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TESTBERICHT: NEC SpectraView Reference 271 Teil 7


Helligkeit, Schwarzwert, Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration mit D65 als Weißpunktziel durchgeführt. Sofern möglich, werden außerdem alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster ist nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des NEC SpectraView Reference 271 – Bildmodus Full, D65 (links: ColorComp aus; rechts: ColorComp Stufe 5) .

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir maximal knapp 320 cd/m². Das liegt im Bereich der Werksangabe, auch wenn die Einstellungen bis 400 cd/m² reichen. Soll- und Ist-Zustand differieren daher im oberen Helligkeitsbereich etwas stärker.

Leuchtdichte Weiß (Bildmodus Full):

Helligkeit Nativ D65 5800K D50
100% 317,5 cd/m² 302,3 cd/m² 291,6 cd/m² 271,3 cd/m²
50% - 211,5 cd/m² - -
0% - 39,6 cd/m² - -

Leuchtdichte Schwarz (Bildmodus Full):

Helligkeit D65
100% 0,35 cd/m²
50% 0,31 cd/m²
0% 0,09 cd/m²

Ohne ColorComp liegt das Kontrastverhältnis über weite Teile der Helligkeitseinstellung bei durchaus beachtlichen 860:1. Unter rund 80 cd/m², in der oberen Grafik zwischen zehn und zwanzig Prozent, wird die Intensität der Hintergrundbeleuchtung nicht mehr reduziert. Dadurch sinkt das Kontrastverhältnis zwangsweise stark ab. Bei 40 cd/m² verbleiben noch etwa 440:1.

Mit ColorComp sinkt der Weißpegel, und es ergibt sich ein im Mittel verringertes Kontrastverhältnis von knapp 700:1. Kann die gewünschte Leuchtdichte nicht erreicht werden, wird die Flächenhomogenitätsverbesserung schrittweise bis zu ihrer Abschaltung reduziert. Der zugeordnete Zahlenwert im OSD färbt sich magenta.

Der Kontrastumfang des NEC SpectraView Reference 271 übersteigt den des kleineren SpectraView 241 insgesamt leicht. Auffällig ist vor allem der etwas verschobene Regelungsbereich der Hintergrundbeleuchtung.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Allerdings werden weitere, farbmetrische Veränderungen nicht oder nur unzureichend in die Angabe einbezogen.

Blickwinkel des NEC SpectraView Reference 271.

Das P-IPS Panel beschert dem NEC SpectraView Reference 271 eine ausgezeichnete Blickwinkelstabilität. Farbton- und Gradationsveränderung sind gegenüber anderen Paneltechnologien deutlich reduziert. Mit zunehmendem Winkel leidet vor allem der Kontrast, das Bild wird insgesamt flauer. Dunkle Tonwerte erscheinen bisweilen stark aufgehellt. Aufgrund der Panelgröße tritt dieser Effekt auch bei frontaler Betrachtung mit Betrachtungsabständen unter einem Meter auf. Er ist für die Bildbearbeitung aber weit weniger kritisch als die farbmetrischen Veränderungen anderer Paneltypen.

Diese kleine Schwäche hinsichtlich der Kontraststabilität kann ab Werk durch das Aufbringen spezieller Polarisationsfolien abgeschwächt werden. Leider stellt LG eine bekannte Variante (A-TW) schon seit geraumer Zeit nicht mehr her. Derzeit verwendet nur Eizo in den neuen 24-Zoll-Modellen der ColorGraphic-Reihe (CX240, CG246) Panels mit vergleichbarer Aufwertung.

Sichtbare Aufhellungen bei seitlicher Betrachtung.

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