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TESTBERICHT: Philips 231P4UPES Teil 6


Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

In nativer Auflösung ist die Schärfe sehr gut. Bei einer Auflösung von 1.280 x 720 werden vom Monitor zusätzliche graue Bildpunkte eingefügt um die notwendige Vergrößerung zu erreichen. Dadurch werden Linien breiter dargestellt und man bekommt den Eindruck, dass das Bild unscharf wird. Farbquerfehler treten dabei nicht auf.

Insgesamt machen Lesbarkeit und die Qualität von Testgrafiken in allen interpolierten Auflösungen einen sehr guten Eindruck. Selbst Texte mit breiten Schriften bleiben gut lesbar. Interpolationsartefakte fallen eher gering aus.

Reaktionsverhalten

Den 231P4UPES haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am VGA-Anschluss getestet. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird die Reaktionszeit mit 5 Millisekunden angegeben, Hinweise zum Messverfahren finden wir nicht. Eine Beschleunigungsoption ist im OSD nicht vorhanden. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 19,1 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 4,4 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 19,4 Millisekunden.

Kein Overdrive, lange Schaltzeiten und keine Überschwinger.

Die gemessenen Schaltzeiten sind typisch für ein unbeschleunigtes Panel in TN-Technik. Abgesehen von einem optimal gelegenen Grauwechsel sind die allermeisten Anstiegszeiten (rise time) sehr lang.

Der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent (rechtes Chart) sieht sehr neutral aus, von Überschwingern ist hier nichts zu sehen. Dafür benötigt die ansteigende Signalflanke zwei Bildframes, um auf die höhere Helligkeitsstufe zu kommen.

Für Freunde schneller Shooter sind diese Zeiten sicherlich zu lang, schon bei schnell bewegten Videoszenen ist eine Neigung zum Verwaschen zu erwarten. Für Office und Internet ist das alles aber völlig unproblematisch.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim 231P4UPES erfolgte die Messung am VGA-Anschluss. Am ebenfalls möglichen USB-Anschluss kämen noch die schwer vorherzusehenden Latenzen auf dem USB-Bus hinzu, die um ein Vielfaches größer sein können.

Mit 2,8 Millisekunden messen wir eine ganz normale Signalverzögerung, die weder besonders lang noch besonders kurz ist. Die halbe mittlere Bildwechselzeit von 9,7 Millisekunden ist länger als bei Spielemonitoren üblich, trotzdem ist die mittlere Gesamtlatenz von 12,5 Millisekunden noch lange nicht Gamer-untauglich.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des 231P4UPES arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Bei voll aufgedrehtem Regler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigt unser Chart die PWM-typische Rechteckschwingung, die Schaltfrequenz beträgt 240 Hz mit einer Tastrate von 60 Prozent. Beide Werte fallen etwas günstiger aus als bei vielen anderen Geräten, besonders empfindliche Menschen sollten dennoch mit Backlight-Flimmern rechnen.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen feststellbar. Bei schnellen Bewegungen, vor allem beim Test mit Videospielen, waren jedoch leichte Unschärfen sichtbar.

Sound

Der 231P4UPES besitzt am unteren Rand des Rahmens zwei Lautsprecher mit jeweils 1,5 Watt Leistung. Über den USB Anschluss werden ebenso Töne übertragen. Nutzt man den Monitor via VGA-Anschluss muss der Monitor zusätzlich mit einem Klinkenkabel an den PC angeschlossen werden.

Der Klang der Lautsprecher ist eher dumpf. Für die Töne des Betriebssystems eignen sie sich noch, doch bei Musik, Filmen oder Spielen machen sich die fehlenden Bässe bemerkbar.

DVD und Video

Der 231P4UPES hat keinen HDMI- oder DVI-Eingang. HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger oder Spielekonsolen können daher auch nicht über passive Adapter angeschlossen werden.

Bei Voreinstellung Video im SmartImage Menü wird die Schärfe des Bildes erhöht, was bei vielen Filmen eher stört. Am besten eignet sich noch der Spiel-Modus. Leider bleibt das Bild bei jeder Einstellung sehr kühl.

Beim Testen im Modus Spiel mit einem HD-Film (getestet mit USB 3.0) konnte der Monitor mit einem scharfen Bild punkten. Selbst die Farben, wenn auch etwas kühl, wirkten natürlich. Auch dunkle Szenen waren bis ins Detail erkennbar. Dank des ordentlichen vertikalen Blickwinkels ändert sich das Bild auch nicht für weitere Zuschauer. Bei schnellen Szenen zeigten sich jedoch deutliche Nachzieheffekte, teilweise auch Bildrucklern bis hin zu Aussetzern des Tons.

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