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TESTBERICHT: Samsung S22C450MW (Ver. 2) Teil 6


Diese extrem ungleichen Zeiten zeigen, dass dieser Monitor nur die sehr hellen Bildwechsel schnell erledigt. Typischerweise wird die ansteigende Signalflanke bei unbeschleunigten TN-Panels immer länger, je dunkler die Bilder werden. Der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent (rechtes Chart) geht nicht besonders zielstrebig auf die Sollhelligkeit zu, stattdessen nähert er sich ihr in mehreren Stufen allmählich an. Überschwinger können so nicht entstehen.

Bei Videos kann solch eine Charakteristik bewirken, dass schnelle Bewegungen in überwiegend dunklen Szenen zum Verwaschen neigen. Ambitionierte Gamer erwarten kürzere Zeiten im gesamten Helligkeitsbereich.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim S22C450MW ist die Signalverzögerung mit 1,9 Millisekunden sehr kurz. Weitere 9,8 Millisekunden kommen für die halbe mittlere Bildwechselzeit hinzu, damit ergibt sich die mittlere Gesamtlatenz zu 11,7 Millisekunden. Für einen Büromonitor ist das ein respektables Ergebnis, schnelle Gamermonitore kommen allerdings mit der Hälfte aus.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des S22C450MW arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Auch bei maximaler Helligkeitseinstellung messen wir kurze Pausen, mit knapp 2 Prozent Pausenanteil (entspricht einer Tastrate von über 98 Prozent) sind diese aber nur für die Messsonde erkennbar. Eingestellt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigt unser Chart die PWM-typische Rechteckschwingung, die Schaltfrequenz beträgt nur 180 Hz mit einer Tastrate von 56 Prozent. Besonders empfindliche Menschen mit Vorliebe für niedrige Arbeitsplatzhelligkeiten sollten vor dem Kauf testen, ob sie das Backlight-Flimmern wahrnehmen.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Hier entspricht der S22C450MW dem, was man von einem TN-Panel klassentypisch erwarten darf.

Die Schlierenbildung fällt moderat aus. Haloeffekte sind keine erkennbar. Hier macht sich der Verzicht auf eine aggressive Signalaufbereitung bemerkbar. Schnelle Bewegungen wirken daher meist flüssig und weniger abrupt, aber auch etwas unscharf. Der Schwarz-Weiß-Wechsel gelingt dem Samsung-Monitor besser. Im PixPerAn-Lesbarkeitstest erreichten wir den durchschnittlichen Wert 7.

Bewegungsunschärfe und Schlierenbildung bei sehr schnellen Bewegungen.

Für die Erstellung der Fotos wurde eine Verschlusszeit von 1/60 Sekunde gewählt, die der Wiedergabefrequenz des DVI-Signals entspricht, so dass im Idealfall genau ein Bild wiedergegeben werden sollte. Durch die Trägheit der Pixel beim Helligkeitsaufbau und -abbau sind meist noch mehrere Schlierenbilder erkennbar.

Sound

Für die Tonwiedergabe verfügt der S22C450MW über zwei winzige Lautsprecher mit je 1 Watt Leistung, die an der gestuften Rückwand hinter den seitlichen Belüftungsschlitzen angebracht sind. Klangwunder darf man hier nicht erwarten, auch wenn die Marketingabteilung von Samsung hier einen hochwertigen Stereosound verspricht. Die Lautsprecher klingen blechern und dünn; und ihre Lautstärke ist nur begrenzt regelbar. Sie eignen sich daher lediglich für einfache Aufgaben und für die alltägliche Büroarbeit.

DVD und Video

Einen HDMI-Eingang hat der Samsung S22C450MW nicht. Für den Anschluss von HD-Zuspielern wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen wird ein Adapter von HDMI auf DVI benötigt.

Test der Videoeigenschaften.

Der S22C450MW ist kein Videospezialist: es gibt keinen HDMI-Eingang und keine OSD-Optionen für Overscan, RGB-Signallevel und Farbmodell. Zusätzlich reicht seine native Auflösung nicht für FullHD. Wir haben trotzdem getestet, was machbar ist.

Nach unseren Farbmessungen haben wir uns wieder für die Werkseinstellung (Farbmodus Normal, Gamma 1) entschieden und unser Full-HD-Testvideo abgespielt. Farblich hatten wir daran wenig auszusetzen, mit natürlich wirkenden Farben und stimmigen Hauttönen entspricht die Farbwiedergabe dem derzeitigen hohen Standard.

Schwarzwert und Bildkontrast sind gut, dunkle und helle Szenen werden detailreich durchgezeichnet. Schnelle Kameraschwenks wirken auch beim S22C450MW oft verwaschen, was aber durch einen generellen Makel ohnehin verschärft wird: der 1.680er Monitor akzeptiert auch FullHD-Signale, doch das Bild wirkt etwas unscharf und leicht verschwommen.

Auch beim S22C450MW wirkte die Blickwinkelabhängigkeit auf uns weniger ausgeprägt als bei vielen anderen TN-Panels. Auch hier können durchaus mehrere Zuschauer Spaß am Bild haben, solange der Monitor nur nicht zu hoch aufgestellt wird.

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