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TESTBERICHT: Philips 242G5DJEB Teil 6


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Die Farbraumuntersuchung zeigt, dass der 242G5DJEB den sRGB-Farbraum mit 86 Prozent nur zufriedenstellend abdeckt.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: SmartImage Aus, Farbeinstellung 6500K, Gamma 2.2, Helligkeit 100 und Kontrast 50.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Standard Normal.

In der Werkseinstellung ist die Farbtemperatur mit 8236K sehr kühl (sRGB: 6500K). Bei den Graustufen bleibt sie recht konstant, die deltaC-Abweichungen und auch der Rangewert sind sehr schön klein. Die Gammakurve verläuft flach bei 2,35 und somit nicht ganz normgerecht, aber akzeptabel. Bei den Buntfarben fallen die durchweg recht hohen Abweichungen auf.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe nicht zu beanstanden. Bei der Eignung für farbverbindliches Arbeiten bewerten wir in der Werkseinstellung nur die Grauwiedergabe, die hier wegen des großen Abstands zur Schwarzkörperkurve auf Zufriedenstellend abgewertet wird.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der sRGB-Einstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Der sRGB-Modus im OSD ist visuell nicht von der Werkseinstellung zu unterscheiden. Auch das Messgerät findet keinen nennenswerten Unterschied. Leider ist der Helligkeitsregler im sRGB-Modus gesperrt, die gemessenen 286 cd/m² sind als dauerhafte Arbeitshelligkeit viel zu hoch. Warum Monitorhersteller die Helligkeit hier sperren ist unverständlich und ärgerlich, weil der Modus somit unbrauchbar ist, es sei denn man möchte sich mit einer Sonnenbrille vor den Monitor setzen.

Im sRGB-Modus werten wir auch die Wiedergabe der Buntfarben. Leider liegt das durchschnittliche deltaE mit 4,4 sehr hoch, der Maximalwert erreicht sogar 8,5. Dafür gibt es nur eine sehr schlechte Bewertung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erzielt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) erreicht man erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Hierfür musste der Blau-Regler von 100 auf 75 Punkte abgesenkt werden. Der anschließend gemessene Gammawert von 2,25 passte gut, daher haben wir den Gammaeinsteller nicht verändert.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration erheblich verbessert wird. Die Gammakurve folgt jetzt einigermaßen exakt dem Normverlauf, die Abweichungen bei den Graustufen sind durchweg noch viel kleiner geworden.

Der Rangewert ist allerdings nicht gesunken, die Graumischung gelingt somit nicht ganz neutral. Auch bei den Buntfarben sind die Abweichungen drastisch zurückgegangen, die Primärfarben bleiben aber mangels Farbraumabdeckung nach wie vor unbefriedigend. Der Kontrastwert geht durch die Kalibration noch etwas zurück und beträgt nur noch 790:1.

Nach der Kalibrierung zeigt der 242G5DJEB eine zufriedenstellende Farbwiedergabe bei farbkritischen Anwendungen. Die mangelnde Farbraumabdeckung, das bescheidene Kontrastverhältnis und die große Blickwinkelabhängigkeit des TN-Panels sprechen allerdings ganz klar gegen eine solche Verwendung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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