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TESTBERICHT: Philips 274E5QHAB Teil 2


Das Display steht auf der filigranen Konstruktion erstaunlich stabil und rutschfest. Auf der Unterseite ist die Basisplatte zwar mit einer kleinen Metallplatte verstärkt - größere Rempler sollte man dem Display aber besser nicht zumuten. Bei Betätigung der Bedientasten, die von der Unterseite her zu drücken sind, wackelt das Display ziemlich, so dass die Bedienung des OSD über die Tasten nicht wirklich Spaß macht.

Die Stromversorgung ist beim 274E5QHAB in einem externen Netzteil untergebracht. Damit entsteht im Display kaum noch Wärme, Belüftungsöffnungen sind nicht vorhanden. Auch bei längerem Betrieb bleibt die Display-Rückseite kühl. Nur in der Mitte auf Höhe der VESA-Bohrungen kann man eine leichte Erwärmung spüren. Dafür heizt sich das kleine Schaltnetzteil spürbar auf, man sollte ihm also genügend Luft gönnen.

Das externe Netzteil ist klein, wird aber recht warm.

Beim Kabel hat Philips leider zu kurz gedacht: am Schreibtisch reicht der Teil zwischen Monitor und Netzteil kaum bis zum Boden. Und wer will schon bei so einem Design-Monitor das Netzteil auf den Schreibtisch daneben legen?

Aufkleber und Beschriftungen auf der Display-Vorderseite wurden sparsam verwendet. Die Wahl des verwendeten Klebstoffs ist jedoch unglücklich. Trotz größter Vorsicht beim Ablösen konnten der Aufkleber nicht rückstandsfrei entfernt werden.

Technik

Betriebsgeräusch

Der 274E5QHAB arbeitete im Test in allen Einstellungen völlig geräuschlos. Auch bei heruntergeregelter Helligkeit war keinerlei Brummen oder Pfeifen zu hören. Das Netzteil war ebenfalls unhörbar. Will man vom Netzteil ein Summen vernehmen, muss man es schon direkt an das Ohr pressen. In 5 cm Abstand ist es bereits unhörbar.

Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 45,0 W 31,1 W
Werkseinstellung 100 31,7 W 31,1 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 33 - 18,5 W
Betrieb minimal 0 - 12,4 W
Standby-Modus - 0,5 W 0,4 W
Ausgeschaltet - 0,5 W 0,2 W

* Messwerte ohne Audio und USB

45 Watt Maximalverbrauch gibt Philips für den 274E5QHAB im Datenblatt an, das ist schon ziemlich viel. Bei unseren Messungen erweist er sich aber als recht genügsam, bei maximaler Helligkeit messen wir nur 31,1 Watt. Stromzehrende Lautsprecher oder USB-Ports sind nicht vorhanden, der Kopfhörerausgang kann kaum mehr als einige Hundert Milliwatt beisteuern.

Einen mechanischen Ausschalter (Hard Switch) gibt es nicht. Der elektronische Frontausschalter wirkt effizient und lässt nur noch 0,2 Watt Restverbrauch durch. Im Standby-Modus sind es 0,4 Watt, die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden also sehr gut eingehalten.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir nur 18,5 Watt, bei solch einem großen 27 Zoll Monitor ergibt dies eine sehr gute Lichtausbeute (Effizienz) von 1,42 cd/W. Der bürotypische Jahresstromverbrauch des 274E5QHAB beträgt 40 kWh, die Stromkosten liegen bei 11 Euro.

Anschlüsse

Entsprechend seinem primären Einsatzzweck im Unterhaltungsbereich bietet der 274E5QHAB zwei HDMI-Anschlüsse. Ein VGA-Anschluss für analoge Signale ist ebenfalls vorhanden – DisplayPort oder DVI besitzt er dagegen nicht. Bei verschiedenen Quellen muss zur Auswahl des Eingangssignals manuell umgeschaltet werden, eine automatische Erkennung gibt es nicht.

Für die Verbindung mit einem Smartphone über das optionale MHL-Kabel gibt es keinen eigenen Anschluss. Dazu muss der mit MHL-HDMI beschriftete Port verwendet werden. Sind die beiden HDMI-Anschlüsse bereits belegt (z.B. mit Blu-Ray-Player und Spielekonsole) dann ist umstecken angesagt. Im Wohnzimmer löst man das am besten über einen AV-Receiver, mehr dazu unter "Sound".

MHL (Mobile High Definition Link) ist eines der Features, mit denen der 274E5QHAB speziell beworben wird. Damit sollen sich mobile Inhalte von geeigneten Smartphones und Tablets direkt auf dem Display anzeigen lassen. Das hört sich grundsätzlich erst mal toll an. Das Marketing von Philips agiert hier allerdings schon äußerst grenzwertig.

Die im Web und auf dem Karton hierzu gezeigte Abbildung zeigt ein stilisiertes Smartphone, das sich nach genauerer Recherche im Internet wirklich als iPhone 4 entpuppt. Tatsächlich bleiben Apple-Nutzer bei MHL aber außen vor und können dieses Feature überhaupt nicht nutzen.

Werbung und Wirklichkeit: iPhone-Nutzer bleiben bei MHL außen vor. Das rechte Bild zeigt einen Detailausschnitt aus einem hochauflösenden Foto einer Werbung zum Philips 237E.

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1 Kommentar vorhanden


Wow, schönes Display. Danke für das tolle Review.

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