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TESTBERICHT: Philips 231P4UPES Teil 5


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung 6500K.

Die Werkseinstellung 6500K liegt mehr als 1700K über der Referenztemperatur von 6500K, die Farbstimmung ist sehr kühl. Bei den Graustufen steigt sie weiter an bis auf nahezu 10000K, die deltaC-Abweichungen und der Rangewert (bezogen auf das native Weiß) sind dementsprechend sehr groß. Die Gammakurve verläuft größtenteils flach bei 2,4 und somit etwas zu hoch.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe ausreichend, die kühle Darstellung wird von vielen Anwendern erfahrungsgemäß bevorzugt. Hinsichtlich der Eignung für farbverbindliches Arbeiten bewerten wir in der Werkseinstellung nur die Grauwiedergabe, die wegen der sehr großen Abweichungen eine sehr schlechte Note erhält.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der sRGB-Einstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Visuell liefert der sRGB-Modus denselben Bildeindruck wie der zuvor beschriebene 6500K-Modus. Die Messsonde bestätigt das, die Ergebnisse variieren lediglich um kleinste Beträge. Zur sehr schlechten Note für die Grauwiedergabe kommt jetzt noch eine schlechte für die Farbtreue hinzu, denn auch hier sehen wir einige sehr große Abweichungen. Für farbverbindliches Arbeiten ist diese Einstellung daher unbrauchbar.

Ärgerlich finden wir den gesperrten Helligkeitsregler im sRGB-Modus. Mit 227 cd/m² liegt die fest eingestellte Leuchtdichte weit über dem ergonomischen Niveau. Beim Versuch, den Helligkeitsregler zu verändern, schaltet der 231P4UPES in den 6500K-Modus um. Für eine solche Sperre kennen wir keinen vernünftigen Grund.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erzielt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) erreicht man erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Dabei zeigte sich, dass der 231P4UPES nicht leicht zu kalibrieren ist. Der Blau-Regler musste von 100 auf 70 abgesenkt werden, um eine Farbtemperatur in der Nähe von 6500K zu erreichen – derart große Absenkungen zeigen nach aller Erfahrung eine nichtlineare Farbsteuerung im Monitor an.

Ein weiteres Indiz ist der zu hohe Gammawert. Dabei arbeitet der Gamma-Einsteller nicht nur unlogisch, er verändert zudem die sichtbare Farbmischung sehr stark. Die naheliegende Idee, den zu hohen Gamma-Messwert in der Einstellung 2.2 wenigstens um eine winzige Differenz in der Einstellung 2.4 abzusenken, scheiterte daran, dass der Blauregler nunmehr auf nur noch 57 abzusenken war, woraus sich eine grotesk aufgespreizte RGB-Korrekturkurve ergab.

Gamma-Einsteller 1.8 2.2 2.4
Messwert 1,87 2,41 2,37

Die Charts nach der Kalibrierung zeigen, dass sich die Farbwiedergabe (kalibriert mit Gamma 2.2) dennoch deutlich verbessern lässt. Die Gammakurve folgt jetzt dem leicht ansteigenden Normverlauf, die Abweichungen bei den Graustufen sind durchweg winzig geworden.

Nur der leicht erhöhte Rangewert zeigt an, dass die Mischung nicht perfekt ist. Auch bei den Primärfarben sind die Abweichungen sehr gering, doch die Mischfarben gelingen schon nicht mehr so gut. Der Kontrastwert gibt bei der Kalibration nur sehr wenig nach.

Durch die Kalibrierung kann sich der 231P4UPES auf eine zufriedenstellende Farbwiedergabe bei farbkritischen Anwendungen verbessern. Die Erfahrungen während der Kalibrierung zeigen aber ebenso wie die Profilvalidierung, dass die Entwickler hier mit wenig Sorgfalt vorgegangen sind und einige Macken bei der Farbsteuerung in die Firmware eingebaut haben. Für die meisten Anwender wird der Kauf eines Colorimeters für diesen Monitor kaum in Frage kommen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Unter dem Punkt Bild im OSD-Menü kann man beim Bildformat zwischen Breitbild (16:9) und 4:3 wählen. Dabei verwendet der Monitor bei der Einstellung Breitbild die gesamte Bildschirmfläche (Full-HD also 1.920 x 1.080 Bildpunkte) und bei 4:3 skaliert er auf 1440 x 1080 Bildpunkte. Alle anderen Auflösungen werden nicht seitengerecht angezeigt. Auch wird nur in diesen beiden Modi pixelgenau dargestellt.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

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