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TESTBERICHT: ViewSonic VG2437mc-LED Teil 6


Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die native Auflösung ist wie zu erwarten sehr scharf. Die Auflösung 1280 x 720 wird qualitativ hochskaliert und es treten keine negativen Farbeffekte oder sonstige Artefakte auf.

ViewSonic verwendet offenbar einen weniger aggressiven Algorithmus, denn es werden weniger Pixel hinzugefügt und die einzelnen Zeichen haben leichte Unschärfe an den Rändern. Dafür sind die einzelnen Buchstaben und Zahlen homogener und ein Text folglich angenehmer zum Lesen.

Reaktionsverhalten

Den VG2437mc haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine typische Reaktionszeit von 5 Millisekunden. Eine Overdrive-Option bietet das OSD nicht.

In der Werkseinstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (rise + fall) mit 9,6 Millisekunden, der schnellste Grauwechsel benötigt nur 7,9 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 16,0 Millisekunden.

Lange Anstiegszeiten durch unbeschleunigten Helligkeitsverlauf.

Der Helligkeitsverlauf im rechten Chart zeigt ein unbeschleunigtes TN-Panel, das sieht man heute nur noch selten. Charakteristisch sind die extrem langen Anstiegszeiten, die länger dauern als ein ganzer Bildframe, gepaart mit technisch bedingt wesentlich schnelleren Abfallzeiten.

Vor allem die Bildwechsel mit relativ geringem Helligkeitsunterschied dauern sehr lange, an Überschwingern ist nicht zu denken. Auf statische Bilder hat dies keine Auswirkung, für schnelle Spiele ist das Panel dagegen zu langsam. Auch für schnell bewegte Bildinhalte mit wenig Kontrast, wie sie oft in Videos auftreten, ist diese Charakteristik unvorteilhaft.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit nur 2,2 Millisekunden messen wir eine sehr kurze Signalverzögerung.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 14,8 Millisekunden dagegen ziemlich lang, die mittlere Gesamtlatenz kommt auf insgesamt 17 Millisekunden. Für engagierte Spieler ist dieses Ergebnis leider enttäuschend, alle anderen werden davon nichts bemerken.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des VG2437mc ist mit White LED bestückt. Die Helligkeitsregelung arbeitet mit dem verbreiteten PWM-Verfahren.

Voll aufgedreht leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigt das Chart die PWM-typische Rechteckschwingung. Die Schaltfrequenz beträgt 180 Hz, die Tastrate liegt bei 58 Prozent. Sehr empfindliche Menschen könnten daher beim VG2437mc ein Backlight-Flimmern wahrnehmen.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Regelung.

Subjektive Beurteilung

In der Praxis sind überhaupt keine Nachzieheffekte oder Bewegungsartefakte zu beobachten. Um Schwächen auf den ersten Blick zu offenbaren, reicht oft ein Spiel wie Fifa 2013 oder ein Ego-Shooter mit einem dunklen und schattigen Level. In keinem der beiden konnte man Negatives feststellen. Keine Schmiereffekte bei Call of Duty oder Schlieren-Bildung bei Fifa waren zu sehen. Für Gelegenheitsspieler ist der Monitor auch zum Spielen durchaus geeignet.

Sound

Tonsignale können über den analogen 3,5 mm Klinke-Eingang zugeführt werden. Die verbauten Lautsprecher sind kein Klangwunder, aber immerhin gibt es welche. Das spart Arbeitsfläche und zusätzliche Verkabelung, die beim Kauf von separaten Lautsprechern sonst anfallen würden.

Insgesamt reichen die Schallwandler aus, um gelegentlich Videos oder Podcasts zu schauen, Dialoge könnten dennoch verständlicher rüberkommen.

Die Lautstärke ist leider nicht direkt veränderbar. Um zum OSD-Punkt "Lautstärke" zu kommen, muss man die Pfeiltaste "Unten" drücken. Dann wird nochmals mit Taste "2" die Zeile "Lautstärke" bestätigt, um dann erst die Lautstärke verändern zu können. Auch um das Menü wieder zu verlassen, muss man zweimal die Taste "1" betätigen. Hinzu kommt, dass bei dem ganzen Vorgang das ganze OSD-Menü angezeigt wird, statt lediglich eines Lautstärke-Menüs.

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