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TESTBERICHT: LG 24GM77-B Teil 3


Für mehr Kontrolle liefert der zweite Menüpunkt hilfreiche Werkzeuge, um den Monitor perfekt auf die eigenen Bedürfnisse einzustellen. Wer möchte kann die vorgefertigten Bildmodi auswählen, die einige Voreinstellungen von Helligkeit, Kontrast und Farbe verändern und diese dann noch mit Einstellungen vom Spielmodus kombinieren.

Im Spielmodus werden Einstellungen wie z.B. das Overdrive-Verhalten eingestellt. Allerdings kann man mit drei eigenen Profilen und etwas Zeit auch die für sich idealen Einstellungen umsetzen. Etwas Tricky hingegen wird das Einstellen vom Dynamic Action Mode, der den Input Lag nochmals reduzieren soll. Dieser ist nämlich bei bestimmten Modi deaktiviert, obwohl dieser ausgegraut als eingeschaltet angezeigt wird. Ein Blick in das Handbuch offenbart jedoch, welcher Modus mit anderen Modi kombinierbar ist.

Links: Menü Funktion; rechts: Menü Bild.

Eindrucksvoll zeigt sich der Monitor auch bei den erweiterten Einstellungen für das Bild. Neben einer standardisierten Auswahl wie Helligkeit, Kontrast, Schärfe und ähnlichem gibt der Hersteller dem Kunden auch die volle Kontrolle über alle Farben mit. Ist man für gewöhnlich an Gamma, Farbtemperatur und Rot, Grün, Blau gewöhnt, darf man hier bei Bedarf noch auch noch Cyan, Magenta und Gelb im Ton und Sättigung verändern. Der perfekten Farbeinstellung für die eigenen Bedürfnisse steht daher nichts im Wege.

Bildqualität

Das Panel vom LG 24GM77-B ist matt und wirksam entspiegelt. Dadurch hinterlässt seitlich einfallendes Licht keine Reflexionen. Auch kann sich der Betrachter nicht spiegeln, was auch beim Spielen und Arbeiten in sehr hellen Umgebungen wunderbar funktioniert. Ein erster Blick auf das Bild hinterlässt den Eindruck eines sehr hellen Monitors mit satten Farben, die jedoch nicht an die Farben und Blickwinkelstabilität von IPS-Panels herankommen.

Eine zusätzliche Eigenschaft, die dem Gerät mitgegeben wurde, ist Resolution Plus. Mit drei unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten können Texturen nachgeschärft werden. In Computerspielen wirkt sich dieser Effekt tatsächlich positiv aus und lässt besonders Spiele mit Low-Res Texturen hochwertiger erscheinen. Jedoch kann der höchste Wert bei manchen Objekten eine Überschärfe hervorrufen.

Für einige Gamer kann es eine interessante Spielerei sein, andererseits vielleicht auch eine geniale Funktion, um alte Spiele optisch reizvoller aussehen zu lassen. Im Office-Einsatz sollte diese Funktion jedoch ausgeschaltet werden, da manche Schriftarten subjektiv unstimmig erscheinen.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 70, Kontrast 70, Schärfe 50, Gamma 1, Farbeinstellung Benutzer 50/50/50, Bildmodus Breitbild. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung als sehr gut zu bewerten. Bei genauem Hinsehen ist ein ganz leichtes Banding zu beobachten. Farbschimmer gibt es in den Graustufen keine zu bemängeln.

Graustufen und -verlauf.

Auch die Graustufendarstellung lässt den LG 24GM77-B gut aussehen. Sämtliche Weißabstufungen können bei frontaler Betrachtung differenziert wahrgenommen werden. Auch bei den dunklen Abstufungen zeigt sich der Monitor von einer nahezu perfekten Seite. Gerade einmal der äußerste Balken kann nicht mehr von 100 % Schwarz unterschieden werden.

Damit beweist das Gerät, dass auch ein TN-Panel mit ordentlicher Einstellung einen schönen Kontrast präsentieren kann. Diese Stärke kann auch von verschiedenen Blickwinkeln noch ausgespielt werden. Tatsächlich gibt es sogar seitliche Betrachtungswinkel, die eine bessere Differenzung der Grauabstufungen erlauben.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Zunächst fällt auf, dass der LG 24GM77-B eine hohe Leuchtstärke in der Werkseinstellung mit sich bringt. Man sieht sehr gut, dass Schwarz hell dargestellt wird. Im Oberen Bereich sehen wir einen dunkleren Bereich. Diese Ausleuchtungsschwäche kann bei sehr dunklen Bildern auffallen, da es einen relativ groben Verlauf hat. Im normalen Betrieb mit hellen bis leicht dunklen Bildern fällt hingegen dieser Helligkeitsunterschied im oberen Bildschirmbereich nicht auf.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Abgesehen von dem etwas dunkleren Bereich ist die Ausleuchtung bis in die Ecken gut. Die Fläche ist homogen und glänzt nicht. Auch ein Farbschimmer ist nicht zu erkennen. Bei seitlicher Betrachtung verschiebt sich jedoch der Schwarzwert und die Fläche beginnt weniger homogen und heller auszusehen.

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3 Kommentare vorhanden


Die Einleitung könnte aus einem LG-Werbeprospekt sein. Wenn ich dann noch sowas lese: "Das Display selbst lässt sich komfortabel einstellen. Um es einer zu hohen oder zu niedrigen Sitzposition anzupassen, kann man den Monitor 5 Grad nach vorne und 20 Grad nach hinten neigen" oder "denn auch Komfort und Verarbeitung sind bei diesem Monitor groß geschrieben", dann ist es wirklich Werbung.
Ein nicht höhenverstellbarer Monitor ist auf preiswert produziert und am falschen Ende gespart worden, weil so unbrauchbar. Mit Neigung eine falsche Höhe ausgleichen sollte nicht noch in den höchsten Tönen gelobt werden.
Edit: Stimmt, der Standfuss wird 2x beschrieben. Gut dann sorry.
Hallo MuLatte,
der Monitor besitzt ebenfalls eine Höhenverstellung von 10cm. Dies wird im Test auch erwähnt.
Damit lässt sich der Monitor in alle Richtungen drehen, wenden und verschieben. Da sich die Mechanik ohne Knarren bewegen lässt und trotzdem fest hält, kann man von einer guten Verarbeitung sprechen.

Beste Grüße,
Martin
In der Einleitung gehen wir meist auch auf die Werbeversprechen des Herstellers, sowie die technischen Spezifikationen vom Hersteller ein. Und im Test selbst wird dann überprüft, ob die Versprechen auch eingehalten werden.

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