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TESTBERICHT: Asus MB168B Teil 5


Reaktionsverhalten

Den MB168B haben wir in nativer Auflösung am USB-Anschluss untersucht.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Bei den Technischen Daten im Handbuch findet sich die Reaktionszeit von 11 Millisekunden (ohne Angabe des Messverfahrens). Eine Beschleunigungsoption gibt es nicht.

Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 10,5 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 7,8 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 25,3 Millisekunden.

Lange Schaltzeiten, keine Überschwinger.

Die Ergebnisse sind typisch für ein TN-Panel mit sehr schwacher Beschleunigung. Der Schwarz-Weiß-Wechsel geht ebenso wie die mittleren Grauwechsel noch recht zügig vonstatten, dunkle Grauwechsel oder solche mit geringem Helligkeitsunterschied zwischen den beiden Niveaus brauchen aber sehr viel länger.

Von Überschwingern ist hier nichts zu sehen, dennoch ist der Helligkeitsverlauf nicht neutral im Sinne der Idealkurve, denn oft sind zwei Bildframes nötig, um einen Wechsel endlich abzuschließen. Für statische oder langsame Bilder ist das nicht wichtig, aber bereits für Videos ist diese Charakteristik eigentlich zu langsam.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim MB168B lässt sich die Verzögerungszeit leider nicht zuverlässig bestimmen, weil der USB-Bus wesentliche Zeitanteile beisteuert. Die können je nach Rechnerkonfiguration durchaus verschieden ausfallen, wir würden also eher den Lag des aktuellen USB-Busses messen als den des Monitors.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des MB168B arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Bei voll aufgedrehtem Regler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² (gelbe Kurve) sehen wir die PWM-typische Rechteckschwingung im Chart, wegen der recht hohen Schaltfrequenz von 1.000 Hz erscheint die Kurve eng gedrängt. Derart hochfrequentes Backlight-Flimmern sollte nach bisherigen Erkenntnissen auch bei sehr empfindlichen Menschen keine Beeinträchtigungen verursachen.

LED-Backlight mit hochfrequenter PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

In Spielen, Videos und auch beim schnellen Verschieben von Anwendungen konnten keine negativen Effekte beobachtet werden. Minimale Schlieren waren zwar wie üblich beobachtbar, dies ist aber für ein Gerät ohne 120 Hz Modus nichts Unübliches. Die Messwerte machen den Monitor für Gamer nicht unbedingt interessant, auch wenn Gelegenheitsspieler die etwas längere Reaktionszeit und die hohe Latenz wahrscheinlich kaum wahrnehmen dürften. Für Hardcoregamer dürfte der Monitor bei diesen Werten zusammen mit den anderen Nachteilen wahrscheinlich nicht mehr in Frage kommen. Für diese Zielgruppe wurde das Gerät aber auch nicht konzipiert.

Sound

Der USB-Monitor besitzt keine verbauten Lautsprecher und kann weder Audiosignal entgegen nehmen noch weiterreichen.

DVD und Video

Da der Monitor nur über den USB 3.0 Anschluss angesprochen werden kann und für den Betrieb zusätzlich Treiber erforderlich sind, ist eine Zuspielung mit externen Zuspielern wie zum Beispiel einem Blu-Ray Player nicht möglich.

Durch seine geringen Lichthöfe und dem 16:9 Format eignet sich der Monitor grundsätzlich gut für die Betrachtung von Filmen. Mit einem längeren optionalen Kabel kann der schwere Laptop im Hotelzimmer zum Beispiel auf den Nachtschrank gelegt und der Monitor im Bett wie ein Tablet genutzt werden. Beachtet werden sollte allerdings, dass der Sound weiterhin aus dem Laptop kommt, was nicht ganz ideal ist. Auch ein Betrieb im Zug mit dem Laptop in der Tasche können wir uns vorstellen, allerdings müsste der Laptop für jedes Pausieren, Vorspulen oder Lautstärke verändern wieder aufgeklappt werden.

Möglich ist durch den Monitor auch eine parallele Nutzung, so kann ein Anwender einen Film über den USB-Monitor gucken und der andere Anwender weiterhin an dem Laptop arbeiten oder surfen.

Alle weiteren sonst üblichen Tests im Videobereich konnten wir aufgrund der Beschränkung der Anschlussmöglichkeiten und des OSDs nicht durchführen, welches auch bei der Bereichsnote zu einer Abwertung führt.

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