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TESTBERICHT: Asus MX299Q Teil 6


Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Standard.

Die Werkseinstellung Standard zeigt einen Weißpunkt von 6502K, der aber einen sehr großen Farbabstand zur Schwarzkörperkurve und zum Normweißpunkt D65 aufweist. Bei den Graustufen verschiebt sich die Farbtemperatur um 200K, damit entstehen dann größere deltaC-Abweichungen und auch der Rangewert ist recht hoch. Die Gammakurve ist abenteuerlich geschwungen mit einem hohen Mittelwert von 2,39.

Für normale Arbeiten im Bereich Office und Internet ist an der Farbwiedergabe des MX299Q nichts zu beanstanden, bei Videos und Fotos ist der Gammaverlauf aber sicherlich nicht optimal. Für farbverbindliches Arbeiten werten wir nur die Grauwiedergabe, die wegen der vorgenannten Mängel nur eine schlechte Bewertung bekommt. Bei Consumermonitoren ist das allerdings keineswegs ungewöhnlich.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der sRGB-Einstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Der sRGB-Modus im OSD ist ein wenig kühler als der Standardmodus. Der Weißpunkt liegt jetzt bei 6800K, und diesmal bleiben die Graustufen ziemlich in der Nähe, wodurch sich sehr viel bessere deltaC-Werte einstellen. Auch bei den Buntfarben bleibt der Mittelwert der deltaE-Abweichungen mit 2,3 durchaus zufriedenstellend.

Dennoch ist die gesamte Einstellung ein kurioser Mix: wieder ist der Abstand zur Schwarzkörperkurve groß, auch der Rangewert bleibt erhöht. Der Gammaverlauf präsentiert sich jetzt als Spiegelverkehrte der Normkurve. Ganz merkwürdig ist, dass einerseits die Helligkeit stark nachlässt, andererseits der Schwarzwert aber nicht mitgeht. Dadurch sinkt das Kontrastverhältnis auf völlig unbefriedigende 560:1.

Ein häufiges Ärgernis finden wir auch beim MX299Q wieder: der Helligkeitsregler ist im sRGB-Modus fest eingestellt. Mit 165 cd/m² messen wir zwar eine fast schon angemessene Helligkeit, dennoch gibt es für eine solche Sperre keinen vernünftigen Grund.

Insgesamt lassen all diese Einschränkungen wieder nur eine schlechte Gesamtnote zu. Selbst für nur gelegentliches farbverbindliches Arbeiten ist diese sRGB-Einstellung einfach nicht zu gebrauchen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erzielt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) erreicht man erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Hierfür war nur der Grün-Regler um 3 Punkte abzusenken. Der anschließend gemessene Gammawert betrug 2,28.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe des MX299Q durch die Kalibration auf ein beachtliches Niveau angehoben werden konnte. Die Abweichungen bei den Graustufen sind jetzt allesamt klein, und der niedrige Rangewert zeigt, dass auch die Farbmischung stimmt. Auch bei den Buntfarben ist die Verbesserung bemerkenswert, hier bleibt nur der oft zu sehende lange Blau-Balken übrig. Der Kontrastwert sinkt nicht nennenswert auf 990:1 – kein Vergleich mit dem Werksprofil.

Nach der Kalibrierung können wir dem MX299Q gute Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen attestieren. Die Verbesserungen gegenüber der Werkseinstellung sind signifikant, für Fotografen und Grafiker wäre der Kauf eines Colorimeters quasi unumgänglich. Schade nur, dass ASUS nicht mehr von diesem Potential in die Werksprofile eingebaut hat.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Grundsätzlich füttert man jedes digitale Display am besten ausschließlich digital und in seiner nativen Auflösung. Dann braucht man sich um Interpolation keine Gedanken zu machen. Wichtig ist dieses Thema aber für alle, die Zuspieler (z.B. DVD-Player) verwenden wollen, die das nicht beherrschen oder beim PC zumindest temporär andere Auflösungen verwenden müssen, z.B. bei älteren Spielen.

Am PC mit Anschluss per DisplayPort bietet der MX299Q zur Einstellung des zur Auflösung passenden Bildformats zwei Optionen: Vollbild oder pixelgenaue 1:1 Darstellung. Bei Zuspielung von SD-Video-Material über externe Player per HDMI wird auch eine 4:3-Option geboten. Eine Option zur automatischen Umschaltung gibt es nicht.

Im Vollbild-Modus werden grundsätzlich alle Auflösungen auf die volle Bildhöhe und –breite gestreckt und damit mehr oder weniger stark verzerrt. Lediglich die Auflösung 1280x720 wird aus nicht nachvollziehbaren Gründen weder in der Höhe noch in der Breite vollständig an das Display angepasst.

Wer auf Auflösungen unterhalb der nativen 2.560 x 1.080 angewiesen ist, wird den 1:1 Modus begrüßen, da das Bild hier verzerrungsfrei wiedergegeben wird. Bei der spielerelevanten Auflösung 1.680 x 1.050 beispielsweise kann man so eine Mini-Skalierung (1.050 auf 1.080 in der Höhe) vermeiden. Bei Monitoren, die nur Vollbild oder 4:3-Modus beherrschen, leidet die Bildqualität hier erheblich, ohne dass man einen ernstzunehmenden Zuwachs an Bildfläche bekommt.

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6 Kommentare vorhanden


Habe den Monitor aufgrund des Test´s gekauft und bin doch sehr enttäuscht! Der Monitor hat extreme! Lichthöfe in den unteren Ecken, selbst mit stark runtergeregelter Helligkeit stören diese extrem bei dunklen Bildinhalten.

Darauf gehen wir ja auch ein. Mehr als die Helligkeitsverteilung zu messen und ein Bild davon zu machen ist ja kaum möglich. Zumal gerade die Ausleuchtung einer gewissen Serienstreuung unterliegt. Wir können ja nur das eine Modell bewerten was von uns getestet wurde und nicht alle am Markt vorhandenen Geräte. Wenn die Ausleuchtung nicht passt, wieder einpacken und zurück senden.
War auch eigentlich nicht als Kritik am Test gemeint sondern eher als Hinweis für evtl. Käufer. Ich danke Euch auf jeden Fall für den guten Test.
Hallo,
jetzt würde ich nur noch um einen kleinen Schubs bitten:
Den Asus MX299Q oder den LG Flatron 29EB93-P.
Beide habt Ihr ja getestet und eigentlich nehmen die sich ja nix. Ich bin Gamer. Warthunder, Battlefield, World of Tanks.
Vielen Dank
Frage: Ich möchte (neben dem PC) auch meine Xbox 360 an dem Monitor betreiben.
Ihr schreibt ja, dass es Probleme bei 1280x720 gibt. Das ist aber die Auflösung, in der die meisten Xbox Games laufen.

Heisst das, xbox und dieser Monitor sind keine gute Kombi? Ich will eigentlich nur normale 16:9 und keine sonstige schräge Skalierung haben.
Da bei der XBox die Interpolation ja vom Monitor übernommen werden muss, ist die Kombination nicht ideal.

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