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TESTBERICHT: Acer S277HKwmidpp Teil 8


60-Hz-Overdrive "Extrem"

In der höchsten Stellung "Extrem" bei 60 Hz verkürzen sich die Schaltzeiten jetzt sichtbar, wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 8,2 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 2,8 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt sehr schnelle 7,8 Millisekunden. Ein CtC-Wert von 6,8 ist ebenfalls sehr kurz.

In der Overdrive-Stellung "Extrem" sind leider auch die Überschwinger extrem. Artefakte und Doppelkonturen sind deutlich erkennbar. Wir empfehlen, den S277HKwmidpp in der Werkseinstellung (Normal) zu betreiben, um Überschwinger zu vermeiden. Der Qualitätsverlust ist bei maximalem Overdrive zu groß.

60 Hz (Overdrive "Extrem"): Sehr schnelle Schaltzeiten, aber auch extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen.

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

60-Hz-Overdrive "Aus" und "Normal".

60-Hz-Overdrive "Extrem".

Kritische Farbübergänge stellen für den Monitor ein kleines Problem dar, die Farbwechsel sind circa 6 Millisekunden langsamer, als die Helligkeitsübergänge. Somit sind Farbkanten etwas unschärfer. In der Einstellung "Extrem" sind es noch 4 Millisekunden.

Die niedrige Reaktionszeit und der niedrige Input-Lag von 6,5 Millisekunden machen den S277HKwmidpp dennoch zu einem guten Gaming-Monitor. Allerdings ist eine potente Grafikkarte – nicht zuletzt auch aufgrund der Interpolationsschwäche des S277HKwmidpp – Pflicht. Ob die 4K-Auflösung dann bereits bei einem 27-Zoll-Display die Mehrkosten und die anderweitigen Nachteile rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Acer S277HK messen wir mit 6,5 Millisekunden eine recht kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 3,9 Millisekunden ebenfalls sehr kurz, insgesamt macht das sehr gute 10,4 Millisekunden.

Backlight

Die Acer EyeProtect-Technologien sollen für ein angenehmes Arbeiten sorgen. Dazu zählt die Flickerless-Technologie, welche mit einer gleichmäßigen Stromversorgung störendes Display-Flimmern eliminiert und auf diese Weise den Sehkomfort für den Nutzer signifikant erhöht.

In lichtarmen Umgebungen entlastet die Low-Dimming-Technologie das Auge, indem die Display-Helligkeit auf bis zu 15 % der Standardeinstellung reduziert werden kann. Mit der Acer Blue-Light-Filter-Technologie wird das Auge des Nutzers geringeren Mengen von blauem Licht ausgesetzt.

Die Hintergrundbeleuchtung des Acer S277HKwmidpp arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern).

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Solange man den Monitor in nativer Auflösung betreibt, steht dem Genuss der 4K-Auflösung eigentlich nichts im Wege. Die Reaktionszeiten sind gut. Bewegungsartefakte und auffällige Bewegungsunschärfen konnten wir nicht feststellen. Zum Spielen ist dann aber auf jeden Fall eine entsprechende High-End-Grafikkarte Pflicht.

Im Office-Betrieb oder bei der Filmwiedergabe hält sich zudem der subjektiv wahrgenommene Zugewinn an Schärfe durch die höhere Auflösung doch sehr in Grenzen. Der Preis, den man umgekehrt dafür bezahlt, liegt nicht nur in der Grafikkarte.

Bei nativer Auflösung bekommt man zwar sehr viel Platz auf dem Desktop, bei einem 27 Zoll-Display werden Fenster und Schriften aber so klein, dass man selbst mit Adleraugen kaum noch etwas damit anfangen kann. Eine entsprechende Umstellung der Darstellungsgröße für Schriften, Icons, etc. in den Systemeinstellungen ist sicher leicht möglich, klappt aber zumindest unter Windows 7 nicht durchgängig einwandfrei.

In der Fotobearbeitung hilft auch die schnellste High-End-Grafikkarte nicht weiter. Der Workflow wird zwangsläufig auch auf High-End-Rechnern abgebremst, weil etwa in Lightroom die Vorschauen jetzt in höherer Auflösung gerendert werden müssen. Die GPU-Unterstützung in Lightroom 6 bringt hier gar nichts, da sie beim Rendern der Vorschauen auch gar nicht genutzt wird.

Die Liste der Nachteile, aber auch Vorteile eines 4K-Displays ist damit keineswegs vollständig, allerdings auch nicht spezifisch für das S277HKwmidpp und somit vielleicht ein Thema für einen eigenen Artikel. Bei einem 27 Zoll-Display wie diesem erscheint eine so hohe Auflösung allerdings fast ein wenig wie Overkill, da die Pixel auf dieser Fläche extrem klein werden. Eine Skalierung von Icons und Schrift durch das Betriebssystem ist hier Pflicht.

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