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TESTBERICHT: Dell U2715H Teil 5


OSD

Das OSD-Menü ruft der Benutzer durch die Berührung des zweiten Sensorfeldes von rechts auf – in der Praxis klappt dies meist aber nicht auf Anhieb; gerade in etwas dunkleren Umgebungen bleibt dem Anwender zur optischen Orientierung nur die LED-Betriebsanzeige rechts der vier Sensorfelder, entsprechend häufig dürfte zuerst der ganz rechts befindliche Touch-Sensor neben dem An-/Ausschalter berührt werden. Dieser führt erst einmal zur Zweitbelegung der zwei linken Sensoren: von links sind dies in der Standardkonfiguration die Auswahl eines Farbmodus und der Direktzugriff auf das Helligkeits-/Kontrast-Menü. Erst der dritte Sensor von führt direkt zum Aufruf des eigentlichen OSD-Menüs.

Das OSD-Menü selbst gliedert sich in acht Untermenüs mit zum Teil weiteren Menüebenen und zahlreichen Optionen: Helligkeit/Kontrast, Eingabe-Quelle, Farbe, Display, Energie, Menü, Individualisation und Weiteres.

Zur Einarbeitung ins OSD-Menü sei die umfassende und gut illustrierte Bedienungsanleitung empfohlen, die dem Dell U2715H als PDF-Datei auf der mitgelieferten CD beiliegt.

Einige Besonderheiten seien hier erwähnt: Im Submenü "Eingabe-Quelle" wählt der Benutzer unter der Signalzuspielung via DP, mDP, HDMI (MHL) 1 oder HDMI (MHL) 2.

Die Auswahl der Signalquelle erfolgt unkompliziert. (Quelle: Dell-Bedienungsanleitung)

Etwas versteckt im Untermenü "Farbe" findet sich auch die Möglichkeit, im Sub-Sub-Menü "Voreingestellte Modi" zwischen mehreren Farbtemperatur-Presets zu wählen (5000K, 5700K, 6.500 K, 7.500 K, 9.300 K und 10.000 K) oder die RGB-Kanäle individuell einzustellen.

Weitere Optionen im "Farbe"-Menü betreffen die die Auswahl des Eingangsfarbformates (RGB oder YpbPr für Component-Video-Anschlüsse), die Gamma-Vorauswahl (PC oder Mac, also 2,2 oder 1,8) oder anwendungsspezifische Presets wie Multimedia, Film, Spiel oder Papier, deren Grundlagen jedoch nicht näher definiert sind.

Die Option zur Einstellung der Farbtemperatur findet sich im »Farbe«-Menü. Quelle: Dell-Bedienungsanleitung.

Im Submenü "Display" lässt sich das Seitenverhältnis je nach Bildquelle auf 16:9, 4:3 oder 5:4 einstellen. Ebenfalls in diesem Untermenü lässt sich auch die Bildschärfe anpassen, mit beachtlichen Auswirkungen, wie sich später noch zeigen wird.

Im "Display"-Menü ist neben der Seitenformatwahl auch die Schärfefunktion untergebracht. Quelle: Dell-Bedienungsanleitung.

Das Submenü »Individualisieren« schließlich erlaubt dem Benutzer die Zuweisung bestimmter Optionen auf die beiden "Direkttasten", sprich: die beiden linken Touch-Sensoren. Hier hat er die Wahl zwischen voreingestellten Modi, Helligkeit/Kontrast, Eingabe-Quelle, Längen-/Seitenverhältnis und Drehung.

In der Gesamtschau lässt sich das OSD-Menü des Dell U2715H nach kurzer Einarbeitung recht flüssig und nachvollziehbar bedienen; dennoch ginge es noch besser, denn der Einstieg ins OSD-Menü über die kaum erkennbaren Sensorfelder gleicht einem Stochern im Nebel. Wenn Dell zumindest dem Touch-Sensor für den OSD-Menüaufruf irgendeine Form der direkten Rückmeldung an den Nutzer implantierte, wäre die Bedienfreundlichkeit deutlich erhöht.

