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TESTBERICHT: Philips 272P4QPJKEB Teil 5


Die "SmartImage"-Funktion wird außerhalb der normalen Menüstruktur aufgerufen.

Die üppige Menüstruktur bedarf einer kurzen Eingewöhnung, ist aber in Anbetracht ihres Umfanges immer noch als übersichtlich zu bezeichnen – weniger Menüeinträge hätten die Länge der Untermenüs auf unhandliche Formate anwachsen lassen.

Umso ärgerlicher ist die absolut misslungene Umsetzung der OSD-Menüsteuerung über die kaum erkennbaren Sensorfelder – weiß der Nutzer nämlich einmal erst die richtigen Sensoren zu treffen, gestaltet sich die Navigation im OSD-Menü als flott und logisch aufgebaut.

Als Alternative zum OSD-Menü hat Philips dem 272P4QPJKEB die Software "SmartControl Premium" beigelegt – mit ihr lassen sich unter Windows zahlreiche Einstellungen recht komfortabel konfigurieren, ein Assistent geht dabei auch nicht so geübten Nutzern zur Hand. Wer als Betriebssystem jedoch Mac OS X einsetzt, hat Pech gehabt – die Bedienungssoftware gibt es nur für Windows, obwohl Philips in seinem Datenblatt Plug & Play-Kompatibilität auch für Mac OS X verspricht.

Bildqualität

Das matte Panel ist nicht gänzlich blendfrei – unter ungünstigen Lichtverhältnissen (etwa harten Lichtquellen) können Reflexionen den Bildeindruck beeinträchtigen.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 50, Gamma 2,2, Farbtemperatur 6500 K. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf in der Werkseinstellung erscheint sehr homogen und nahezu ohne Banding – lediglich einige Banding-Effekte bei den Mitteltönen lassen sich eher erahnen als definitiv feststellen. Das Clipping bei den Tiefen setzt spät ein – erst die letzten beiden Dunkelstufen saufen ab. Ein deutliches Clipping zeigt sich hingegen bei den Lichtern – die letzten fünf Helligkeitsstufen fressen ziemlich abrupt aus. Allerdings sind die Werkseinstellungen mit 6500 Kelvin Farbtemperatur und 100 Prozent Helligkeit auch nicht sonderlich praxisgerecht – im Alltag sollten 45–50 % Helligkeit ausreichen.

Graustufen und -verlauf.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Insgesamt wirkt die Ausleuchtung beim 272P4QPJKEB unruhig. Bei frontaler Betrachtung fällt vor allem der radial verlaufende Lichthof mit dem Zentrum in der rechten oberen Ecke auf – kleinere Aufhellungen sind zudem am unteren Bildschirmrand zu erkennen. Das linke Drittel des Bildschirmes erscheint dagegen etwas homogener. Ausgehend vom unteren Bildschirmrand (und dort besonders in den Ecken) lassen sich zudem diagonale, strahlenförmige Aufhellungen erkennen. Fällt der Blick nicht senkrecht auf den Bildschirm, sondern aus einem vor allem vertikalen Winkel, nehmen die Aufhellungen drastisch zu – dieser Effekt dürfte dem IPS-Glow zuzuschreiben sein.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Helligkeits- und Kontrastverlauf.

Die Helligkeit des 272P4QPJKEB kann zwischen 35 und 269 cd/m² eingestellt werden. Die untere Grenze wird man selbst in sehr dunklen Räumen kaum jemals nutzen, sinnvolle Einstellungen beginnen bei etwa 20 Prozent. Der Datenblattwert von 300 cd/m² wird leider nicht erreicht, in sehr heller Umgebung wird man sich gelegentlich ein wenig mehr Power wünschen. Bei unserer empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² steht der Regler in Position 45.

Nicht ganz so enttäuschend wie beim bereits getesteten Schwestermodell 272C4QPJKAB sind die Schwarzwerte. Beim 272P4QPJKEB messen wir zwischen 0,04 und 0,33 cd/m², daraus ergibt sich ein gutes Kontrastverhältnis von 820:1. Dennoch liefern die meisten Mitbewerber mit IPS-Technik inzwischen Werte von 1.100:1 und besser ab.

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