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TESTBERICHT: Asus PB279Q Teil 7


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite-i1-Display-Pro-Colorimeter und ein X-rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D-Ansichten).

Der ASUS PB279Q deckt den sRGB-Farbraum zu 100 Prozent ab, wodurch er eine sehr gute Bewertung erreichen kann.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Der Monitor wird nach einem Reset auf die Standardeinstellung, den Farbraum "User", eine Helligkeit von 90 und einen Kontrast von 80 eingestellt.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

Die Werkseinstellung ist grundsätzlich gut abgestimmt. Die Abweichungen bei den Grauwerten sind kaum erkennbar, der Weißpunkt liegt nahe an den idealen 6.500 Kelvin und auch der Kontrast liegt deutlich über 1000:1.

Die Abweichungen der Farbwerte sind zwar sichtbarer, aber für einen unkalibrierten Zustand völlig in Ordnung. Die Helligkeit ist dagegen deutlich zu hoch voreingestellt und die Gammakurve sinkt immer weiter ab. Da der Gammawert im OSD nicht verstellt werden kann, kann in diesem Bereich nur mit einer Kalibrierung entgegengesteuert werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Wir haben anschließend den sRGB-Modus gewählt und ohne weitere Anpassungen vermessen.

Farbwiedergabe im sRGB-Modus.

Der sRGB-Modus unterscheidet sich nur leicht von der Werkseinstellung. Die Abweichungen der Farbwerte sind etwas geringer und auch die Gammakurve fällt nicht ganz so stark ab. Dafür steigt die Range bei den Grauwerten deutlich an.

Die Helligkeit wurde deutlich reduziert, lässt sich aber nicht selbständig anpassen. Für Anwender, die keine Kalibrierung vornehmen möchten oder können, empfehlen wir daher, den Standardmodus zu nutzen und dort die Helligkeit nach eigenem Empfinden anzupassen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung werden eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit Farbmanagement-fähiger Software erreicht.

Die Messungen wurden während des Kalibrierungsvorgangs gegenüber der Werkseinstellung wie folgt verändert: Helligkeit 47, Rot 98, Grün 92, Blau 100.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung liegen die Abweichungen der Farbwerte auf einem sehr guten Niveau, bei den Grauwerten verhindert die etwas höhere Abweichung bei der Range eine insgesamt sehr gute Note, aber auch so kann sich das Ergebnis zusammen mit der sRGB-Farbraumabdeckung von 100 Prozent sehen lassen. Die Gammakurve verläuft nun ebenfalls auf der Ideallinie, und auch der Weißpunkt und die Helligkeit sind perfekt eingestellt.

Der Kontrast ist leicht abgefallen, liegt mit einem Wert von 950:1 aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Da auch die Farbreinheit sehr gut abschneidet, kann das Gerät nach einer Kalibrierung für den Einsatz in der Bildbearbeitung empfohlen werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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13 Kommentare vorhanden


Hatte den Monitor auch hier, was mir daran garnicht gefallen hat ist, dass der Monitor im Standardmodus das Bild künstlich nachgeschärft hat und man das auch nicht verändern konnte. Ist euch das auch aufgefallen?
Mmmh, jetzt noch mal den Dell P2715Q testen, damit man einen Vergleich hat, wo der Asus bzw. der Dell steht. Dann steht wohl die nächste Anschaffung an.
Bis DP1.3 und angemessene 5K Displays in ±27" auf den Markt kommen, vergehen noch 1-3 Jahre.
Mhh, ich frag mich jetzt wie die hier auf so ein doch sehr anderes Kontrastverhältnis kommen: http://hexus.net/tech/reviews/displays/77693-asus-uhd-pb279q/ .

Das ist nämlich das was mich bisher eher zu TN getrieben hat.
Also wer einen Wert von 0,00 ermittelt und Kontrastwerte von mehr als 14000:1 nennt, hat etwas grundsätzliches bei der Messung missverstanden. Hier reicht die Qualität der Sonde einfach nicht mehr aus. Ich persönlich finde die Werte im PRAD-Test plausibler.
Das stimmt wohl. Allerdings hatte ich bei den anderen IPS 4k Displays in der Preisklasse ähnliche Werte (~650:1) gefunden.

Daher bin ich erfreut, aber auch etwas vorsichtig.
Ich hatte PB287Q schon hier, war aber nicht 100% zufrieden.. als Update von meinem guten alten 205BW.

Da ich viel Spiele, aber auch Foto- und Videobearbeitung mache, bin ich auf einen gewissen Kompromiss angewiesen. ;)
@sasparilla
Der Effekt ist mir nicht aufgefallen, ansonsten hätten ich ihn auch beschrieben. Überschärft ist mir das Bild im allgemeinen Betrieb daher ebenfalls nicht aufgefallen.
Guten Tag. Was für eine Software benutzt ihr für die Messungen, insbesondere die Homogenitäts-Messungen ? Danke !
Wir nutzen CCalc, eine Software die für uns speziell entwickelt wurde.
Hallo,
ich hatte sehnlichst auf diesen Test gewartet, um zu erfahren wie es sich um den Adobe-RGB-Farbraum verhält. Das der Monitor 100% sRGB kann wissen wir ja vom Hersteller schon zu genüge. Für professionelle Bildbearbeitung ist doch annähernd 100% Adobe-RGB notwendig, oder sehe ich das falsch?
PS:ASUS bewirbt ja auch die professionelle größere Version (ASUS PA328Q) mit 100% Adobe-RGB-Farbraum.
Danke für eine erliche Antwort ;-)
Da dieser Monitor keinen erweiterten Farbraum besitzt macht es keinen Sinn damit im AdobeRGB Farbraum zu arbeiten.
Würden 2560x1440 auch mit einem Macbook Pro Retina Mitte 2012 funktionieren? Asus Support sagt: geht, Apple Support sagt: geht nicht. 4k ist klar, dass es nicht gehen würde. Das Handbuch führt die 2560x1440 Auflösung auf. Mir ist nicht klar, woran es scheitern könnte. Kann dazu jemand etwas sagen?

Vielen Dank!
(Ich hoffe, die Kommentarfunktion nicht falsch verwendet zu haben.)
http://support.apple.com/kb/sp653

Dort steht bis 2560 x 1600. Ich würde ein Minidisplayportkabel verwenden. Das passt ja auch in die Thunderbolt-Ports.
Danke!

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