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TESTBERICHT: AOC g2770Pqu Teil 8


Interpolation

Ein wichtiger Punkt bei Monitoren ist das Interpolationsverhalten. Es gibt noch viele Programme und besonders Spieleklassiker, die nicht in der HD-Auflösung wiedergegeben werden können. Der G2770PQU bietet, solange man in der oberen Ebene die Auflösung verändert und nicht tiefer in den Grafikkarteneinstellungen eingreift, nur die Darstellungsform "breit". Alle anderen Einstellungsmöglichkeiten sind Simulationen verschiedener Bildschirmdiagonalen.

Für die Seitenverhältnisse 4:3, 16:10 und 16:9 stehen jeweils zwei verschiedene Größen zu Auswahl, die in einem Fenster dargestellt werden. In allen Modi macht es sich das Testgerät einfach, denn es wird immer eine bildschirmfüllende, oder bei den Simulationen, eine fensterfüllende Anzeige geboten. Am analogen Eingang ändert sich an dem Verhalten und den Bildformaten nichts. Greift man nun tiefer in die Grafikkarteneinstellungen ein, oder spielt über externe Geräte das Signal in einem 4:3 Verhältnis zu, so kann zusätzlich in den Seitenverhältniseinstellungen 4:3 und 1:1 gewählt werden. Spielen wir eine kleinere HD Auflösung zu, kann zusätzlich nur 1:1 gewählt werden.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Wir haben unsere Testgrafik in der nativen Auflösung und bei 1280 x 720 miteinander verglichen. Der hinzugewonnene Platz muss nun irgendwie aufgefüllt werden. Dies wird durch Algorithmen berechnet, so dass an den Rändern graue Pixel eingefügt werden, die diesen Platz ausfüllen. Das funktioniert bei dem X im Gitter recht gut, da es dem, was wir bei nativer Auflösung zu sehen bekommen schon recht nahe kommt. Die feinen Linien im Rest der Grafik gehen natürlich mehr oder weniger verloren.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Text gibt der G2770PQU auch bei verringerter Auflösung sehr gut wieder. Selbst der Schriftgrad von 7 in fett ist noch einwandfrei zu lesen. "Clear Vision", heißt bei unserem Testgerät der Schärferegler an den digitalen Eingängen und ist in vier Stufen: aus, schwach, mittel und stark einstellbar. In der Einstellung "schwach", bei verringerter Auflösung, wird der Unschärfeeindruck etwas abgemildert. Die beiden Stufen darüber sorgen aber nur für ein unansehnliches Schriftbild mit Farbsäumen. In der nativen Auflösung ist diese Funktion nicht zu empfehlen, da schon der Modus "schwach" für Farbsäume sorgt.

Am analogen Eingang gibt es neben den üblichen Einstellungen wie Takt, Fokus, H-Position und V-Position auch einen regulären Schärferegler. In den Werkseinstellungen steht er bei 50. Das Schriftbild ist aber bei dieser Einstellung ein wenig matschig und macht auch in der nativen Auflösung den Eindruck, als würde hier die Interpolation greifen. Dies bekommt man mit dem Schärferegler jedoch gut in den Griff. Bei dem Wert 80 ist das Schriftbild deutlich klarer. Bei 100 wirkt es überschärft. Den gleichen Effekt erreicht man auch mit der "Clear Vision" Einstellung, die natürlich auch am analogen Eingang wählbar ist. Mit der Einstellung "schwach" liefert sie in etwa den gleichen Effekt, wie der Wert 80 in der Schärfeeinstellung.

Reaktionsverhalten

Den AOC G2770PQU haben wir in nativer Auflösung bei 60Hz und 144Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der CtC-Messwert (Color-to-Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50% Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunkts gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Bei den folgend Grafiken ist folgendes zu beachten: Durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit mussten wir bei einigen Grafiken unsere Skala die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 Millisekunde für GtG genannt. Der AOC besitzt fünf Reglerpositionen für seine Overdrive-Funktion (aus, schwach, leicht, mittel, stark). In der Werkseinstellung ist die Option "mittel" aktiviert.

60Hz Overdrive "aus"

Mit Overdrive "aus" bei 60Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 17,6 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 3,4 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt gemächliche 24,2 Millisekunden. Ein CtC Wert von 19,2 ist ebenfalls nicht sonderlich schnell. Der Helligkeitsverlauf ist völlig neutral.

60Hz (Overdrive: aus): gemächliche Schaltzeiten und keine Überschwinger.

60Hz Overdrive "mittel"

Bei 60Hz und der Overdrive-Stellung "mittel" ist schon eine deutliche Steigerung der Geschwindigkeit sichtbar. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit schnellen 4,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit lediglich 1,6 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 3,5 Millisekunden und der CtC-Wert reduziert sich auf sehr schnelle 2 Millisekunden. In dieser Einstellung werden die Reaktionszeiten effektiv gekürzt, aber es entstehen doch schon starke Überschwinger.

60Hz (Overdrive: mittel): sehr schnelle Schaltzeiten und starke Überschwinger.

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