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TESTBERICHT: Samsung S27C450B Teil 6


Reaktionsverhalten

Den S27C450B haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden genannt, ohne Hinweis auf das Messverfahren. Eine Beschleunigungsoption im OSD finden wir nicht. In der Werkseinstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 4,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 4,5 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt dagegen lange 22,0 Millisekunden.

Langsame Signalflanken, keine Überschwinger.

Das linke Chart zeigt uns, dass Bildwechsel mit voller Helligkeit sehr schnell sein können, während alle anderen sehr viel mehr Zeit brauchen. An den dunkleren Messpunkten wird der Bildwechsel schließlich richtig langsam, vor allem weil die Anstiegszeiten stark zunehmen.

Im rechten Chart zeigt der Helligkeitsverlauf schon beim (noch gar nicht so dunklen) Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent ausgesprochen behäbige Signalflanken, die erst in einem zweiten Bildframe zur Zielhelligkeit kommen.

Überschwinger treten bei einer solchen Charakteristik natürlich nicht auf. Nachteilig ist die starke Neigung zu verwaschenen und zulaufenden Schatten in schnell bewegten dunkleren Bildszenen - ganz gewiss keine Empfehlung für Gamer, aber auch nicht für Videoliebhaber.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim S27C450B ist die Signalverzögerung mit 1,8 Millisekunden sehr kurz, zusammen mit zusammen mit der halben mittleren Bildwechselzeit von 11,0 Millisekunden ergibt sich ein gar nicht mal so unattraktiver Wert von 12,8 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz. Zum Gamermonitor wird er dadurch aber nicht.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des S27C450B arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Auch bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler legt das Backlight schon ganz kurze Pausen ein, mit knapp 2 Prozent Pausenanteil (entspricht einer Tastrate von über 98 Prozent) sind die aber nicht wahrnehmbar. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) sehen wir die PWM-typische Rechteckschwingung im Chart, die Schaltfrequenz beträgt nur 180 Hz mit einer Tastrate von 42 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass besonders empfindliche Menschen das Backlight-Flimmern wahrnehmen könnten, ist relativ hoch.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Da es sich beim Samsung S27C450B um einen Office Monitor handelt, kann man es ihm nicht verübeln, dass sich im Gaming Bereich durchaus keine Stärken finden lassen. Bereits in wenig schnellen Spielen wie Skyrim oder bekannten MOBA Titeln lassen sich Schwächen ausmachen. Sämtliche Schriften werden bereits bei geringer Bewegung unscharf und erst wieder bei Stillstand gut lesbar. Schnelle First-Person Shooter sind noch weniger geeignet, denn die Bewegungsunschärfe trübt das Spielerlebnis erheblich.

Sound

Dieses Testsegment sorgte für helle Aufregung, da die Lautstärke als ziemlich hoch empfunden wurde. Allerdings stellte sich heraus, dass der Sound lediglich vom verzweifelten Redakteur kam, denn trotz des beigelegten Audiokabels ließ sich an keiner Stelle des Monitors eine 3,5 mm Klinkenbuchse finden.

Hier wird wohl für die gesamte Serie nur ein kompletter Kabelsatz beigelegt, denn die ebenfalls zur Serie gehörenden Modelle S22C450MW und S24C450MW sind mit integrierten Lautsprechern ausgestattet.

DVD und Video

Einen HDMI-Eingang für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen hat der S27C450B nicht. Die Videotauglichkeit haben wir mit einem HDMI/DVI-Adapter untersucht.

Test der Videoeigenschaften.

Im Menübereich MagicBright wird die Voreinstellung Kino angeboten, die uns wegen der kühlen und geschärften Bildwiedergabe aber nicht überzeugen konnte. Wir wählen wieder die Standardeinstellung.

Am BD-Player zeigte der S27C450B am BD-Player ein gutes Bild mit natürlichen Farben, die gelegentlich aber auch etwas blass wirkten. Hauttöne wurden stimmig wiedergegeben. Schwarzwert und Bildkontrast waren sehr gut, auch die Detailzeichnung in hellen wie dunklen Szenen konnte überzeugen. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen haben wir nicht beobachtet, schnelle dunkle Szenen neigten allerdings zum Verwaschen und Zulaufen.

Die Blickwinkelabhängigkeit des TN-Panels fällt in der Horizontalen gar nicht so sehr auf, hier liefert der S27C450B eine noch solide Leistung ab. In der Vertikalen ist der Nachteil gegenüber den konkurrierenden IPS-Panels allerdings erheblich.

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