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TESTBERICHT: Asus MX299Q Teil 7


Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen, kann allerdings nicht in jedem Bildmodus verstellt werden. Im verwendeten Bildmodus "Standard" steht er unveränderbar auf 50.

Aus Gründen der Vergleichbarkeit lassen wir bei der Interpolation jeden Monitor in seiner nativen Auflösung gegen sein interpoliertes Bild bei einer Auflösung von 1.280 x 720 antreten. Pech für den MX299Q, denn ausgerechnet bei dieser Auflösung patzt er erheblich.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist zunächst erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1.280 x 720 wird das Bild im Vollbild-Modus wie bereits erwähnt zwar weder auf die volle Display-Höhe noch Display-Breite skaliert, aber trotzdem massiv verzerrt. Die Schärfe leidet dabei erheblich. Noch überraschender ist der Patzer dann im 1:1-Modus. Hier sollte das Bild eigentlich pixelgenau dargestellt werden und vom Ergebnis der nativen Auflösung nicht zu unterscheiden sein.

Das Gegenteil ist der Fall. Die Schärfe ist zwar besser als im Vollbild-Modus, von der Darstellung bei nativer Auflösung aber weit entfernt. Dieses Problem konnten wir aber tatsächlich nur bei der Testauflösung 1.280 x 720 feststellen. Bei anderen Auflösungen funktioniert der 1:1-Modus einwandfrei und auch das Ergebnis im Vollbild-Modus ist i.d.R. deutlich besser bzw. im Vergleich zu anderen Monitoren auf einem guten Niveau.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Zum Vergleich ist unten auch der 1:1-Modus von 1.280 x 720 und 1.920 x 1.080 gegenübergestellt. Während sich 1.080p im 1:1-Modus von der nativen Auflösung erwartungsgemäß nicht unterscheiden lässt, ist das Bild bei 720 im 1:1-Modus sichtbar schlechter.

Testgrafik, links: 1.280 x 720 (1:1-Modus); rechts: 1.920 x 1.080 (1:1-Modus).

Auch das interpolierte Ergebnis ist bei 1.080p sichtbar besser als bei 720p:

Testgrafik: 1.920 x 1.080 Vollbild.

Die Lesbarkeit von Texten ist dagegen in allen interpolierten – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

extwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Zusammenfassend kann man sagen: der MX299Q hat zwar bei der Auflösung von 1.280 x 720 ein Problem bzw. einen Fehler, aber bei den anderen Auflösungen ist das Ergebnis überzeugend. Des Weiteren ist die Überbreite des MX299Q z.B. für Spieler kein Nachteil im Vergleich zu herkömmlichen 24 Zoll-FullHD-Monitoren. Falls die Grafikkarte für die native Auflösung nicht potent genug ist, hat man im 1:1-Modus bei 1080p die gleiche sichtbare Bildfläche.

Reaktionsverhalten

Den MX299Q haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt nennt ASUS eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden GtG. Die Beschleunigungsoption TraceFree bietet die Stufen Null bis 100 in 20er Schritten an, voreingestellt ist die Stufe 60.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 9,9 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 12,3 Millisekunden.

TraceFree 60: Zügige Schaltzeiten, aber schon starke Überschwinger.

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6 Kommentare vorhanden


Habe den Monitor aufgrund des Test´s gekauft und bin doch sehr enttäuscht! Der Monitor hat extreme! Lichthöfe in den unteren Ecken, selbst mit stark runtergeregelter Helligkeit stören diese extrem bei dunklen Bildinhalten.

Darauf gehen wir ja auch ein. Mehr als die Helligkeitsverteilung zu messen und ein Bild davon zu machen ist ja kaum möglich. Zumal gerade die Ausleuchtung einer gewissen Serienstreuung unterliegt. Wir können ja nur das eine Modell bewerten was von uns getestet wurde und nicht alle am Markt vorhandenen Geräte. Wenn die Ausleuchtung nicht passt, wieder einpacken und zurück senden.
War auch eigentlich nicht als Kritik am Test gemeint sondern eher als Hinweis für evtl. Käufer. Ich danke Euch auf jeden Fall für den guten Test.
Hallo,
jetzt würde ich nur noch um einen kleinen Schubs bitten:
Den Asus MX299Q oder den LG Flatron 29EB93-P.
Beide habt Ihr ja getestet und eigentlich nehmen die sich ja nix. Ich bin Gamer. Warthunder, Battlefield, World of Tanks.
Vielen Dank
Frage: Ich möchte (neben dem PC) auch meine Xbox 360 an dem Monitor betreiben.
Ihr schreibt ja, dass es Probleme bei 1280x720 gibt. Das ist aber die Auflösung, in der die meisten Xbox Games laufen.

Heisst das, xbox und dieser Monitor sind keine gute Kombi? Ich will eigentlich nur normale 16:9 und keine sonstige schräge Skalierung haben.
Da bei der XBox die Interpolation ja vom Monitor übernommen werden muss, ist die Kombination nicht ideal.

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