Wer die OSD-Einstellungen bequem per Maus vornehmen möchte, nutzt den "Display Manager": diese Software ermöglicht unter Windows die Einrichtung und Konfiguration des Monitors über eine Desktop-Oberfläche.

Bildqualität

Die Bildschirmoberfläche des Dell U2715H ist mittels H3-Hardcoating entspiegelt und unter normalen Bedingungen ausreichend blendfrei. Bei direktem, hartem Lichteinfall, etwa sehr schräg stehender Sonne, können allerdings schon störende Reflexionen auftreten.

Bei der Werkseinstellung im Bildmodus Standard beträgt die Helligkeit 50 Prozent, ebenso der Kontrast – mit diesen Anfangswerten lässt sich der Monitor schon sinnvoll auf die eigenen Bedürfnisse hin anpassen.

Während der Testphase kam der Dell U2715H vor allem in zwei Anwendungsszenarien zum Einsatz: zum einen bei der Bild-/Videobearbeitung mit einer Farbtemperatur von 6.500 K, zwischendurch auch für Layout-/Druckvorstufenarbeiten bei 5.000 K. Ein drittes Szenario umfasste die Zuspielung von Video-/Filmmaterial aus verschiedenen Quellen, vom PC, via Bluray-Player und per Stream von Online-Portalen wie Youtube oder Vimeo.

Abgesehen von dem Sonderfall "Druckvorstufe", bei dem die gewählte Farbtemperatur D50 (5.000 K) der Simulation von einem etwas wärmeren "Papierweiß" nahekommen soll, wusste der Dell U2715H am besten mit der vorgewählten Farbtemperatur von 6.500 K zu gefallen, und zwar durch die verschiedenen Anwendungsszenarien hindurch.

Auch Dell verfolgt die Strategie, dem Anwender je nach Verwendungszweck verschiedene, prädefinierte Farbeinstellungen anzudienen – diese Presets heißen dann "Multimedia", "Film", "Spiel" oder "Büro" bzw. bei Dell "Papier". Das mag gut klingen und vordergründig bequem sein, führt jedoch nicht immer zum Erfolg, weil zum einen jeder Anwender seine spezifischen Vorlieben bei Farbeindrücken besitzt und zum anderen diese Presets fast nie genauer dokumentiert sind.

Ausgehend von einer durchaus brauchbaren Monitoreinstellung mit 50 % Helligkeit, 50 % Kontrast und 6.500 Kelvin führte ein Umschalten auf die verschiedenen voreingestellten Modi eher zur Verwirrung, weil sich zwar stets etwas in der Darstellungsqualität änderte (etwa Sättigung, Kontrast herauf oder herunter), aber nie so richtig klar war, wo und mit welchen Werten diese Presets denn nun in die bildgebenden Verfahren eingriffen.

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4 Kommentare vorhanden


Hallo PRAD-Team,

gibt es einen Grund warum die Kaufberatung noch den
Dell U2713HM gegenüber diesem Modell vorzieht?

Vom Testurteil und Preis her scheinen sie mir recht gleichwertig zu sein mit leichten Vorteilen für den U2715H.

Ist die Zeit für die U2715H noch nicht reif?

Doch in jedem Fall und beim nächsten Update wird das auch sicherlich berücksichtigt.
Hat der Monitor echte 8 Bit, oder nur 6 Bit + FRC?
ich verstehe das Vorgehen im Test nicht. Warum fehlt hier ein UGRA-Test? Auch der Test von anderen Farbräumen wie z.B. ISO Coated oder ECI-RGB v2 fehlt. Zwecks Vergleichbarkeit sollte man sich vielleicht mal ein standardisiertes Vorgehen überlegen. Der Test des U2713H ist wesentlich ausführlicher.

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