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TESTBERICHT: Philips 274E5QHAB Teil 7


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung 6500K.

Mit 7100K ist der Weißpunkt in der Werkseinstellung deutlich kühler als die Referenztemperatur (6500K). Die Graustufen liegen dagegen alle bei 6700K, das führt zwangsläufig zu großen deltaC-Abweichungen bezogen auf das native Weiß.

Auch der Rangewert ist hoch, bei einem Consumermonitor aber vielleicht noch akzeptabel. Die abenteuerlich verbogene Gammakurve verläuft entgegengesetzt zur Normkurve, bei den hellsten Graustufen springt sie plötzlich in die Höhe.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe in Ordnung. Hinsichtlich der Farbverbindlichkeit bewerten wir in der Werkseinstellung nur die Grauwiedergabe, wegen der hohen Abweichungen und vor allem wegen des hohen Rangewertes bekommt sie eine schlechte Note.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der sRGB-Einstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Wie bei anderen Philips-Modellen auch ist der sRGB-Modus identisch mit dem 6500K-Modus, messbare Unterschiede fanden wir nicht. Die Graubewertung ist also weiterhin schlecht. Bei den Buntfarben sind einzelne Abweichungen schon sehr hoch, der Mittelwert von 2,5 deltaE ist aber zufriedenstellend.

Leider ist der Helligkeitsregler im sRGB-Modus gesperrt. Beim Versuch die Helligkeit zu ändern, schaltet der Monitor stets auf den 6500K-Modus um. Das ist unnötig und ärgerlich, zumal der Bildschirm mit viel zu hellen 287 cd/m² strahlt und ein ergonomisches Arbeiten nicht möglich ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe hergestellt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und einem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert, dafür musste nur der Blau-Regler um 5 Punkte abgesenkt werden. Der gemessene Gammawert vor der Kalibrierung betrug danach 2,09.

Die Farbechtheit wird durch die Kalibration deutlich besser. Die Abweichungen sinken an allen Messpunkten auf kleine Werte, und die Gammakurve folgt dem Normverlauf jetzt einigermaßen gut. Das Kontrastverhältnis steigt durch die Kalibrierung sogar noch ein wenig an. Richtig gut ist das Ergebnis aber noch lange nicht, die Details zeigen, dass die matrixbasierte Kalibration von iColor doch einige Mühe mit dem Ausbügeln hat. Hierzu gehört in jedem Fall der Grauverlauf mit dem verbleibenden Rangewert von 1,5 deltaC.

Nach der Kalibrierung bietet der 274E5QHAB eine gute Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen. Engagierte Foto- oder Grafikamateure, denen die Werkseinstellung nicht genügen wird, müssten ein Colorimeter beschaffen. Kleinere Nachteile, die auch aus dem etwas eingeschränkten Farbraum resultieren, lassen sich aber auch damit nicht ganz ausgleichen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Grundsätzlich füttert man jedes digitale Display am besten ausschließlich digital und in seiner nativen Auflösung. Dann braucht man sich um Interpolation keine Gedanken zu machen. Wichtig ist dieses Thema aber für alle, die Zuspieler wie einen DVD-Player verwenden wollen, die das nicht beherrschen oder beim PC zumindest temporär andere Auflösungen verwenden müssen weil der Rechner für Spiele in der höchsten Auflösung nicht genügend Rechenpower besitzt.

Zur Einstellung des zur Auflösung passenden Bildformats bietet der 274E5QHAB zwei Optionen: Breitbild oder 4:3 Format. Eine Option zur automatischen Umschaltung gibt es nicht.

Im Breitbild-Modus werden alle Auflösungen unabhängig vom tatsächlichen Format stets als Vollbild angezeigt. Ist die Auflösung kleiner als die nativen 1.920x1.080 wird das Bild entsprechend auf die volle Display-Fläche hochskaliert und bildschirmfüllend angezeigt. Bei 4:3-Auflösungen wird das Bild dazu horizontal gedehnt – Kreise werden zur Ellipse verzerrt.

Das manuelle Umschalten auf das 4:3 Format über das OSD erfordert ganze acht Tastendrücke – mit entsprechendem Gewackel des ganzen Displays. Die Software-Lösung von Philips bietet zu diesem Punkt leider auch keinen Schnellzugriff über ein Kontextmenü.

Hat man das Umschalten bewältigt, erhält man ein 4:3 Bild mit korrekten Proportionen, das auf die volle Panelhöhe von 1080 Pixel skaliert ist und seitlich die unvermeidlichen schwarzen Balken zeigt.

Schwierig wird es bei Auflösungen, die keinem der beiden Formate entsprechen. Das wäre z.B. bei Anschluss eines DVD-Players oder bei älteren PC-Spielen mit 16:10-Format der Fall. Eine seitenrichtige Darstellung oder einen pixelgenauen 1:1 Modus bietet der Philips nämlich nicht. Alle 16:10 Auflösungen können vom 274E5QHAB deshalb nur verzerrt dargestellt werden.

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1 Kommentar vorhanden


Wow, schönes Display. Danke für das tolle Review.

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