu Einstellung ändert. Letztlich wissen wir also nicht, was im Hintergrund alles beeinflusst wird, und so entscheiden wir uns diesmal für den sRGB-Modus. Den Overdrive lassen wir aktiviert.

Test der Videoeigenschaften.

So eingestellt zeigte der EA294WMi am BD-Player ein überzeugendes Bild mit recht kräftigen Farben. Kritische Nuancen wie dunkle oder blasse Hauttöne wurden stimmig wiedergegeben. Schwarzwert und Bildkontrast waren gut, Details wurden überzeugend durchgezeichnet. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen haben wir nicht beobachtet, in schnellen dunklen Szenen neigte das Bild aber gelegentlich zu unschönen Säumen an Kontrastkanten.

Sehr schön kommt das 21:9-Format, wenn man passendes Videomaterial auf einem geeigneten BD-Player oder dem PC abspielt – solch ein großes Bild ganz ohne Balken sieht schon gut aus. Etwas mehr Betrachtungsabstand als sonst ist aber anzuraten, denn besser wird die Bildqualität bei genauem Hinschauen nicht. Woher auch: die zusätzliche Bildpunkte können ja nicht in die Full-HD-Quelle hineingezaubert werden, das vorhandene Material wird also nur höher skaliert, und das geht am Ende nicht ohne Umrechnungsverluste ab.

Eröffnungssequenz aus dem Film Kick-Ass auf dem NEC EA294WMi.

Die geringe Blickwinkelabhängigkeit des IPS-Panels ist natürlich gerade bei einem derart breiten Monitor von entscheidender Bedeutung, und hier schneidet der EA294MWi hinsichtlich der Farbwiedergabe sehr gut ab.

Weniger schön ist das typische Glühen (IPS-Glow) bei sehr dunklem Bild, das bei vertikaler und vor allem diagonaler Draufsicht (stehender Betrachter) doch ziemlich unangenehm auffällt. Diagonal betrachtet werden zudem auch helle Bilder von einem grauen Schimmer überzogen. Horizontal sind beide Effekte wesentlich schwächer ausgeprägt, der Monitor sollte nach Möglichkeit auf Augenhöhe in Sitzposition stehen.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Das 21:9-Format des EA294WMi hat zur Folge, dass die gewohnte Einstellung "Vollbild" mit voller Ausnutzung von Höhe und Breite nur selten passt: normale 16:9-Bilder mit 720p oder 1080p werden (unter ziemlichem Qualitätsverlust) in die Breite gezogen. Für solches Material ist die Einstellung "Aspect" geeignet, die seitengerecht unter voller Ausnutzung der Höhe arbeitet. In vielen Fällen lebt man also mit schwarzen Balken rechts und links. Schließlich gibt es noch die Einstellung "aus", die das Bild in bester Qualität 1:1 auf den Schirm bringt – sehr gut.

Progressives Bildmaterial mag der EA294WMi am liebsten in 60 Hz, hier zeigt er alle gängigen SD- und HD-Auflösungen einwandfrei und ohne sichtbaren Judder an. Mit 50 Hz tut er sich dagegen unerwartet schwer: die Wiedergabe funktioniert an sich auf Anhieb, doch das Bild wirkt etwas unscharf und flau, zudem ist der Judder jetzt deutlich sichtbar. 24p vom BluRay-Player läuft ebenfalls und ohne merklichen Verlust an Bildqualität, doch ein Judder ist hier auch zu sehen.

Auch Halbbildmaterial wird korrekt wiedergegeben, ein Deinterlacer ist also eingebaut. Besonders überzeugend ist er aber nicht, bei schnellen Änderungen im Bild entsteht in kurzes Zittern. Auch hier gibt es Qualitätseinbußen bei 50 Hz Bildfrequenz, diesmal in Form von unübersehbaren Farbverfälschungen.

Overscan

Den Overscan kann man im OSD des EA294WMi zweimal finden: bei DVI kann das Bild pixelgenau horizontal und vertikal nach Belieben beschnitten werden, beim hier untersuchten HDMI-Eingang gibt es nur die beiden Stufen "95%" und "75%". Der verbleibende Bildrest wird mit Qualitätsverlust auf Vollbild skaliert, wenn das Format entsprechend eingestellt ist. Kombiniert mit "Aspect" ist das Ergebnis nicht ganz so vorhersehbar, hier entstehen teils auch schwarze Balken ringsum.

Farbmodelle und Signallevel

Für die Anpassung des RGB-Signalumfangs am HDMI-Eingang ist die Option "Videolevel" zuständig. Am PC passte natürlich alles automatisch, am BD-Player landeten wir schließlich auch bei PC-typischen Einstellungen, denn der eingeschränkte Signalpegel glich nur das untere Ende (RGB 0-16) aus, während das obere Ende (RGB 239-255) unverändert blieb. Eine Option zur Anpassung an das verwendete Farbmodell gibt es auch nicht. Es empfiehlt sich daher, beim Player sicherheitshalber auf PC-kompatible RGB-Optionen zu achten.

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4 Kommentare vorhanden


Liebes Forum,

leider sagt dieser Testbericht nichts über die Bild-in-Bild Funktion, die angeblich von unterschiedlichen Quellen möglich ist.
Genau deshalb interessiere ich mich für diese Art Monitor.
Ich möchte einen PC und parallel einen Mac darstellen (split screen).
Beim Test des ähnlichen LG 29EB93 ist auf diese Funktion eingegangen worden.
Hier leider nicht, sehr schade.
Der LG hat die Anschlüsse nach hinten stehend, was mir nicht so gut gefällt.


Kann jemand eine Aussage über diese Möglichkeiten machen oder mir anderweitig bei diesem Problem helfen?

Danke

Multipass
Hallo multipass,

der Monitor hat ja auch keine pciture-in-picture-Funktion sonder nur eine picture-BY-picture Funktion. Es gibt auch keine Sofware um Desktop Managment zu betreiben.

Die PbP-Funktion teilt den Bildschirm in 2 gleichwertige oder ein Haupt- und ein Nebenbereich auf. Dabei ist der Neben-Bereich sehr klein und dadurch bleibt ein großer Teil des Panel schwarz!

Bild-IN-Bild geht leider nicht!

"Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz sind es 34,8 Watt".
Laut der Tabelle sind es aber 29.1W.
Danke für den Hinweis, wurde geändert.

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