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TESTBERICHT: Philips 242G5DJEB Teil 4


Stromsparfunktionen oder Ergonomie-Features sucht man im OSD-Menü vergeblich, sollen aber in der beiliegenden Software "SmartControl" enthalten sein, auf die im weiteren Test noch eingegangen wird. Insgesamt ist das Menü logisch aufgebaut und man findet schnell zum Ziel. Der Einstellungsumfang fällt bei einigen Punkten recht üppig aus, so lässt sich die Farbtemperatur von 5000K bis zu hohen 11500K verstellen, was für einen Gaming-Monitor nicht unbedingt an der Tagesordnung ist. Auch der Gamma-Wert ist in 0.2 Schritten von Gamma 1.8 bis Gamma 2.6 anpassbar.

Mittlerweile ertappt man sich, dass das "SmartKeypad" die bessere Wahl zum bedienen des 242G5DJEB ist. Hier werden die gleichen Optionen wie am Monitor geboten, plus Direktzugriff von benutzerdefinierten Modi, welche programmiert werden können. Somit fällt die schlecht zu lesende Schrift am Monitor auch nicht mehr ins Gewicht. Leider nervt hier die Mechanik der oberen Tasten des Keypads. Besonders die obere rechte Taste zum Aufwärtsnavigieren, ist eine Katastrophe.

Als besondere Funktion beinhaltet das OSD noch "SmartImage Game". Hier soll das Setup den besonderen Bedingungen verschiedener Spielkategorien durch Schnellzugriff verändert werden. Zur Auswahl stehen "First Person Shooter", "Racing" und "Real Time Strategy". In allen drei Modi stellt man fest, dass sich nur die Farbabstimmung verändert und die Schärfe von 50 auf 70 angehoben wird. Ansonsten passiert hier gar nichts.

SmartImage Game (aus Handbuch Philips).

Wer das Setup lieber mit einer Software verändert, bekommt mit "SmartControl" eine sehr mächtig anmutende Anwendung geliefert, die anscheinend sogar die Kalibration übernehmen soll. Laien werden das wahrscheinlich auch glauben und davon ausgehen, dass dies im Anschluss der Fall sein wird, natürlich ist es aber nicht möglich dieses mit dem Sehvermögen zu bewerkstelligen, wie es einem dieses Programm verkaufen möchte.


"SmartControl" OSD-Software, hübsch anzusehen aber sehr rechenintensiv.

Ärgerlich ist auch, dass sich die Software klammheimlich Zugriff auf den Zweitmonitor verschafft, ohne vorher nachzufragen. So kann es vorkommen, dass ein sorgfältig eingestelltes Setup eines anderen Monitors einfach umgeschmissen wird. Bildbearbeiter werden sich freuen, wenn das passieren sollte.

Die Software bietet aber auch nützliche Dinge, wie etwa eine Energiesparfunktion, Auto-Pivotfunktion, Diebstahlsicherung oder einen Desktop-Partitionsmodus, welcher acht verschiedene Aufteilungen bietet.

Letztendlich ist das OSD über drei Möglichkeiten zu verstellen. Was einem davon am besten liegt ist reine Geschmackssache.

Bildqualität

Reflexionen auf dem entspiegelten Display sind nur schwach bis gar nicht wahrzunehmen, was den 242G5DJEB selbst in sonnendurchfluteten Räumen als gute Wahl erscheinen lässt.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 50, Schärfe 50, Gamma 2.2, Farbeinstellung 6500K, Bildmodus sRGB. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet. Vom ersten Eindruck liefert der Monitor bei dieser Einstellung ein Bild mit kräftigen, aber nicht zu grellen Farben.

Graustufen

Der Grauverlauf macht dem Testgerät ein wenig zu schaffen. Bei etwas genauerem Hinsehen sieht man über dem gesamten Verlauf ein leichtes Banding. Außerdem bemerkt man einen Violettstich in den hellen Grautönen. Die dunklen Grautöne werden dagegen ordentlich wiedergegeben. Die Wahrnehmbarkeit ist dafür in den hellen Grautönen sehr gut. Selbst Farbton 251 und 252 (fast weiß) sind noch ohne Mühe erkennbar. Die dunklen Grautöne spielen hier mit einer guten Erkennbarkeit bis Farbton 5 einen soliden Wert ein.

Graustufen und -verlauf.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Die gleichmäßige Ausleuchtung des schwarzen Bildes ist ganz klar eine Stärke des Testgeräts, wenngleich der 242G5DJEB auch nicht über sehr tiefes Schwarz verfügt. Bis auf einen schmalen Königsblauen Streifen am unteren Rand ist das Bild sehr homogen, jedoch nur solange man frontal auf den Monitor schaut. Bereits wenn man leicht versetzt auf das Panel schaut hellt das Bild stark auf, so dass aus Schwarz sehr schnell grau wird.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

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