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TESTBERICHT: Samsung S22C450MW (Ver. 2) Teil 5


Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Für die Farbkorrektur des Colorimeters wählten wir das beigepackte White-LED Profil.

Eine saubere Einstellung brauchte mehrere Anläufe, vor allem der Blauregler erwies sich am oberen Ende des Einstellbereichs als nicht linear. Erst nachdem Blau von 50 auf 45 abgesenkt war, konnte man mit dem Rot-Regler vernünftig arbeiten. Letztlich wurde Grün ebenfalls auf 45 abgesenkt, Rot konnte auf 50 stehen bleiben. Der gemessene Gammawert von 2,14 passte als Ergebnis gut.

Nach der Kalibration ist das Ergebnis dennoch nur zufriedenstellend. Die Gammakurve folgt jetzt dem Normverlauf, und die Mischfarben gelingen gut, doch bei den Primärfarben wie auch bei den Graustufen bleiben die Abweichungen nach wie vor hoch. Der Kontrastwert erweist sich als stabil.

Für farbkritische Anwendungen sollte man S22C450MW auch im Kalibrierten Zustand besser nicht einsetzen. 10 Prozent des sRGB-Farbraums fehlen, die Ansteuerung des Panels erscheint nicht linear. Sicherlich gibt es deutlich messbare Verbesserungen gegenüber der Werkseinstellung, doch die Anschaffung eines Colorimeters können sie kaum rechtfertigen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Der Samsung S22C450MW löst nativ 1680 x 1050 Pixel auf und bietet damit bei einer Bildschirmgröße von 22 Zoll eine Pixelgröße von 0,282 mm, die Texte gut leserlich und nicht zu klein wiedergibt. Ob dies auch bei interpolierten Auflösungen der Fall bleibt, die stets gewissen Kompromissen unterworfen sind, klären wir im folgenden Abschnitt.

Gängige Bildformate wie 16:10 Auflösungen 1440 x 900 und 4:3 Auflösungen wie 1024 x 768 oder 1280 x 1024 werden stets auf Vollbild skaliert. Mit der Option Bildgröße Auto im Menü Bild können 4:3-Bildformate auch seitengerecht dargestellt werden. 16:9 Bildformate können mit dieser Option jedoch nicht angepasst werden und werden entweder meist auf Vollbild gestreckt oder aber in reduzierter Größe wiedergegeben (1366 x 768). Auch ein angelegtes FullHD-Signal mit 1920 x 1080 Pixel wird auf Vollbild interpoliert. Im Benutzerhandbuch werden 19 Standardsignalmodi mit den entsprechenden Frequenzen aufgelistet, in denen sich der Monitor automatisch an das vom PC ausgegebene Signal anpasst. Einen pixelgenauen 1:1 Modus gibt es nicht.

Mit dem Schärferegler im Menü Bild kann die Bildschärfe des analogen und des digitalen Signals noch individuell angepasst werden. Bei kleinen Werten werden Kanten und Schriften weichgezeichnet, bei großen Werten wird das Schriftbild sichtbar schärfer. Der voreingestellte Wert von 60 ist meist eine gut gewählte Einstellung.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1.280 x 720 wird die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Reaktionsverhalten

Den Samsung S22C450MW haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden ohne Hinweis auf das Messverfahren. Eine Beschleunigungsoption gibt es im OSD nicht. In der Werkseinstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 6,9 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 6,3 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte ist mit 19,6 Millisekunden wesentlich größer.

Ohne Beschleunigung: lange Schaltzeiten, keine Überschwinger.

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