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TESTBERICHT: Philips 272P4QPJKEB Teil 7


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: SmartImage aus, Farbeinstellung 6500K, Gamma 2.2, Helligkeit 100 und Kontrast 50.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung 6500K.

Der Weißpunkt liegt mit 6900K deutlich über der Referenztemperatur, die Farbstimmung ist ein wenig kühl. Die Graustufen sind fast alle um 500K wärmer, woraus sich große deltaC-Abweichungen ergeben. Auch der Rangewert ist hoch, bei einem Consumer-Monitor aber noch akzeptabel. Die degressive Gammakurve verläuft entgegengesetzt zur Normkurve, bei den hellsten Graustufen bricht sie zusätzlich noch ein.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe in Ordnung. Hinsichtlich der Farbverbindlichkeit bewerten wir in der Werkseinstellung nur die Grauwiedergabe, die wegen der hohen Abweichungen eine sehr schlechte Note erhält.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der sRGB-Einstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Der sRGB-Modus ist beim 272P4QPJKEB identisch mit dem 6500K-Modus, wir konnten keine messbaren Unterschiede feststellen. Die Abweichungen bei den Buntfarben sind durchweg sehr hoch, dies gilt sowohl für die Primär- wie auch für die Mischfarben. Wie schon die Grauwiedergabe erhält daher auch die Farbwiedergabe hinsichtlich der Farbverbindlichkeit nur eine sehr schlechte Note.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert, dafür musste nur der Blau-Regler kräftig abgesenkt werden. Der gemessene Gammawert vor der Kalibrierung war mit 2,18 gut.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration ganz erheblich verbessert wird. Die Abweichungen sind an allen Messpunkten klein geworden, die Gammakurve folgt jetzt dem Normverlauf recht gut. Leichte Unregelmäßigkeiten scheint es in der internen Farbsteuerung aber zu geben, die matrixbasierte Kalibration von iColor kann hier im Detail dann doch nicht das letzte Quäntchen Genauigkeit herausholen. Das Kontrastverhältnis sinkt durch die Kalibrierung nur wenig.

Nach der Kalibrierung kann der 272P4QPJKEB mit guter Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen überzeugen. Der deltaC Rangewert ist aber zu hoch und lässt so nur eine befriedigende Wertung zu. Engagierte Foto- oder Grafikamateure können also selbst durch die Investition in ein Colorimeter keine optimalen Ergebnisse erzielen. Somit schneidet der Monitor für diese Zielgruppe leider aus.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Beim Interpolationstest gibt der 272P4QPJKEB 16:9-Formate seitengerecht aus – andere Auflösungen unterstützt der Monitor bei der seitengerechten Ausgabe, indem der Nutzer im Menüpunkt "Bildformat" die 1:1-Darstellung auswählt.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1280 x 720 Vollbild.

Bei nativer Auflösung stellt der Philips 272P4QPJKEB selbst feine Strukturen sehr scharf dar. Die Gitterlinien und Konturen der Testgrafik gibt der Monitor sehr detailliert wieder, auch bei der Textwiedergabe überzeugt er durch eine akkurate Darstellung selbst sehr kleiner Schriftgrade. Bei der interpolierten Darstellung sowohl der Testgrafik als auch des Textes sorgen leichte Antialiasing-Effekte und Interpolationsartefakte für einen geringen Schärfeverlust, der sich aber in tolerablen Grenzen hält – sehr feine Strukturen in der Grafik laufen etwas zu, die Textdarstellung wirkt nicht ganz so knackscharf wie in der nativen Auflösung. Dennoch lassen sich selbst Konsultationsschriftgrade auf dem Bildschirm problemlos lesen.

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