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TESTBERICHT: Asus MX299Q Teil 2


Hochglänzende Designelemente wurden nur an Stellen verwendet, die man im normalen Gebrauch nie berührt. Die OSD-Tasten befinden sich zudem an der Unterseite des Rahmens. Im Gegensatz zu manch anderem Design-Monitor ist der ASUS MX299Q also nicht nur nach dem ersten Auspacken schön, sondern bleibt auch im Alltagsgebrauch so, ohne dass man ständig wischen muss.

Einziger Kritikpunkt: auf der Rückseite des MX299Q konnte man sich die schwarze Klavierlack-Optik dann doch nicht verkneifen. Steht der Monitor an der Wand hat man davon eh nichts, steht er auf dem Schreibtisch, spiegelt die Rückseite stark. Der Monitorfuß ist auf der Unterseite rundum gummiert und ermöglicht einen sicheren und rutschfesten Stand.

Die Neigung lässt sich von +20° bis -5° verstellen. Bei 0° stößt man auf einen Widerstand, der sich nur mit einigem Kraftaufwand überwinden lässt. Ansonsten hat der MX299Q – wie andere Design-Monitore auch - bei den Ergonomie-Funktionen nicht viel zu bieten. Eine Höhenverstellung, Pivot- oder Drehfunktion gibt es nicht.

Die Aufstellung auf dem Schreibtisch ist daher schon etwas problematisch: unter Ergonomie-Gesichtspunkten sollte die Oberkante des Displays bei aufrechter Sitzposition auf Augenhöhe sein. Der MX299Q steht jedoch sehr niedrig. Die Höhe der Oberkante beträgt vom Schreibtisch gemessen gerade mal 39,5 cm. Wer auf ermüdungsfreies Arbeiten und eine gesunde Wirbelsäule wert legt, wird sich also noch eine stabile Unterlage besorgen müssen, um den Stand des Monitors insgesamt zu erhöhen.

Das externe Netzteil wirkt vergleichsweise robust und erwärmt sich im Betrieb kaum.

Die Stromversorgung ist beim MX299Q in einem externen Netzteil untergebracht. Damit entsteht im Display kaum noch Wärme, Belüftungsöffnungen sind nicht vorhanden. Das kleine Schaltnetzteil ist relativ schwer, erwärmt sich dafür aber auch bei längerem Betrieb kaum.

Langfingern kann man mit einer Öffnung für Kensington-Kabelschloss vorbeugen. Eine VESA-Halterung für die Wandmontage besitzt der MX299Q dagegen nicht.

In Summe verdient sich der MX299Q für Design und Verarbeitung die Höchstnote.

Technik

Betriebsgeräusch

Der MX299Q arbeitete im Test in allen Einstellungen völlig geräuschlos. Auch bei herunter geregelter Helligkeit war keinerlei Brummen oder Pfeifen zu hören. Das Netzteil war ebenfalls unhörbar. Will man vom Netzteil ein Geräusch vernehmen, muss man es schon direkt an das Ohr pressen.

Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 31,7 W 40,5 W
Werkseinstellung 90 - 37,8 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 31 - 23,4 W
Betrieb minimal 0 - 17,4 W
Standby-Modus - 0,5 W 1,1 W
Ausgeschaltet - 0,5 W 0,4 W

* Messwerte ohne Audio und USB

Mit dem maximalen Stromverbrauch nimmt ASUS es diesmal nicht so genau: 31,7 Watt stehen im Datenblatt, bei maximaler Helligkeit messen wir dagegen stramme 40,5 Watt. Mit den beiden 3 Watt-Lautsprechern könnten bei voller Lautstärke sogar noch einige Watt hinzukommen.

Einen mechanischen Ausschalter gibt es nicht. Der elektronische Frontausschalter schafft die Null nicht ganz und lässt 0,4 Watt übrig. Im Standby-Betrieb zeigt sich der MX299Q nicht ganz so effizient, wie es inzwischen Standard im Markt geworden ist: mit 1,1 Watt erfüllt er noch die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie, viele Mitbewerber begnügen sich aber schon seit längerer Zeit mit 0,5 Watt und weniger.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir 17,4 Watt, damit erweist sich die 29 Zoll Breitbildklasse auch hier wieder als generell etwas stromhungriger. Die rechnerische Effizienz kommt nur auf zufriedenstellende 1,09 cd/W. Der bürotypische Jahresstromverbrauch des MX299Q liegt bei 52 kWh, wofür derzeit 14 Euro zu bezahlen sind.

Anschlüsse

Beim Bildsignal setzt der MX299Q bereits ausschließlich auf digitale Zuspielung. Mit DisplayPort 1.2, Dual-link DVI und HDMI sind alle wichtigen, digitalen Schnittstellen vorhanden. Auf einen VGA-Eingang für analoge Signale hat ASUS dagegen verzichtet.

Der HDMI-Anschluss kann auch für MHL verwendet werden. MHL (Mobile High Definition Link) ist eine Feature, mit dem sich mobile Inhalte von geeigneten Smartphones und Tablets direkt auf dem Display anzeigen lassen. An sich eine tolle Sache, die ASUS erstaunlicherweise in seiner Werbung nur am Rande erwähnt, aber trotzdem löblicherweise ein MHL-Kabel dem Lieferumfang gleich beilegt.

MHL-Feature kaum erwähnt, allerdings liegt ein MHL-Kabel bei.

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6 Kommentare vorhanden


Habe den Monitor aufgrund des Test´s gekauft und bin doch sehr enttäuscht! Der Monitor hat extreme! Lichthöfe in den unteren Ecken, selbst mit stark runtergeregelter Helligkeit stören diese extrem bei dunklen Bildinhalten.

Darauf gehen wir ja auch ein. Mehr als die Helligkeitsverteilung zu messen und ein Bild davon zu machen ist ja kaum möglich. Zumal gerade die Ausleuchtung einer gewissen Serienstreuung unterliegt. Wir können ja nur das eine Modell bewerten was von uns getestet wurde und nicht alle am Markt vorhandenen Geräte. Wenn die Ausleuchtung nicht passt, wieder einpacken und zurück senden.
War auch eigentlich nicht als Kritik am Test gemeint sondern eher als Hinweis für evtl. Käufer. Ich danke Euch auf jeden Fall für den guten Test.
Hallo,
jetzt würde ich nur noch um einen kleinen Schubs bitten:
Den Asus MX299Q oder den LG Flatron 29EB93-P.
Beide habt Ihr ja getestet und eigentlich nehmen die sich ja nix. Ich bin Gamer. Warthunder, Battlefield, World of Tanks.
Vielen Dank
Frage: Ich möchte (neben dem PC) auch meine Xbox 360 an dem Monitor betreiben.
Ihr schreibt ja, dass es Probleme bei 1280x720 gibt. Das ist aber die Auflösung, in der die meisten Xbox Games laufen.

Heisst das, xbox und dieser Monitor sind keine gute Kombi? Ich will eigentlich nur normale 16:9 und keine sonstige schräge Skalierung haben.
Da bei der XBox die Interpolation ja vom Monitor übernommen werden muss, ist die Kombination nicht ideal.

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