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TESTBERICHT: LG 24MB65PY-B Teil 7


Interpolation

Auflösungen, die kleiner als die native Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln sind, können bildschirmfüllend oder seitengerecht vergrößert dargestellt werden. Dabei gab es aber leider Probleme.

Dass der Abschnitt zur Darstellung des Bildes ausgegraut bleibt, wenn die native oder eine andere 16:10 Auflösung gewählt wird, ist nichts Ungewöhnliches. Beim LG 24MB65PY blieb die Auswahl aber leider auch bei vielen anderen Auflösungen ausgegraut und konnte entsprechend nicht angepasst werden. Die gewählten Auflösungen wurden daher immer bildschirmfüllend und damit verzerrt wiedergegeben. Dies war zum Beispiel bei allen 16:9 Auflösungen der Fall.

Andere Auflösungen wie zum Beispiel 1.280 x 1.024 oder 1.024 x 768 konnten seitengerecht mit schwarzen Balken an den Seiten dargestellt werden. Die Interpolationsleistung war bei diesen beiden Auflösungen aber ziemlich unscharf, bei denen auch eine Entgegensteuerung mit dem Schärferegler keine Besserung mehr hervorbringen konnte.

Bildlich gegenübergestellt haben wir der nativen Auflösung die kleinere 16:10 Auflösung mit 1.440 x 900 Pixeln, die ein sehr gutes und scharfes Bild bot. Die Interpolation des Monitors zeigt daher zwei extreme Seiten. Durch die fehlende Einstellmöglichkeit bei 16:9 Auflösungen können wir aber in diesem Bereich keine gute Gesamtnote mehr vergeben.

Testgrafik, links: 1.920 x 1.200; rechts: 1.440 x 900.


Textwiedergabe, oben: 1.920 x 1.200; unten: 1.440 x 900.

Reaktionsverhalten

Den LG 24MB65PY haben wir in der nativen Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird die Reaktionszeit mit 5 Millisekunde (GtG) angeben. Der LG Monitor besitzt eine regelbare Overdrive-Funktion in vier Stufen (aus, langsam, mittel und schnell). In der Werkseinstellung ist die Option "mittel" aktiviert.

Der Color-to-Color (CtC) Messwert geht über die herkömmlichen Messungen von reinen monochromatischen Helligkeitssprüngen hinaus, schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren.

Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunkts gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Bei den folgend Grafiken ist folgendes zu beachten: Durch die teilweise schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala bei der Overdrive-Stellung "schnell" die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Overdrive "aus"

Wir ermitteln den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 18,2 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 9 Millisekunden. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte beträgt gemächliche 20,9 Millisekunden. Der CtC Wert ist mit 18 Millisekunden ebenfalls ziemlich lang. Der Helligkeitsverlauf (GtG 80-50%) ist absolut neutral.

Eine neutrale Abstimmung ohne Überschwinger bei langsamen Schaltzeiten.

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