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TESTBERICHT: Philips 241P4QRYES Teil 4


Bedienung

Das OSD-Menü wird beim 241P4QRYES über vier Sensorflächen auf dem rechten unteren Displayrahmen angesteuert – von links nach rechts belegen die Flächen folgende (Doppel-)Funktionen:

SmartImage-Schnelltaste/Zurück zur vorigen OSD-Ebene, Lautstärke/OSD-Menü down, ErgoSensor/OSD-Menü up, Auf OSD-Menü zugreifen/Bestätigen.

Zwar sind die OSD-Sensoren nur durch schwarze Symbole gekennzeichnet, die sich auf der silberfarbenen Blende bei Tageslicht erkennbar abheben, im Dunkeln jedoch nicht, und auch eine haptische oder akustische Rückmeldung fehlt; dennoch erwies sich der Umgang mit den Sensorflächen nach kurzer Übung als relativ einfach, solange es sich nur um die Bedienung des OSD-Menüs handelte – das mag auch an der logisch nachvollziehbaren Funktionsbelegung liegen. Etwas länger dauerte die Gewöhnung an die Sonderfunktionen SmartImage, Lautstärke und ErgoSensor – hier kam es bisweilen zu Verwechslungen.

Die OSD-Sensorflächen am rechten unteren Gehäuserand sind durch Symbole gekennzeichnet – rechts daneben befindet sich der Standby-Sensor.

OSD

Das OSD-Menü selbst erscheint nach Berührung der Sensorfläche rechts und weist aufgrund der umfangreichen Funktionsausstattung des Philips 241P4QRYES acht Menüeinträge mit bis zu zwei weiteren Untermenüs auf – die obersten Menüebenen sind:

ErgoSensor, Eingang, Bild, Audio, Farbe, Sprache, OSD Einstellungen und Einrichtung.
Einige Besonderheiten des OSD-Menüs:

Der Menüpunkt »ErgoSensor« schaltet diese Funktion ein oder aus – alternativ lässt sich auch ein Demo-Modus aktivieren.

Der Eintrag "Bild" bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten: Bildformat (Breitbild oder 4:3), Helligkeit, Kontrast, SmartResponse für den Overdrive, Intelligenter Kontrast, Gamma (1.8, 2.0, 2.2, 2.4, 2.6), Bildpunktumkreisung (soll das Einbrennen längerer statischer Bilder verhindern), OverScan.

Der Menüpunkt "Farbe" bietet als Optionen die Auswahl der Farbtemperatur (5000, 6500, 7500, 8200, 9300 und 11500 Kelvin), sRGB und die benutzerdefinierte RGB-Einstellung.

Zusätzlich lässt sich über das zweite Sensorfeld von rechts direkt die ErgoSensor-Funktion aufrufen, die sich wiederum mit einem eigenen OSD-Menü präsentiert. Das dritte Sensorfeld von rechts aktiviert die Lautstärkeregelung, und das Sensorfeld ganz links schließlich öffnet das SmartImage-Menü – hier kann der Nutzer zwischen prädefinierten Bildeinstellungen für verschiedene Anwendungen wählen (Büroarbeit, Foto, Film, Spiel, Sparmodus und Aus).

Die üppige Menüstruktur bedarf einer kurzen Eingewöhnung, ist aber in Anbetracht ihres Umfanges immer noch als übersichtlich zu bezeichnen – allerdings stellt sich gerade bei den Sonderbelegungen der Sensorfelder die Frage, wofür sie eigentlich in der Alltagspraxis dienlich sein sollen?

Die SmartImage-Funktion etwa bewirkt bei einem Moduswechsel lediglich Änderungen im Kontrast, in der Farbsättigung/-dynamik oder in der Helligkeit nach nicht näher definierten Kriterien – der zugrundeliegende Algorithmus stellt sich für den Normalbenutzer als nicht nachvollziehbar dar. Im täglichen Einsatz dürfte es auch fraglich sein, ob ein Anwender wirklich den SmartImage-Button drückt, wenn er sich neben der Bürokorrespondenz schnell mal einen Videoclip ansehen oder die Fotos im Mail-Anhang betrachten möchte.

Noch rätselhafter und schon mit Orwell’schen Anklängen behaftet erschien in der Testphase der Sinn und Zweck des von Philips besonders herausgestellten ErgoSensors; im Datenblatt auf der Website erklärt der Hersteller den ErgoSensor als eine Technologie, die, in den Monitor integriert, das Benutzerverhalten registriert und misst:

"ErgoSensor empfiehlt Benutzern eine ergonomische Haltung am Computer, gibt Korrekturfeedback zum optimalen Betrachtungsabstand und erinnert an Pausen", erläutert Philips das Sinnen und Trachten dieser Funktion. Augenscheinlich notiert wohl eine Art Infrarot-/Bewegungs- und/oder Entfernungssensor die Präsenz und Körperhaltung des Benutzers vor dem Bildschirm – hält der Betrachter den Kopf zu schief, sitzt er zu nahe/zu weit weg vom Monitor oder arbeitet er nach Meinung der Applikation zu lange durch, schlägt der ErgoSensor Alarm und lässt eine Popup-Meldung auf dem Bildschirm erscheinen.

Das mag ursprünglich von den Entwicklern ja fürsorglich-nett gedacht gewesen sein, erinnert in der Ausführung jedoch schauderhaft an den legendär besserwisserischen "Karl Klammer" aus früheren Word-Versionen und geht dem Menschen vor dem Monitor sehr schnell ganz gewaltig auf den Geist – wer möchte sich schon wie ein vierjähriges Kind bevormundet und behandelt fühlen, wenn ihm eine Software sagt, dass er sich doch bitteschön gerade hinsetzen möge?

Fazit: Im Praxistest ging für den SmartErgo-Sensor nach dem dritten Ermahnungs-Popup der Daumen endgültig runter; die Funktion wurde deaktiviert, weil sie beim konzentrierten Arbeiten auch einfach nur störte – also weg damit. Danach war wieder Ruhe.

Als Alternative zum sonst durchaus praxistauglichen OSD-Menü hat Philips dem 241P4QRYES die Software SmartControl Premium beigelegt – mit ihr lassen sich zahlreiche Einstellungen recht komfortabel konfigurieren, ein Assistent geht dabei auch nicht so geübten Nutzern zur Hand – allerdings nur unter Windows.

Im Test erwies sich diese Option als sinnvollste Einstellung für den ErgoSensor (Bild links). Wer das ErgoSensor-Menü dennoch im Schnellzugriff aktiviert, wird von dieser Oberfläche begrüßt (Bild rechts).

Sinnvollere Einstellungsoptionen bietet da schon der Menüpunkt »Bild«. Im Menüpunkt »Farbe« kann der Anwender unter Presets für die Farbtemperatur wählen und die Rot-/Grün-/Blau-Anteile in Einer-Schritten zwischen 0 und 100 anpassen.

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