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TESTBERICHT: Samsung S27C750P Teil 5


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Die Farbraumuntersuchung zeigt, dass der sRGB-Farbraum mit 91 Prozent gut abgedeckt wird. Viele andere Monitore mit MVA-Panel schneiden hier noch um 4 Prozent schlechter ab.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Modus Benutzer, Farbeinstellung Normal, Gamma 1, Helligkeit 100 und Kontrast 75.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

Die Farbstimmung in der Werkseinstellung ist nur wenig kühler als die Referenztemperatur von 6500K. Sie bleibt bei allen gemessenen Graustufen einigermaßen konstant, die deltaC-Abweichungen und auch der Rangewert (bezogen auf das native Weiß) sind erfreulich niedrig. Die Gammakurve folgt dem Normverlauf schon recht genau.

Einen sRGB-Modus gibt es nicht, daher bewerten wir auch die Wiedergabe der Buntfarben in der Werkseinstellung. Hier fallen die Abweichungen bei Rot und Gelb sowie ganz krass bei Grün auf. Die Mischfarben gelingen aber wieder durchaus zufriedenstellendend.

Für einen Consumermonitor liefert der S27C750P schon ab Werk ein erfreulich farbtreues Bild. Selbst für gelegentliche farbverbindliche Arbeiten bietet diese Einstellung zufriedenstellende Eigenschaften, man sollte aber die Farbraumeinschränkung und die Abweichungen bei den Primärfarben nicht außer Acht lassen. Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video oder Fotografie ist die Farbwiedergabe tadellos.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Dafür mussten der Rot- und der Blau-Regler ein wenig abgesenkt werden. Der anschließend gemessene Gammawert war uns mit 2,18 gut genug, daher haben wir den Gammaregler nicht mehr verändert.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration noch etwas verbessert wird. Die Abweichungen bei den Graustufen sind jetzt durchweg minimal, nur der erhöhte Rangewert zeigt uns, dass die neutralgraue Mischung nicht immer ganz gelingt. Die Gammakurve folgt dem leicht ansteigenden Normverlauf jetzt sehr genau. Bei den Mischfarben sind die Abweichungen nun ebenfalls sehr gering, bei den Primärfarben kann die nicht ganz vollständige Farbraumabdeckung aber nicht ausgeglichen werden. Der Kontrastwert geht durch die Kalibration um 15 Prozent zurück, das lässt sich angesichts von immer noch riesigen 3.140:1 leicht verschmerzen.

Nach der Kalibrierung erhält der S27C750P für die Farbwiedergabe bei farbkritischen Anwendungen fraglos eine gute Bewertung. Für die meisten Anwender werden die Verbesserungen gegenüber der ohnehin schon guten Werkseinstellung allerdings nicht den Kauf eines Colorimeters rechtfertigen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Die Einstellung des passenden Bildformats ist beim S27C750P einfach gelöst: bei den 16:9-Auflösungen wird stets ein Vollbild gezeigt (Option Breit). Bei allen anderen Seitenverhältnissen kann außer dem Vollformat nur die seitengerechte Darstellung gewählt werden (Option Auto), dadurch wird das Bild auf die volle Panelhöhe von 1080 Pixel skaliert und linksbündig platziert (die meisten Monitore zentrieren das Bild bei ähnlichen Einstellungen).

Auflösungen wie 1.680 x 1.050, die davon nur wenig abweichen, leiden sehr unter der zwangsläufigen Mini-Skalierung, denn einen pixelgenauen 1:1 Modus gibt es nicht und auch der Schärferegler bringt hier keine überzeugenden Resultate.

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen, und ist auf 60 voreingestellt. Dieser Wert funktioniert gut solange man nicht skaliert, dann kann es helfen den Regler in Richtung 100 zu bewegen.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

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